Karlsberg Brauerei

Unternehmensverbund Karlsberg: Bilanzpressekonferenz 2004 - "Flexibilität ist Schlüssel für Zukunft"

Dr. Richard Weber, Geschäftsführende Gesellschafter der Karlsberg Brauerei. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/Karlsberg Brauerei"

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    - Karlsberg Verbund erzielt überdurchschnittliches Ergebnis

    - Strategie der Beweglichkeit sichert nachhaltiges Wachstum

    Homburg (ots) - Politische Turbulenzen und anhaltend negative Rahmenbedingungen prägten das Geschäftsjahr 2003/2004 des Karlsberg Verbunds. Dennoch konnte der Geschäftsführende Gesellschafter, Dr. Richard Weber, auf der Bilanzpressekonferenz ein gutes Jahresergebnis präsentieren. So wuchsen die Gesamt-Umsatzerlöse im Berichtsjahr um 4,1 Prozent (von 647 auf 673 Mio. Euro). Dieses Resultat - andere Getränkeunternehmen mussten aufgrund des staatlich verhängten Zwangspfands auf Einwegverpackungen drastische Absatzeinbussen hinnehmen - bestätige die bewegliche Multi-Channel-Strategie des Karlsberg Verbunds. Mit starken Innovationen und einem Höchstmass an Flexibilität konnte der Unternehmensverbund die exogenen Einflüsse der Politik kompensieren. Dr. Weber resümiert: "Der Karlsberg Verbund hat im vergangenen Jahr eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Strategie verfolgt, die unser Wachstum, unsere Arbeitsplätze und unsere Marken langfristig sichert."

    Mit dem positiven Ergebnis erzielte der Karlsberg Verbund, der mit seinen über 20 operativen Unternehmen und Beteiligungen zu den Top Ten der Getränkehersteller zählt, ein besseres Resultat als die durch das Zwangspfand gebeutelte Branche insgesamt. "Selten hat sich eine politische Entscheidung derart radikal auf die ganze Branche ausgewirkt", kommentiert Dr. Weber. Die Auswirkungen des Pflichtpfandes haben sich vor allem im deutschen Karlsberg-Biersegment in den Einweg-Ergebnissen niedergeschlagen. Jedoch konnten grosse Teile der Mengenverluste im Einwegbereich durch Zugewinne mit Mehrwegprodukten ausgeglichen werden.

    Risiken zu Chancen machen

    Der Karlsberg Verbund habe stets nach vorne geblickt und es verstanden, aus Risiken Chancen  zu machen, so der Geschäftsführende Gesellschafter. So standen z. B. den hohen Inlandsrückgängen im Einwegbereich am Berichtsjahresende schon beträchtliche Exporterhöhungen gegenüber. Mit der Karlsberg International Brand GmbH, an der die Brau Holding International AG (BHI, ein Joint Venture des internationalen Heineken-Konzerns und der Schörghuber Unternehmensgruppe) seit Anfang 2003 eine 45prozentige Beteiligung hält, erreiche man grosse strukturelle Flexibilität. Schneller und effektiver als die Branchen-Mitbewerber habe man frühzeitig die Chancen internationaler Partnerschaften erkannt und für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmensverbunds genutzt. Die Karlsberg International Brand bündelt als Holding die Unternehmen des deutschen Biersegments, darunter die Karlsberg Brauerei GmbH und die Königsbacher Brauerei AG.

    Karlsberg, so Dr. Weber, setzt kontinuierlich auf eigene Marken und forciert Mehrweggebindeformen. So habe man im Bereich der Handelsmarken im Berichtsjahr kalkulierte Absatzverminderungen vorgenommen.

    Obwohl nach Einschätzung Dr. Webers das Thema Zwangspfand noch immer nicht abgeschlossen sei, habe der Karlsberg Verbund unterm Strich die Umstellung von der Dose - die gerade bei der Karlsberg Brauerei über Jahrzehnte ein wichtiges Thema war - auf Mehrweg reibungslos bewältigt. Dennoch "braucht die ganze Branche statt des steten Stopp der Politik ein Go - und das möglichst bald", fordert Dr. Weber.

    Portfolio der starken Marken

    Trotz der negativen politischen Rahmenbedingungen konnte Karlsberg MiXery, der Marktführer im Bereich der Biermischgetränke,  den sehr positiven Vorjahresabsatz halten. Auch belegte der Mix aus Bier + Cola + X mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz bei Handelsumfragen unter Absatzmittlern und Szene-Experten. Vom Osten DeutschIands hat der führende Cola-Bier-Mix mittlerweile auch ins westliche Polen ausgestrahlt und längst einen guten und weiter ausbaufähigen Bekanntheitsgrad erreicht, erörterte Dr. Weber. Im Zuge der EU-Osterweiterung ist geplant, neue Absatzmärkte für MiXery, aber auch andere Karlsberg-Produkte, zu erschliessen.

