Schweizer Rheinsalinen

Grösste Kuppel der Schweiz nimmt Form an: Zentrales Salzlager für die Schweiz

Der Saldome® ist eine logistische Komplettlösung_ Bis zu 400 Tonnen Salz pro Stunde können um-geschlagen und zwei Lastwagen und ein Zug gleichzeitig beladen werden. Weiterer Text über ots. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/Schweizer Rheinsalinen"

Querverweis auf Bild: www.newsaktuell.ch/d/story.htx?nr=100476449

In Riburg/AG bei Rheinfelden wird derzeit an der grössten Kuppel der Schweiz gebaut. Heute wurden die ersten zehn Meter hohen Streben der ungewöhnlichen Holznetzkonstruktion aufgerichtet. Der Saldome®, wie die neue Salzhalle der Schweizer Rheinsalinen heisst, wird dereinst 31 Meter hoch und im Durchmesser 93 Meter sein und 80'000 Tonnen Salz fassen - mehr als doppelt soviel wie die beiden bestehenden Lagerhallen zusammen. An einer Medienkonferenz in Riburg orientierten die Schweizer Rheinsalinen über ihr Projekt.

    Riburg (AG) (ots) - Beim Saldome® handelt es sich um das zentrale Auftausalzlager für den Strassenwinterdienst in der ganzen Schweiz. Dr. Jürg Lieberherr, Direktor der Schweizer Rheinsalinen: "In den letzten Jahren sind der Auslieferbetrieb hektischer und die Bedarfsspitzen höher geworden. Diese Situation lässt sich nur mit einer zusätzlichen Pufferlagerung bekämpfen. Damit können wir Doppelspurigkeiten bei Lagerinvestitionen vermeiden."

    Die Versorgung der Schweiz mit Auftausalz erfolgt weit gehend ab Riburg, weshalb man sich für die Saline Riburg als Standort entschieden hat. "Das unbürokratische und kooperative Engagement der Aargauer Behörden hat unserer Standortwahl Recht gegeben", lobte Lieberherr die rasche Abwicklung des Baubewilligungsverfahrens in nur drei Monaten. Die Freude ist gegenseitig: Das brachte Regierungsrat Roland Brogli in seiner Ansprache zum Ausdruck: "In den letzten Monaten kam es zu einem Stellenabbau bei mehreren Unternehmen der Region. Da ist es doppelt schön, dass mit dem Saldome® wieder einmal ein positives Zeichen für den Standort Fricktal gesetzt werden kann." Es sei selten, dass sich wirtschaftliche Interessen auf so angenehme Art und Weise mit dem Nutzen für das Gemeinwohl verbinden liessen.

    Die Vorgaben für den Bau waren klar: Bei signifikant günstigeren Lagerkosten sollte eine Halle gebaut werden, welche sich an die bestehenden Verkehrsinfrastrukturen anbinden lässt und gleichzeitig weitgehend automatisch bewirtschaftet werden kann. Das Prattler Bautechnologieunternehmen Häring hat auf dieser Grundlage den Saldome entworfen. "Schalenkonstruktionen gehören zu den leistungsfähigsten Tragwerken zur stützenfreien Überdachung", erklärte Christoph Häring, operativer Leiter des Unternehmens. "Dass die Kuppel aus Holz gebaut wird, hat gute Gründe: Die Festigkeits-Massenrelation von Holz ist mit derjenigen von Stahl vergleichbar. Ausserdem können wir das Holz unbehandelt verarbeiten, da es von der salzhaltigen Luft konserviert werden wird." Das für den Saldome® verwendete Weisstannen- und Fichtenholz stammt ausschliesslich aus dem nahen Rheinfelder Forst.

    Das Tragwerk des Saldome® wird aus drei harmonisch sich durchdringenden Bogensystemen gebildet. In den 163 Knotenpunkten dieser Holznetzschale werden jeweils sechs Bogenteile aus Brettschichtholz in einem Zentralrohr verschraubt. Im Pol der Konstruktion wird eine 45 Meter lange Abräumbrücke angebracht, welche den Salzkegel in konzentrischer Form hält und das gut fliessende Salz zum Unterflurschacht im Mittelpunkt des Lagerbodens führt. Von da aus gelangt es in die Abfüllanlage. Das seitlich angedockte Terminal kann parallel einen Bahnzug und zwei Lastwagen mit einer Verladekapazität von 400 Tonnen pro Stunde beladen. Lieberherr: "Gleichermassen überraschend wie befriedigend war die Erkenntnis, dass die 1964 erstellte Lagerhalle 1 in Riburg deutlich höhere Lagerkosten pro Tonne Salz verursacht als genau 40 Jahre später der Saldome®."

    Das Zusammenspiel von Tragwerkskonzept und Baustoff des Saldome® führt zu einer ökonomisch und ökologisch bemerkenswerten Gesamtlösung. Häring brachte das Projekt Saldome® auf den Punkt: "Ressourceneffizienz ist eine Disziplin."

    Die Vereinigten Schweizerischen Rheinsalinen sind im Besitz von Kantonen, dem Fürstentum Liechtenstein sowie der Südsalz GmbH, München. Sie produzieren mit zwei Salinen in Schweizerhalle BL und Riburg AG rund 500'000 Tonnen Siedesalz und versorgen die Schweiz mit allen Salzprodukten.

    Pressetexte und -bilder sind zum Download bereitgestellt unter_ www.saldome.ch

ots Originaltext: Schweizer Rheinsalinen
Querverweis auf Bild: www.newsaktuell.ch/d/story.htx?nr=100476449
Im Internet recherchierbar: www.presseportal.ch

Kontakt:
Claudia Susanne Mertl
Messmer & Partner
Tel. +41/61/279'99'00



Weitere Meldungen: Schweizer Rheinsalinen

Das könnte Sie auch interessieren: