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Lohnverhandlungen im Bauhauptgewerbe abgeschlossen

    Zürich (ots) - Gemeinsame Medieninformation des Schweizerischen Baumeisterverbandes SBV und der Gewerkschaften Unia-GBI und Syna

Generelle Lohnerhöhung von rund 1.5%

Nach vier schwierigen Verhandlungsrunden und nach der nochmaligen Diskus-sion in den zuständigen Gremien vor dem letzten Verhandlungstermin von heute Montag, 22. November, haben sich die Sozialpartner im Bauhauptgewerbe doch noch auf einen Kompromiss einigen können. Das wirtschaftliche Umfeld, die unklaren Prognosen für die   Bauwirtschaft für das Jahr 2005 und eine immer noch allgemein schlechte Ertragslage der Bauwirtschaft führten beim Schweizerischen Baumeisterverband zu grosser Zurückhaltung bei der Lohnfrage. Auf der anderen Seite verlangten die Gewerkschaften, dass die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Bauarbeiter und die Notwendigkeit der Kaufkrafterhaltung inklusive Ausgleich der im Teuerungsindex nicht abgebildeten zusätzlichen Kosten (Krankenkassenprämien, SUVA-Nichtbetriebsunfallversicherung, Risikoprämie bei der 2. Säule usw.) berücksichtigt werden. Die nun gefundene Lösung für die Lohnrunde 2005 stellt vor diesem gegensätzlichen Hintergrund einen für beide Seiten annehmbaren Kompromiss dar, da insbesondere die tiefen Löhne überdurchschnittlich profitieren. Es wurde eine generelle Lohnerhöhung von Fr. 80.– per 1. März 2005 für alle dem Landesmantelvertrag des Bauhauptgewerbes unterstellten Arbeitnehmer verein-bart. Die Lohnanpassung wird allgemeinverbindlich erklärt. Damit sind auch alle Nichtverbandsfirmen, die Temporärfirmen und die ausländischen Anbieter unter-stellt. Gleichzeitig werden auch die vertraglichen Minimallöhne um Fr. 80.– angehoben und die Stundenlöhne analog um 50 Rappen erhöht. Zusätzlich wird die minimale Mittagsentschädigung um einen Franken von Fr. 11.- auf Fr. 12.- pro Tag angeho-ben. Diese Entschädigung wird bezahlt, wenn die Bauarbeiter über Mittag nicht nach Hause gehen können. Mit dieser generellen Lohnerhöhung von durchschnittlich 1.5% liegt der Abschluss leicht über der aktuellen Teuerung von 1.3%. Bei den tiefen Löhnen um die 4000 Franken macht die Lohnerhöhung jedoch 2% aus und stützt diese besonders. ______________________

    Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Vertragspartner gerne zur Verfügung:

SBV: Daniel Lehmann, 01 258 82 03 Unia-GBI: Hansueli Scheidegger; 079 441 74 35 Syna: Peter Scola, 079 657 02 02



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