    Das internationale Szenebier Desperados befand sich im Berichtsjahr bei den Zielgruppen in einem gnadenlosen Wettbewerb mit Spirituosen-Mixgetränken. Mit Gebindeinnovationen, wie dem neuen 4-Pack, dem dazugehörigen Displaykasten, der neuen Reliefflasche und der D-XL-Gebindeform, wurde die Markenpräsenz der Bierspezialität gestärkt. Der Verbund setzt daher weiter auf die Wachstumsstärke der Marke.

    Das französische Biersegment (Brasserie de Saverne S. A. und Karlsbräu France S. A.) des Unternehmensverbunds schloss das vergangene Jahr mit einem Rekordabsatz ab.

    Die Auswirkungen des Zwangspfand auf Einwegverpackungen haben zusammen mit kalkulierten Mengenverminderungen dazu geführt, dass die Umsatzerlöse des Biersegments (325 Mio. Euro) die Höhe des vorangegangenen Jahres insgesamt nicht ganz erreicht haben.

    Flexibilität -  Schlüsselwort für die Zukunft

    Einen wesentlichen Schritt nach vorne hat der Karlsberg Verbund mit dem Joint Venture zwischen dem Karlsberg-Saftsegment und Niehoffs Vaihinger gemacht. Der Zusammenschluss in der tucano Holding werde die Marktposition im Fruchtsaftsegment langfristig sichern, so der Geschäftsführende Gesellschafter. "Es bündelt unsere Kompetenzen, Marken zu führen, Neuprodukte zu lancieren und den Markt zu bearbeiten. Wir erzielen Synergien, von denen auch unsere Kunden profitieren werden."

    Die tucano Holding, an denen Karlsberg zu 75 Prozent beteiligt ist, ist mit ihren operativen Unternehmen (Merziger Fruchtsäfte GmbH, Niehhoffs Vaihinger Fruchtsäfte GmbH, Klindworth Fruchtsäfte GmbH und tucano Vertriebs GmbH & Co. KG) ein Baustein der neuen, wesentlich flexibleren Unternehmensstruktur im Verbund in den Bereichen Wasser und Fruchtsaft, erörtert Dr. Weber. Die Firmenphilosophie "heute tun, was andere morgen denken" erhält damit eine neue Dimension: "Near juice" und "Near water" werden Pfeiler für eine Dynamisierung des alkoholfreien Segments.

    Im internationalen Fruchtsaftbereich des Karlsberg Verbunds legte die Erwin Dietz GmbH, die auch stark in zukunftsweisende Gebindeformen investiert, in Absatz und Umsatz kräftig zu. Auch der französische Saftspezialist Cidou S. A. konnte seine Absatz- und Ertragslage deutlich verbessern.

    Die strategische Neuorientierung und Reorganisation der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG trägt - wie prognostiziert - erste Früchte. Die signifikante Kostenentlastung und das deutliche Absatzwachstum sind hierfür der beste Beweis.

    Die OKKO Getränke GmbH konnte den Absatz und den Umsatz der Erfrischungsgetränke der Marke Coca-Cola wesentlich steigern.

    Die gesamten Umsatzerlöse des Segments Alkoholfreie Getränke im Karlsberg Verbund kletterten von 233 Mio. Euro auf 270 Mio. Euro (+15,8 Prozent).

    Zukunftorientierte Leistungskraft vor kurzfristiger Optik

    Im Dienstleistungssegment des Karlsberg Verbunds hat die auf das Gastronomie-Direktgeschäft spezialisierte Südwest Getränke Plus GmbH ihre umfassende Kundenbetreuung kontinuierlich ausgebaut und bietet ein breites Waren- und Service-Sortiment an. Die Vernetzung zwischen Karlsberg und mittelständischen Unternehmen des Getränkefachgrosshandels wurde weiter ausgebaut. Im Bereich Getränkefachgrosshandel wurden insgesamt deutlich verbesserte, positive operative Ergebnisse erzielt.

    Des weiteren hob der Karlsberg-Unternehmenschef im Geschäftsfeld Dienstleistungen den im Berichtsjahr gestiegenen Absatz der serviPlus GmbH, Saarbrücken, an Heiss- und Kaltgetränken hervor. Die Tiefkühlkostzentrale in St. Ingbert stellte wegen der veränderten Vertriebsstruktur bei Langnese das Eisgeschäft auf Schöller-Produkte um und baute ihr Markensortiment mit hochwertigen Convenience-Produkten und mit einem umfangreichen Frischegeschäft aus.

    Die Ergebnisse des Karlsberg-Dienstleistungssegments im Berichtsjahr (78 Mio. Euro) übertrafen das Vorjahr (73 Mio. Euro) um 6,7 Prozent.

    Insgesamt blickt der Geschäftsführende Gesellschafter des Karlsberg Verbunds sehr zuversichtlich in die Zukunft: " Wir haben eine solide Basis, die die geplante strategische Neuorientierung in einer flexiblen Struktur ermöglicht. Wir werden weiterhin auf Innovationen setzen und bestehende Geschäftsfelder ausbauen."

ots Originaltext: Karlsberg Brauerei
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