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Hauptverband der gewerblichen Berufsgeno

Berufsgenossenschaften starten Forschungsprojekt und Kooperation für sichere Karusselltüren

Berlin (ots)

Praktische Lösungen zum Personenschutz an
automatischen Karusselltüren untersucht ab sofort das
Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitsschutz (BIA) im Auftrag
des zuständigen berufsgenossenschaftlichen Fachausschusses Bauliche
Einrichtungen. Dabei erhält es bundesweite Unterstützung durch die
staatliche Gewerbeaufsicht, aber auch von Herstellern und Betreibern
solcher Türen sowie von Firmen, die technische Einrichtungen zum
Personenschutz anbieten. Im Mittelpunkt des Projekts steht der Schutz
von besonders gefährdeten Personen wie Kindern oder älteren Menschen.
Der tragische Unfalltod eines Kleinkindes an einer Karusselltür am
Flughafen Köln-Bonn Anfang März war Auslöser für die
berufsgenossenschaftliche Initiative. Nach Schätzungen des
Herstellerverbandes gibt es in Deutschland bis zu 8000 automatische
Karusselltüren. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden mehr als
2000 neue Türen eingebaut. Gleichzeitig zählen die
Berufsgenossenschaften im Schnitt 12000 Arbeitsunfälle jährlich an
Türen. In ungefähr 2500 Fällen ist dabei die Schliesskante der Tür,
die eigentlich durch Schutzeinrichtungen gesichert sein sollte, Grund
für den Unfall. Die Dunkelziffer solcher Unfälle in öffentlichen
Bereichen dürfte um ein Vielfaches darüber liegen.
"Diese Zahlen und die steigende Sorge in der Bevölkerung haben den
Fachausschuss und uns bewogen, alle Beteiligten an einen Tisch zu
holen", erklärt Dr. Michael Schaefer, zuständiger Fachbereichsleiter
im BIA. "Wir möchten bereits vor Ablauf dieses Jahres konkrete
Lösungen anbieten können. Dazu brauchen wir das Expertenwissen aller
Beteiligten, das heisst wir brauchen natürlich die Aufsichtsbehörde,
aber auch den Hersteller, den Betreiber, die Prüfstelle und die
Normenorganisation."
Vertreter dieser Gruppen trafen sich deshalb am 13. Mai zu einem
ersten Abstimmungsgespräch im BIA und signalisierten breite
Bereitschaft zur Zusammenarbeit. So konnte ein Projekt begleitender
Arbeitskreis geschaffen werden, der die Forscher des BIA schnell mit
Fachinformationen versorgen wird.
Zunächst werden die Experten eine Bestandsaufnahme der Sicherheit
bestehender  Karusselltüren machen und, wo erforderlich, vorläufige
Schutzmassnahmen erwirken. In einem weiteren Schritt sollen dann neue
Sicherheitsanforderungen festgelegt werden. "Dabei liegen uns vor
allem die am Herzen, die gegenwärtig an solchen Türen besonders
gefährdet sind", ergänzt Schaefer, "nämlich Kinder, aber auch ältere
oder behinderte Personen." Auch die Massstäbe für die Prüfung,
Wartung und Inspektion von Türen stehen auf dem Prüfstand. Am Ende
des Projekts wird es konkrete, auf ihre Praxistauglichkeit geprüfte
Lösungen für mehr Sicherheit an automatischen Karusselltüren geben.
Fachlicher Ansprechpartner: 
Dr. Michael Schaefer 
Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz 
Telefon: 02241 / 231-2640 
E-Mail:  michael.schaefer@hvbg.de

Pressekontakt:

Andreas Baader
HVBG - Kommunikation
Telefon: 02241 / 231-1206
E-Mail: presse@hvbg.de