Schweizerischer Bauernverband

Bauernverband nicht im Trägerverein der Landschaftsinitiative

Brugg (ots) - Die Landwirtschaftskammer (Laka) – das Parlament der Bauern - hat beschlossen, dass der Schweizerische Bauernverband (SBV) dem Trägerverein der Landschaftsinitiative, trotz Sympathie für die Grundanliegen, nicht beitritt und sich damit nicht aktiv an der Unterschriftensammlung beteiligt. Die eidgenössische Volksinitiative „Raum für Mensch und Natur“ (Landschaftsinitiative) hat die haushälterische Nutzung des Bodens, die geordnete Besiedlung sowie den Schutz des Kulturraumes zum Ziel. Um sich eine fundierte Meinung zu den Vor- und Nachteilen der Initiative zu bilden, gab die Landwirtschaftskammer dem Präsidenten des Vereins „Ja zur Landwirtschaftsinitiative“ und Zentralsekretär von Pro Natura, Otto Sieber, als Befürworter und Nationalrat und Mitglied der UREK, Markus Zemp, als Gegner die Möglichkeit, ihre Argumente darzulegen. Nach eingehender Diskussion beschlossen die Mitglieder der Laka, die Lebensrauminitiative nicht zu unterstützen. Dies obwohl in der Landwirtschaft durchaus Sympathien für deren Anliegen, insbesondere den Schutz des Kulturlandes, vorhanden sind. Ausschlaggebend für den Entscheid waren einerseits der Zeitpunkt, es steht eine Totalrevision des Raumplanungsgesetzes an, und andererseits mögliche negative Auswirkungen. Es wird befürchtet, dass mit der Initiative in den letzten Revisionen erkämpfter, verbesserter Handlungsspielraum für die Bauernfamilien wieder verloren geht und damit die unternehmerischen Aktivitäten eingeschränkt werden. Ausserdem besteht die Gefahr eines Anstiegs der Landpreise und von zusätzlichen Nutzungsauflagen. Die Laka hat weiter die Ja-Parole zur 5. IV-Revision gefasst, über die das Volk am 17. Juni abstimmen wird. Rückfragen: Ulrich Ryser, Leiter Treuhand und Schätzungen SBV, Tel. 056 562 52 64 Sandra Helfenstein, Mediensprecherin SBV, Tel. 056 462 52 21, Mobile 079 826 89 75 www.sbv-usp.ch

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