Redaktionskommission der sda

Die sda-Redaktion fordert einen nationalen GAV

    Bern (ots) - Die Redaktorinnen und Redaktoren der Schweizerischen Depeschenagentur (sda) haben sich in einer firmeninternen Umfrage mit erdrückender Mehrheit für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ausgesprochen. 92 Prozent der Antwortenden (65 Voten) fordern den Verband Presse Schweiz auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren und mit den Gewerkschaftsvertretern einen Gesamtarbeitsvertrag für die Deutschschweiz und das Tessin auszuhandeln. Presse Schweiz hatte am 16. September an der Mitgliederversammlung beschlossen, auf einen GAV in Zukunft zu verzichten.

    Die Umfrage zeigt, dass das Redaktionspersonal einem GAV inklusive einem Regulativ über die Mindestlöhne grosse Bedeutung beimisst. Nur gerade gut 8 Prozent der Antwortenden sind bereit, auf einen nationalen GAV zu verzichten und stattdessen einen Betriebsvertrag auszuhandeln.

    Aus diesem Grund beteiligen sich die sda-Redaktorinnen und -Redaktoren am heutigen Dienstag am Aktionstag der Gewerkschaften impressum und comedia für einen GAV in der Deutschschweiz und dem Tessin. Die Redaktionskommission führt dazu am Dienstagmittag eine Informations-Versammlung durch und fordert die Kolleginnen und Kollegen auf, die Protesterklärung der Gewerkschaften zu unterzeichnen.

    Die sda-Redaktion unterstreicht mit ihrer Umfrage die Bedeutung minimaler Standards für die Medienbranche. Geregelte Mindestlöhne, Kündigungsfristen, Lohnfortzahlungen und Ferienregelungen sind kein alter Zopf. Solche Regeln sichern faire Arbeitsbedingungen in der gesamten Branche und den sozialen Frieden.

    Die Umfrage richtete sich an die schweizweit rund 170 Redaktorinnen und Redaktoren (ohne Kader) der sda. Die Umfrage wurde letzten Donnerstag gestartet und am Montag abgeschlossen. Geantwortet haben 71 Personen, was einer Rücklaufquote von 42 Prozent entspricht. Diese Rücklaufquote ist als sehr gut zu bezeichnen, da während der kurzen Antwortfrist ein bedeutender Teil der Redaktionsmitglieder wegen dem sda-Schichtsystem und zahlreichen Teilzeitpensen nicht anwesend war.

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