Wyeth Pharmaceuticals

Patienten mit rheumatoider Arthritis können von ENBREL in Kombination mit Methotrexat profitieren

Amsterdam (ots/PRNewswire) - Patienten mit rheumatoider Arthritis und in Behandlung mit einer Standard-Methotrexat-Therapie können laut neuen Daten aus einer einjährigen Open-Label-Erweiterung der internationalen TEMPO-Studie von der zusätzlichen biologischen Behandlung mit ENBREL(x) (Etanercept) profitieren.[1]. Die heute im Rahmen des European Congress of Rheumatology (auch bekannt als European League Against Rheumatism - EULAR) 2006 präsentierten Studienergebnisse zeigten zudem, dass das Sicherheitsprofil und die klinische Wirksamkeit einer Kombinationstherapie aus ENBREL und Methotrexat bei vierjähriger Behandlungszeit anhielten [1]. Bei der TEMPO-Erweiterungsstudie handelte es sich um eine 52-wöchige Open-Label-Studie mit Patienten, die zuvor die 3-jährige doppelblinde TEMPO-Studie abgeschlossen hatten. Am Ende der dreijährigen TEMPO-Studie nahmen 227 Patienten, welche die spezifischen vorgegeben Kriterien erfüllten, an der einjährigen Open-Label-Erweiterung teil. Alle Patienten erhielten eine Kombinationsbehandlung aus ENBREL und Methotrexat. Patienten, die während der dreijährigen doppelblinden TEMPO-Studie eine Methotrexat-Monotherapie erhielten, wurden auf eine Kombinationstherapie aus ENBREL und Methotrexat (Az. = 55) umgestellt. Patienten, die während der dreijährigen doppelblinden TEMPO-Studie eine ENBREL-Monotherapie erhielten, wurden auf eine Kombinationstherapie aus ENBREL und Methotrexat (Az. = 76) umgestellt. Patienten, die während der dreijährigen doppelblinden TEMPO-Studie eine Kombinationstherapie erhielten, blieben bei dieser (Az. = 96). Zu den Auswirkungen der Ergebnisse meinte Studienforscher Dr. Emilio Martín Mola, Leiter der rheumatologischen Abteilung der Universitätsklinik La Paz in Madrid sowie Professor an der Autonomen Universität von Madrid: "Der Zustand von Patienten mit rheumatoider Arthritis, die nach einer angemessenen Methotrexat-Behandlung unter aktiver Erkrankung leiden, kann sich durch den Zusatz von Etanercept deutlich verbessern. Ob auch neu diagnostizierten Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis diese Kombinationsbehandlung verabreicht werden soll, steht noch zur Diskussion. Für jene Patienten, die an aggressiver rheumatoider Arthritis leiden, ist diese Therapieoption jedoch ideal." Heather Widnall (GB) leidet an rheumatoider Arthritis und wurde 4 Jahre lang mit der Kombinationstherapie aus ENBEL und Methotrexat behandelt. "Bevor ich mit der Einnahme von ENBREL und Methotrexat begann, schmerzten meine Gelenke und waren geschwollen; Ich hatte grosse Mühe beim Gehen, Ergreifen von Gegenständen, Ankleiden am Morgen und im alltäglichen Leben überhaupt. Im Laufe der letzten 4 Behandlungsjahre hat sich meine Lebensqualität eindeutig verbessert und ich fühle mich weniger behindert."[1] Die Ergebnisse der einjährigen Open-Label-Erweiterung der TEMPO-Studie mit 227 Patienten zeigten, dass die Kombinationstherapie mit ENBREL und Methotrexat zu einer klinischen Verbesserung führte und im Allgemeinen während der einjährigen Studie [1] gut vertragen wurde. 50% der Patienten, die ENBREL und Methotrexat für die Dauer von 4 Jahren einnahmen, erzielten eine klinische Remission auf Basis des Disease Activity Score (DAS - Instrument zur Messung der Krankheitsaktivität) von weniger als 1,6, dem primären Endpunkt für die klinische Wirksamkeit, im Vergleich zu 38,7% nach drei Jahren [1]. 74% der Patienten, die ENBREL und Methotrexat für die Dauer von 4 Jahren einnahmen, erzielten einen DAS von weniger als 2,4 (geringe Krankheitsaktivität) im Vergleich zu 66,7% nach drei Jahren [1]. Der DAS ist ein Kombi-Index zur Messung der Krankheitsaktivität bei rheumatoider Arthritis (RA) und ist ein validiertes Instrument zu Verwendung bei klinischen Studien. Er bildet die Basis für die EULAR-Reaktionskriterien. Zudem zeigten die Daten auch, dass der Zusatz von ENBREL bei jenen RA-Patienten, die mit einer dreijährigen Methotrexat-Monotherapie behandelt wurden und eine mässige Krankheitsaktivität aufwiesen, die klinische Wirksamkeit weiter verbesserte und sie beinahe dieselbe Reaktion erzielten wie Patienten mit einer vierjährigen Kombinationstherapie (mittlerer DAS 1,9 im Vgl. zu 1,8)[1]. Die zusätzliche Verabreichung von Methotrexat bei Patienten mit einer dreijährigen ENBREL-Monotherapie führte überdies zu Verbesserungen nach 4 Jahren (mittlerer DAS 2,2)[1]. Die Anteile der Patienten, die eine klinische Remission durch zusätzliche Verabreichung von ENBREL zu Methotrexat sowie Zugabe von Methotrexat zu ENBREL nach 4 Jahren erzielten, lagen bei 41,8% bzw. 38,2% und unterschieden sich statistisch gesehen weder voneinander noch im Vergleich zur Kombinationsgruppe. Ailsa Bosworth, CEO der National Rheumatoid Arthritis Society (GB) dazu:" Rheumatoide Arthritis ist eine schmerzhafte und zur Debilität führende Krankheit, die nicht nur jene Menschen, die darunter leiden, betrifft, sondern auch deren Familien, Freunde und Arbeitgeber. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Personen mit rheumatoider Arthritis Zugang zu Behandlungen haben, die nachweislich die Progression von Gelenkschäden hemmen und die körperliche Funktionsfähigkeit verbessern." PD Dr. Stevo Knezevic, medizinischer Direktor von Wyeth Europe: "Diese Ergebnisse geben klar zu erkennen, dass RA-Patienten mit einer Methotrexat- oder ENBREL-Monotherapie von einer Behandlung mit einer ENBREL-Methotrexat-Kombinationstherapie profitieren können. Es ist äusserst wichtig, dass Leistungserbringer diese Behandlungen geeigneten Patienten so rasch wie möglich zugänglich machen." Rheumatoide Arthritis betrifft etwa 0,5 bis 1% der erwachsenen Bevölkerung weltweit, [2], und hierbei doppelt so viele Frauen als Männer [2]. RA ist eine häufig progressive, destruktive, chronische und systemische Autoimmunerkrankung unbekannter Ätiologie [3]. Patienten mit rheumatoider Arthritis leiden unter Schmerzen, Entzündungen und Morgensteifigkeit, in der Regel in den kleinen Hand- und Fussgelenken und häufig symmetrisch [3]. Im Zuge der Krankheitsprogression können irreparable Gelenkschäden zu Verlust der Funktionsfähigkeit und körperlicher Behinderung führen[4]. Rheumatoide Arthritis kann sich zu einer verheerenden Krankheit entwickeln, die die Lebensqualität beeinträchtigen und zu erhöhter Depressionsanfälligkeit führen kann. Während der ersten 2 oder 3 Jahre der Krankheit stellt sich bei 20 bis 30% der Patienten Arbeitsunfähigkeit ein[6]. Innerhalb von 10 Jahren nach Ausbruch werden mindestens 50% der Patienten arbeitsunfähig[7]. Da es sich bei rheumatoider Arthritis um eine systemische Erkrankung handelt, kann sie auch zu Lungen-, Augen- und Herzleiden[3] führen. In der EU ist ENBREL als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat für die Behandlung von aktiver rheumatoider Arthritis bei Erwachsenen zugelassen, wenn die Reaktion auf eine vorangegangene DMARD-Therapie, einschliesslich Methotrexat (sofern nicht kontraindiziert) unzureichend war. ENBREL ist auch für die Behandlung von schwerer, aktiver und progressiver rheumatoider Arthritis bei Erwachsenen ohne vorangegangene Methotrexat-Behandlung angezeigt. Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis hat ENBREL als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat nachweislich die Progression der krankheitsassoziierten Strukturschäden verlangsamt, wie radiologisch bestätigt wurde. ENBREL wird mittels Injektion verabreicht und die empfohlene Dosis liegt bei 50 mg 1x wöchentlich für alle rheumatologischen Indikationen bei Erwachsenen. Seit der Einführung des Produkts wurden schwere Infektionen, einige mit tödlichem Ausgang, bei Patienten unter Behandlung mit ENBREL beobachtet. Patienten sollten ihren Arzt über allfällige gegenwärtige Infektionen oder eine allgemeine Anfälligkeit für Infektionen informieren. Patienten sollten keinesfalls mit einer ENBREL-Therapie beginnen, wenn sie an einer Infektion jeglicher Art leiden oder auf ENBREL bzw. einen seiner Bestandteile allergisch sind. ENBREL sollte bei infektionsanfälligen Patienten mit Vorsicht angewandt werden. Es wurden schwere Störungen des Nervensystems wie etwa Multiple Sklerose und/oder Entzündung der Augennerven beobachtet. [8]. Patienten sollten ihren Arzt über allfällige derartige Erkrankungen in ihrer Anamnese oder nach Beginn der ENBREL-Behandlung informieren[8]. Überdies sollten Patienten ihrem Arzt mitteilen, wenn sie aufgrund einer Herzinsuffizienz behandelt wurden. Es wurden auch seltene Fälle von schweren Bluterkrankungen, manche mit tödlichem Ausgang, berichtet. Im Falle eines Auftretens von Symptomen wie anhaltendem Fieber, blauen Flecken, Blutungen oder Blässe sollten Patienten sofort ihren Arzt aufsuchen. Es ist nicht geklärt, ob ENBREL die Ursache für diese Nervensystem- oder Bluterkrankungen ist. Stellt der Arzt ernsthafte Blutstörungen fest, so muss der Patient die ENBREL-Behandlung möglicherweise abbrechen. Zu den am häufigsten im Rahmen klinischer Studien bei RA-Patienten beobachteten Nebenwirkungen zählten Reaktionen an der Einstichstelle (ISR) (36%), Infektionen (35%) und Kopfschmerzen (17%). In seltenen Fällen traten Malignome auf. Ärzte in Europa sind seit der Markteinführung von ENBREL vor mehr als 6 Jahren mit den Vorteilen und der langfristigen Verträglichkeit des Produkts vertraut geworden. Über 400.000 Patienten mit verschiedenen Indikationen wurden bis dato weltweit mit ENBREL behandelt. Die Wirkungsweise von ENBREL beruht auf der Bindung des Tumornekrosefaktors (TNF), einem dominanten, Entzündungen verursachenden Zytokin oder regulierenden Protein, das eine wichtige Rolle sowohl bei der normalen Immunfunktion wie auch der Reaktionskaskade spielt, die den Entzündungsprozess der rheumatoiden Arthritis auslösen. Die Bindung von ENBREL an den TNF setzt den gebundenen TNF biologisch ausser Kraft, was zu einer erheblichen Senkung der Entzündungen führen kann. Wyeth Wyeth Pharmaceuticals ist eine Unternehmenssparte von Wyeth und Hersteller führender Produkte in den Bereichen Frauengesundheit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Zentralnervensystem, Entzündungen, Transplantationen, Hämophilie, Onkologie, Impfstoffe und Ernährungsprodukte. Wyeth ist eines der grössten forschenden Pharma- und Gesundheitsunternehmen der Welt. Das Unternehmen ist führend bei der Entdeckung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Arzneimitteln, Impfstoffen, Biotech-Produkten und rezeptfreien Medikamenten, die die Lebensqualität von Menschen weltweit verbessern Die Hauptsparten des Unternehmens sind Wyeth Pharmaceuticals, Wyeth Consumer Healthcare und Fort Dodge Animal Health ENBREL wird von Wyeth Pharmaceuticals ausserhalb von Nordamerika vermarktet. ENBREL wurde von Immunex entdeckt - nun zu Amgen gehörig (NASDAQ: AMGN) - und gemeinsam mit Wyeth Pharmaceuticals entwickelt. Die beiden Unternehmen werben gemeinsam für ENBREL auf dem nordamerikanischen Markt. [1] CSR-64179 Multizentrische Open-Label-Erweiterungsstudie zur Kombination von Etanercept und Methotrexat bei Patienten mit rheumatoider Arthritis. 11 May 2006 [2] Gabriel SE. The epidemiology of rheumatoid arthritis. Rheum. Dis. Clin. North Am. 2001;27:269-281 [3] Harris ED Jr. Rheumatoid arthritis: pathophysiology and implications for therapy. N Engl J Med. 1990;322:1277-1289 [4] Fuchs HA, Sergent JS. Rheumatoid arthritis: the clinical picture. In: Koopman WJ, ed. Arthritis and Allied Conditions: A Textbook of Rheumatology. 13th ed. Baltimore, Md: Williams & Wilkins: 1997;1:1041-1065 [5] Schned ES, Reinertsen JL. The social and economic consequences of rheumatic disease. In: Klippel JH, ed. Primer on Rheumatic Diseases. 11th ed. Atlanta, Ga: Arthritis Foundation; 1997:6-9 [6] Sokka T. Work disability in early rheumatoid arthritis. Clin Exp Rheumatol. 2003 Sep-Oct;21(5 Suppl 31):S71-4. [7] Yelin E, Henke C, Epstein W. The work dynamics of the person with rheumatoid arthritis. Arthritis Rheum. 1987 May;30(5):507-12. [8] Gladman DD et al, Psoriatic arthritis (PsA) - An analysis of 220 patients. Quarterly Journal of Medicine. New series 62, No. 238 pp. 127-141, February 1987 (x) Markenzeichen ots Originaltext: Wyeth Pharmaceuticals Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch Pressekontakt: Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Jes Lauritzen, Ketchum, Büro: +44(-20)-7611-3650, Mobil: +44-7962-44-55-25, E-Mail: jes.lauritzen@ketchum.com; Peter O'Brien, Wyeth Pharmaceuticals, Büro: +353-1-4694707, Mobil: +353-(87)-8114637, E-Mail: obrienp7@wyeth.com, Fax: +353-1-469-4797

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