ASIP - Schweiz. Pensionskassenverband

ASIP: Zweite Säule sichern - Ja zur Anpassung des Umwandlungssatzes

    Zürich (ots) - Aufgrund der weiterhin steigenden Lebenserwartung und der Entwicklungen der Kapitalmärkte ist ein versicherungs- und finanztechnisch korrekt festgelegter Umwandlungssatz für die Zukunft der beruflichen Vorsorge entscheidend. Ein zu hoher Umwandlungssatz führt zu kaum erfüllbaren Leistungsversprechen zulasten der Jungen und zu einer Umverteilung der Erträge. In diesem Sinn ist der Entscheid des Parlamentes, den Umwandlungssatz bis 2015 auf 6.4% zu senken, zu unterstützen. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP lehnt deshalb das Referendum gegen die Senkung des Umwandlungssatzes entschieden ab, da dieses die langfristige Sicherheit der beruflichen Vorsorge in der Schweiz gefährdet.

    In der aktuellen Debatte dürfen wichtige Massnahmen und Reformen zur langfristigen Sicherung der 2. Säule nicht Opfer kurzfristig orientierter, ideologischer Auseinandersetzungen werden. Ein zu hoher Umwandlungssatz ist nicht im Interesse der Arbeitnehmenden, die für ihre Altersvorsorge sparen. Denn ein zu hoher Umwandlungssatz belastet insbesondere die jungen Versicherten, da die Leistungsversprechen nur durch Umverteilung der Erträge garantiert werden könnten. Der Umwandlungssatz bestimmt die individuellen Renten zum Zeitpunkt der Pensionierung und berechnet den jährlichen Rentenbetrag. Personen, die sich bereits in Rente befinden, sind von der Senkung des Umwandlungssatzes nicht betroffen.

    "Das Referendum gegen die Senkung des Umwandlungssatzes birgt eine Gefahr für die Systemstabilität der 2. Säule und damit des schweizerischen Vorsorgesystems im Allgemeinen", so Hanspeter Konrad, Direktor des ASIP. Die erhöhte Lebenserwartung und die Entwicklungen der Finanzmärkte machen eine Senkung des Umwandlungssatzes unausweichlich. Geschieht dies nicht, werden real existierende Probleme in unverantwortlicher Weise in die Zukunft verschoben. Es geht jetzt darum, die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu schliessen.

    Die Senkung des Umwandlungssatzes verhindert zum einen die Aushöhlung der Pensionskassen durch zu hohe Rentenzahlungen. Zum anderen wird durch die Senkung das Solidaritätsprinzip aufrechterhalten, welches die gemeinsame Übernahme von Risiken durch die Versicherten vorsieht. Es ist nicht Zweck der 2. Säule, Renten durch die Umverteilung von Geldern von aktiv Versicherten auf Rentner zu sichern. Die Altersvorsorge der Versicherten muss im Gegenteil durch die langfristige Stabilität der 2. Säule gesichert werden.

    Zur Beantwortung allfälliger Fragen steht Ihnen der Direktor des ASIP, Hanspeter Konrad, zur Verfügung / (043/243'74'15; 079/832'53'49)

    Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP mit Sitz in Zürich ist der Dachverband für über 1000  Vorsorgeeinrichtungen mit 2.5 Mio. Versicherten und einem verwalteten Gesamtvermögen von gegen 400 Mia. Franken. Der ASIP bezweckt die Erhaltung und Förderung der beruflichen Vorsorge auf freiheitlicher und dezentraler Basis und setzt sich für das Drei-Säulen-Konzept in ausgewogener Gewichtung ein.

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