Verein PRS PET-Recycling Schweiz

GFK-Umfrage: Pfand auf Getränkeverpackungen unerwünscht

Zürich (ots) - Ein Pfandsystem auf Getränkeflaschen und Aludosen, welches das Littering reduzieren soll, brächte weniger Sammelstellen und höhere Kosten mit sich. Diese unschönen Begleiterscheinungen bei einem Systemwechsel lehnen die Schweizerinnen und Schweizer ab. Das sind die Resultate einer repräsentativen Umfrage, welche vom Marktforschungsinstitut GFK im Auftrag von PET-Recycling Schweiz im Februar 2013 durchgeführt wurde.

Die Umfrage hat einen aktuellen Hintergrund. CVP-Nationalrat Alois Gmür initiierte eine entsprechende parlamentarische Initiative. Die UREK-N, die Kommission des Nationalrats für Umweltthemen, lehnte sie inzwischen mit 16:8 Stimmen ab. Während der jetzt laufenden Frühjahrssession entscheidet der Nationalrat voraussichtlich über eine mögliche Pfandeinführung.

Ohne Hintergrundinformation sprach sich eine Mehrheit noch für ein Pfand aus. Nachdem die Befragten allerdings mit den Konsequenzen der Pfandeinführung konfrontiert wurden, wechselten sie die Position hin zur klaren Ablehnung.

In der Deutsch- sowie Westschweiz lehnten fast 2/3 der befragten Personen ein Pfandsystem ab. Die höchste Ablehnung gab es bei den jungen Personen, Personen mit hoher Bildung, bei jungen Familien und in ländlichen Regionen. Der Grund dafür: Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten wollen auch bei der Entsorgung hohen Komfort. Die Pfandeinführung aber würde das hervorragende, heutige Sammelsystem ablösen, welches die Grundlage bildet für die hohen Verwertungsquoten von 92% bei den Getränkeverpackungen. Beim Pfandsystem wäre nur noch der Handel für die Rücknahme zuständig. Die Zahl der Sammelstellen würde daher von heute 65'000 Sammelstellen auf 6'000 sinken. Es gäbe somit 10-mal weniger Sammelstellen als heute.

Das Wissen, dass durch das neue Pfandsystem auf die Verbraucher höhere Kosten zukommen würden, hatte nicht den gleich grossen Einfluss bei den Befragten wie die starke Einschränkung des Komforts. Aber auch hier zeigte sich, dass mit diesen Folgen weniger Personen für ein Pfand waren als ursprünglich.

Kontakt:

Jean-Claude Würmli, stv. Geschäftsführer
PET-Recycling Schweiz
E-Mail: wuermli@prs.ch
Tel.: +41/44/344'10'80


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