Angestellte Schweiz / Employés Suisse

«Gring ache u seckle» - jetzt gilt es für die Industrie, fit zu bleiben

Zürich (ots) - Seit Jahren befindet sich die Schweizer Industrie auf einem Marathonlauf, der an die Substanz geht - und nicht jeder kommt dabei ins Ziel: In den letzten 15 Jahren verschwanden rund 150 000 Stellen - trotzdem trägt die Industrie immer noch rund einen Fünftel zum BIP bei. Ob das Ziel erreicht wird, hängt indes nicht von der Härte des Laufs ab, sondern von der erarbeiteten Fitness. Unternehmen, die sich in der Vergangenheit nicht beweglich genug gehalten haben und fahrlässig mit dem erwirtschafteten Gewinn umgegangen sind, bleiben auf der Strecke. Kämpfen und durchhalten aber lohnt sich. Am Ziel winkt eine «fette» Prämie in Form der Industrie 4.0, die für gut aufgestellte und fitte Läufer grosse Chancen bietet.

Laut den meisten Konjunkturforschern scheint das Ziel nicht mehr weit entfernt zu sein. Damit es erreicht werden kann, braucht es aus Sicht der Angestellten Schweiz folgende "Verhaltensregeln":

1. Das eigene Team bei der Stange halten Damit der Industrie nicht die Basis entzogen wird, sind die Arbeitsplätze in der Schweiz zu erhalten. Wenn nötig ist eine allfällige Durststrecke mit Kurzarbeit zu überbrücken. In der Industrie 4.0 werden neue Skills gefragt sein. Die Angestellten sind entsprechend weiterzubilden. 2. Unterstützung von aussen annehmen Die kürzlich vom Bundesrat auf 18 Monate verlängerte Beitragszeit für die Kurzarbeitsentschädigung ist voll auszuschöpfen, wenn damit Arbeitsstellen gesichert werden können. Ebenso sollen Unternehmen die Aufstockung der KTI- Sondermassnahmen zur Innovationsförderung im Umfang von 61 Millionen Franken nutzen und entsprechende Innovationsprojekte lancieren. 3. Gier nach Gold und Dividende zurückstellen Die Industrie hat lange von goldenen Zeiten profitiert und riesige Gewinne eingefahren. Nach fetten kommen magere Jahre, so steht es schon in der Bibel. Die finanziellen Mittel sind jetzt, bis wieder bessere Zeiten kommen, in die eigene Fitness und in die Angestellten zu investieren, statt in Dividenden und Boni.

Nur so wird die Industrie wieder zum Vorbild für die Jungen und kann diese zum Mitlaufen bewegen. Gelingt dies nicht, wird sich das unerbittlich rächen. Dann nämlich werden der Industrie 4.0 die dringend benötigten Arbeitskräfte fehlen.

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