CURANUM AG

EANS-Adhoc: CURANUM AG
vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2010

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10.03.2011

Der Vorstand der Curanum AG hat mit heutigem Datum den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 aufgestellt, der bis zum Testat des Wirtschaftsprüfers und zur Feststellung durch den Aufsichtsrat vorläufig bleibt. Die Eckpunkte dieses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Abschlusses ergeben folgendes Bild:

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr stiegen die Konzern-Umsatzerlöse bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich der Wiener Einrichtung im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Mio. EUR (1,5%) auf 256,8 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist vornehmlich auf die Inbetriebnahme der neuen Einrichtungen in Braunschweig in der zweiten Jahreshälfte 2009 und Wachtendonk im Sommer 2010 zurückzuführen. Unter Einschluss der Wiener Einrichtung liegt der Konzernumsatz bei 263,1 Mio. EUR. Während in den ersten beiden Quartalen die Belegungsquote für den stationären Bereich um rund 1%-Punkt absank, gelang es im zweiten Halbjahr, die Belegung wieder auf das Vorjahresniveau anzuheben.

Operative Entwicklung

Der Curanum-Konzern weist ein EBITDA vor Einmaleffekten von 26,3 Mio. EUR (VJ 28,0 Mio. EUR) aus. Damit liegt das operative Ergebnis innerhalb der im Sommer 2010 veröffentlichten Prognosebandbreite. Der Cashflow der Curanum-Gruppe betrug im Geschäftsjahr 7,0 Mio. EUR. Er setzt sich aus dem Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von 25,7 Mio. EUR (Vj.19,8 Mio.EUR), dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von -6,5 Mio. EUR (Vj. -5,2 Mio. EUR) und dem Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von - 12,1 Mio. EUR (Vj. -15,8 Mio. EUR) zusammen. Der verbesserte Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit um 5,9 Mio. EUR spiegelt sich auch in der Verbesserung der Netto-Finanzverschuldung um 15,3 Mio. EUR wider.

Ergebnis unter Berücksichtigung von Einmaleffekten

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen des Geschäftsjahres 2010 ist durch Einmaleffekte von insgesamt 6,7 Mio. EUR belastet. Diese setzen sich aus bewertungsbezogenen Einmaleffekten (4,8 Mio. EUR), aus Aufwendungen infolge der Zusammenlegung der Zentralen in München und Nürnberg zu einer Zentrale in München-Pasing und anderen transaktionsbedingten Sonderbelastungen (0,7 Mio. EUR) sowie aus Aufwendungen für ehemalige Organmitglieder und aus einem Währungskurseffekt für eine Alt-Immobilienfinanzierung (1,2 Mio. EUR) zusammen. Unter Berücksichtigung dieser Einmaleffekte liegt das EDITDA bei 19,7 Mio. EUR. Die bewertungsbezogenen Einmaleffekte beinhalten die Abwertung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmenspachtverträgen in Vorjahren und die Abbildung von Risiken aus früheren Transaktionen (Drohverlustrückstellung für eine Ankaufsverpflichtung).

Die Abschreibungen stiegen im Geschäftsjahr überproportional auf 26,9 Mio. EUR. Neben denjenigen auf Immobilien sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 10,2 Mio. EUR (Vorjahr 9,7 Mio. EUR) wurden Wertminderungen (Impairments) in Höhe von 16,7 Mio. EUR vorgenommen. In diesen Impairments sind Wertminderungen auf Firmenwerte von 5,9 Mio. EUR sowie Wertminderungen auf Immobilien und Betriebs- und Geschäftsausstattung von 10,8 Mio. EUR enthalten. Diese Effekte resultierten bezüglich der Firmenwertbewertung aus der konservativen Einschätzung zukünftig zu erzielender Cashflows und einer Änderung der Bilanzierungsregelung des IAS 36, aufgrund derer Werthaltigkeitstests ab 2010 auf Ebene einzelner Standorte und nicht wie in Vorjahren auf einer höheren Aggregationsstufe zu erfolgen haben.

Damit weist der Curanum-Konzern für das Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -7,2 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von - 16,9 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich Wien beträgt knapp - 1,7 Mio. EUR, so dass sich ein Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Tätigkeiten von -15,8 Mio. EUR und unter Einschluss des aufgegebenen Geschäftsbereiches von -17,5 Mio. EUR ergibt.

Entsprechenserklärung

Am 9. März 2011 haben Aufsichtsrat und Vorstand die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben, die zu Ziff. 4.2.3. folgende Erklärung enthält:

"Während bisher in Vorstandsverträgen kein Abfindungs-Cap vereinbart wurde, tragen wir dieser Regelung bei Abschluss neuer Vorstandsverträge nach dem 1. Juni 2010 Rechnung. Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder enthält fixe und variable Bestandteile. Für 2011 hat der Aufsichtsrat einen Aktienoptionsplan mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter für den Vorstand verabschiedet."

München, den 10. März 2011, Der Vorstand der Curanum AG

Ende der Mitteilung                               euro adhoc
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Kontakt:

Caroline Lutz
Tel.: + 49 89 242065 17
E-Mail: ir@curanum.de

Branche: Gesundheitsdienste
ISIN: DE0005240709
WKN: 524070
Index: CDAX, Classic All Share, Prime All Share
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