International Partnership for Microbicides

Mikrobizide dringend benötigt: Erklärung von IPM CEO, Zeda Rosenberg, zur neuen AIDS-Statistik

    Silver Spring, Maryland, November 23 (ots/PRNewswire) -

    - Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) veröffentlicht 2004 AIDS Epidemic Update

    Zeda Rosenberg, Sc.D., Chief Executive Officer der International Partnership for Microbicides, veröffentlichte nach der Einsicht des UNAIDS/WHO 2004 AIDS Epidemic Updates die folgende Erklärung:

    Frauen sind das neue Angriffsziel von AIDS. Derzeit sind fast die Hälfte der 37,2 Millionen HIV-infizierten Erwachsenen weltweit Frauen; vor sieben Jahren waren es nur 41 Prozent. Das neue Epidemic Update 2004, das heute veröffentlicht wurde, zeigt, dass Frauen und Mädchen in allen Regionen der Welt zunehmend von der Krankheit betroffen sind, und die Epidemie wächst ständig.

    Die derzeitigen Präventionsoptionen reichen nicht aus. Wenn Frauen und Mädchen eine echte Chance erhalten sollen, sich zu schützen, liegt ihre beste Möglichkeit in der schnellen Entwicklung neuer HIV-Präventionstechnologien wie Mikrobizide, die Frauen selbst steuern können.

    In Anbetracht der kürzlich veröffentlichten Statistik zur Lage der Epidemie und ihrer Auswirkungen auf Frauen und Mädchen müssen die Regierungen in der gesamten Welt ihre Investitionen in die Mikrobizid-Erforschung und -Entwicklung drastisch anheben. Die Pharmazeutika-Industrie muss ebenso weiterhin eine starke Führungsrolle an den Tag legen und neue Antiviral-Agenten zum Testen als Mikrobizide verfügbar machen. Mikrobizide zu finden ist von grösster Bedeutung, wenn wir die Millennium Development Goals erzielen wollen.

    Mit einer zusätzlichen weltweiten Investition in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar (771 Mrd. Euro) könnten sich Mikrobizide innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre in den Händen der Frauen in Entwicklungsländern befinden und innerhalb von drei Jahren möglicherweise 2,5 Mio. Leben retten.

    Laut UNAIDS-Bericht stieg die Zahl der HIV-infizierten Frauen seit 2002 in allen Regionen der Welt an. Der drastischste Anstieg fand in Ostasien (56 % Anstieg) statt, gefolgt von der Region in Osteuropa und Zentralasien (48 % Anstieg). In den USA ist AIDS die dritthäufigste Todesursache für afro-amerikanische Frauen im Alter zwischen 35 und 44 Jahren. Die Infektionsraten bei jungen Frauen sind besonders hoch. In Kenia kommen auf 20 junge HIV-infizierte Männer 45 HIV-infizierte Frauen. In Sub-Sahara-Afrika sind 76 % der jungen (15 bis 24 Jahre) HIV-infizierten Menschen Mädchen unter 20.

    Mikrobizide

    Mikrobizide sind Substanzen, die HIV, das AIDS-verursachende Virus, abtöten oder immobilisieren. Mikrobizide befinden sich in der Entwicklung zur Verwendung als Vaginalgel oder -crème, oder sie können in einem Schwamm oder Vaginalring enthalten sein, von wo das Medikament über Tage und Wochen langsam abgegeben würde. Mikrobizide würden Frauen eine Möglichkeit geben, sich vor HIV zu schützen, und könnten das zugrunde liegende Ungleichgewicht ändern, das so viele Frauen anfällig für die Infektion macht.

    Unternehmensprofil IPM

    IPM ist bestrebt, so bald wie möglich ein sicheres und effektives Mikrobizid für Frauen in Entwicklungsländern bereitzustellen. Das IPM identifiziert die aussichtsreichsten Technologien und investiert seine Ressourcen, um ihre Entwicklung zu einsetzbaren Produkten zu unterstützen. Angesichts der derzeitigen wissenschaftlichen Fortschritte und der Identifizierung einer Reihe potenzieller Mikrobizidalagenten könnte ein effektives Mikrobizid bis zum Ende des Jahrzehnts entwickelt werden. IPM wird von Chief Executive Officer Dr. Zeda Rosenberg, Mikrobiologin mit Harvard-Schulung und Advokatin öffentlicher Gesundheit, geleitet.

    Zu den Spenden an IPM gehören die Regierungen Dänemarks, Irlands, der Niederlande, Norwegens und Grossbritanniens sowie die Bill and Melinda Gates Foundation, die Rockefeller Foundation, die World Bank und die UNFPA. Im Jahr 2004 ging IPM Vereinbarungen mit Tibotec Pharmaceuticals Ltd., einem belgischen Tochterunternehmen von Johnson and Johnson, Inc., und GlaxoSmithKline ein, um Mikrobizidkomponenten zu entwickeln bzw. zu testen.

    Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die IPM-Website: http://www.ipm-microbicides.org

ots Originaltext: International Partnership for Microbicides
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.ch

Pressekontakt:
Annmarie Leadman, +1-301-608-2221, von International Partnership for
Microbicides, aleadman@ipm-microbicides.org



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