Boehringer Ingelheim

Klinische Studien untersuchen Abnahme der NNRTI-Resistenz nach Nevirapine-Einzeldosis bei Mutter-Kind-Übertragungen

BANGKOK, Thailand, July 15 (ots/PRNewswire) - Neue Ergebnisse klinischer Studien mit Nevirapine (Viramune(R)) belegen, dass durch die Zugabe von Combivir (AZT+3TC) zur Therapie eine Abnahme der Resistenz nach Verabreichung von Einzeldosen an Mutter und Kind zur Reduktion der Mutter-Kind-Übertragung von HIV-1 erzielt werden kann. Die letzten Daten(1) deuten darauf hin, dass die Entwicklung der NNRTI-Resistenz(2) bei Frauen, die in Mutter-Kind-Übertragungssituationen mit Einzeldosen behandelt werden, potenzielle Auswirkungen auf zukünftige Reaktionen auf die Behandlung mit jenen Therapien hat, die Nevirapine enthalten. Boehringer Ingelheim hat eine Reihe klinischer Studien zur Untersuchung der wichtigen Probleme der Medikamentenresistenz in Mutter-Kind-Übertragungsituatio­nen unterstützt oder durchgeführt. Eine dieser Studien wurde in Südafrika durchgeführt; durch sie wurde untersucht, ob die 3- bis 7-tägige Behandlung von Müttern (mit Säuglingen) mit Combivir(R) (AZT + 3TC) nach einer Einzeldosis-Therapie von Nevirapine die Entwicklung von NNRTI-Resistenz in HIV-infizierten Müttern senken kann. Eine vorläufige Zwischenanalyse ergab, dass die Zugabe von Combivir zur Einzeldosis-Nevirapine-Therapie über 4 oder 7 Tage nach der Entbindung die Entwicklung der NNRTI-Resistenz bei HIV-infizierten Müttern signifikant verringern kann. "Die derzeit laufende Forschung stellt einen wichtigen Schritt bei der Optimierung von Therapien zur Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV-1 in den Entwicklungsländern dar; gleichzeitig bleiben zukünftige Behandlungsoptionen für HIV-infizierte Frauen offen", erläutert Dr. Barner, Mitglied des Vorstands von Boehringer Ingelheim. Boehringer Ingelheim geht davon aus, dass in naher Zukunft verfügbare zusätzliche Daten die Bewertung dieser Optionen unterstützen werden. In den zuletzt veröffentlichten so genannten pMTCT-Guidelines(3) hielt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fest, dass die Bedenken zur Resistenz mit der Durchführbarkeit von Einzeldosis-Nevirapine-Therapien im Vergleich zu anderen Therapien und mit dem dringenden Notwendigkeit, die Programme zur Verhinderung von Mutter-Kind-Übertragungen auszubauen, abgewogen werden sollten: "Zwar stellen sich mit dem Ausbau des Zugangs zu Programmen für die Vorbeugung von Mutter-Kind-Übertragungen zahlreiche Herausforderungen -auch ist je eine Einzeldosis von Nevirapine für Mutter und Kind die am einfachsten verabreichbare Therapie -, trotzdem sollten diese Programme nach Möglichkeit die Einführung komplexerer ARV-Therapien in Betracht ziehen. Der Ausbau von Programmen zur Vorbeugung von Mutter-Kind-Übertragung mit einer Einzeldosis Nevirapine sollte nicht behindert werden, auch wenn gleichzeitig die notwendigen Verbesserungen im Gesundheitssystem vorgenommen werden, mit denen die Anwendung von komplexeren ARV-Therapien möglich wird." Boehringer Ingelheim wird auch weiterhin im Rahmen des Viramune(R) Spendenprogramms Nevirapine (Viramune(R)) zur Vorbeugung gegen Mutter-Kind-Übertragung von HIV-1 gratis abgeben, da in den Entwicklungsländern, in denen eine chronische Behandlung nur selten zur Verfügung steht, ein besonderer Bedarf vorhanden ist. Darüber hinaus wird Boehringer Ingelheim die Forschung nach neuen Lösungen zur besseren Vorbeugung der Mutter-Kind-Übertragung weiterhin unterstützen. Das Viramune(R) Spendenprogramm Im Jahr 2000 gab Boehringer Ingelheim bekannt, dass das Unternehmen zur Verminderung der (Mutter-Kind-Übertragung) von HIV-1 in den Entwicklungsländern seinen nicht-nukleosidalen Retrotranskriptasehemmer (Non-nucleoside Reverse Transcriptase Inhibitor, NNRTI), das antiretrovirale Viramune(R) als Spende abgeben wird. Der Einsatz von Viramune(R) zur Vorbeugung der Mutter-Kind-Übertra­gung wird durch die Ergebnisse klinischer Erprobungen unterstützt, welche die Wirksamkeit von Nevirapine in Einzeldosis in diesen Situationen belegen. In diesem Rahmen wurde das Produkt an 110 Programme zur Vorbeugung der Mutter-Kind-Übertragung in über 50 Ländern gratis abgegeben. Nähere Informationen finden sich unter http://www.pmtctdonations.org. Informationen zu Viramune Viramune(R) (Nevirapine) ist ein nicht-nukleosidaler Retrotranskriptasehemmer (Non-nucleoside Reverse Transcriptase Inhibitor, NNRTI), dessen Einsatz in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen zur Behandlung von HIV-1-Infektionen indiziert ist. Diese Indikation gründet sich auf eine klinische Hauptstudie, welche die länger anhaltende Unterdrückung von HIV-RNA belegt, sowie auf zwei kleinere unterstützende Erprobunge. Die klinisch bedeutsamsten mit Viramune in Verbindung gebrachten unerwarteten schädigenden Vorfälle waren Hautausschläge und die Leber betreffende Ereignisse, bei denen auch Todesfälle auftraten. Das grösste Risiko von schwerem Ausschlag und von Leberereignissen besteht in den ersten 6 Wochen der Therapie. Es ist unerlässlich, dass die Patienten auf diese Reaktionen ständig überwacht werden, besonders intensiv während der ersten Therapiemonate. Nach schweren Leberereignissen, Haut oder Hypersensibilitätsreaktionen ist die Behandlung mit Viramune abzusetzen; sie darf dann nicht mehr aufgenommen werden. Informationen zu Boehringer Ingelheim Boehringer Ingelheim hat sich der Forschung und Entwicklung neuartiger antiretroviraler Wirkstoffe verpflichtet. Viramune(R) (Nevirapine) ist ein Produkt von bei Boehringer Ingelheim durchgeführter originärer Forschung. Viramune(R) war das erste Mitglied der Klasse von nicht-nukleosidalen Retrotranskriptasehemmern (Non-nucleoside Reverse Transcriptase Inhibitor, NNRTI) als Anti-HIV-Medikamente. Boehringer Ingelheim hat sich in der raschen Entwicklung des investigativen nicht-peptidischen Proteasehemmers (Non-peptidic Protease Inhibitor, NPPI) Tipranavir in klinischen Erprobungen der Phase III engagiert. Das Unternehmen führt Grundlagenforschung durch und engagiert sich durch sein Angebot an innovativen antiretroviralen Wirkstoffen für Ärzte und Patienten in der Verbesserung der HIV-Therapie. Weitere Informationen zu Boehringer Ingelheim finden Sie unter http://www.boehringer-ingelheim.com/hiv. (1) Martinson, Abstract N. 38, CROI, San Francisco, 2004 (2) Genotypic resistance against the Non-Nucleosidic-Reverse Transciptase-Inhibitor class of arv drugs. (Genotyxpische Resistenz gegen die nicht-nukleosidalen Retrotranskriptasehemmer-Klasse der ARV-Wirkstoffe) (3) Antiretroviral drugs for treating pregnant women and preventing HIV infection in infants, Guidelines on care, Treatment and support for women living with HIV/AIDS and their children in resource-constrained settings (Antiretrovirale Wirkstoffe für die Behandlung von schwangeren Frauen und zur Vorbeugung von HIV-Infektionen bei Säuglingen, Richtlinien zur Pflege, Behandlung und Unterstützung von Frauen mit HIV/AIDS und deren Kinder in Umgebungen mit beschränkten Mitteln) Weltgesundheitsorganisation (WHO), Juli 2004, http://www.who.org Website: http://www.pmtctdonations.org http://www.boehringer-ingelheim.com/hiv ots Originaltext: Boehringer Ingelheim Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.ch Pressekontakt: Julia Meyer-Kleinmann, Boehringer Ingelheim GmbH, Corporate Division Communications, +49-61-32-77-8271, oder M-kleinmann@ing.boehringer-ingelheim.com

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