Medienfachverlag Oberauer GmbH

Keine Angst vor der Rache der Leser - Die Neuerfindung der Regionalzeitung

Wien (ots) - Wo können wir noch wachsen? Was wollen die Leute überhaupt? Wie ist ihr Konsumverhalten? Die Macher der Schweizer Regionalzeitung "Südostschweiz" haben sich im zurückliegenden Jahr viele Fragen gestellt. Herausgekommen ist eine völlig neue regionale Tageszeitung. Mit weniger Ballast und Pflichtstoff. Der Nachrichtenteil ist kräftig ausgedünnt. Dafür gibt es deutlich mehr Platz für eigene Geschichten und Hintergrund. Und: Das Visuelle ist dem Text gleichgestellt. Die Zahl der Artikel sank um 25 bis 30 Prozent. Anstatt wie bisher dem Klein-Klein nachzurennen, können Reporter auch mal zwei Tage an einer Geschichte arbeiten. Die Grundidee: Die Zeitung soll sich von den Gratisangeboten im Netz deutlich unterscheiden. Und sie soll einen echten Mehrwert im Alltag bieten und nicht in zehn Minuten schon wieder Altpapier sein. Dazu setzt die "Südostschweiz" in einem eigenen Bund stark auf Servicethemen von Tipps zur Kindererziehung bis zur Geldanlage. Produziert wird die "Südostschweiz" in einem neuen Newsroom gemeinsam mit Online und Radio. Chefredakteur David Sieber und Geschäftsführer Silvio Lebrument werden beim European Newspaper Congress in Wien eine erste Zwischenbilanz zu ihrem hoch innovativen Konzept geben - und auch über die Angst vor der Rache der Leser reden.

Der 16. European Newspaper Congress vom 3. bis 5. Mai in Wiener Rathaus ist Treffpunkt für rund 500 Chefredakteure und Medienmanager, die sich über brauchbare Zukunftsprojekte ihrer Branche austauschen. Dazu werden in Wien zahlreiche außergewöhnliche Case Studies europäischer Medienhäuser präsentiert. Neben "Medien-Startups und Medien" ist der Innovationsreport der "New York Times" ein weiteres großes Themen des diesjährigen Medienkongresses. Wie man mit einer geschickten Balance bei der Auswahl von Nachrichten Relevanz und Leser gewinnt, wird Ulrik Haagerup, Chefredakteur des Dänischen Fernsehens, in Wien erklären. Und Unternehmensberater Werner Katzengruber zeigt, wie Medienhäuser in Zukunft ihre Eliten führen müssen.

Der European Newspaper Congress wird vom Medienfachverlag Johann Oberauer und von Norbert Küpper, Zeitungsdesigner in Deutschland, veranstaltet. Kooperationspartner wie die Stadt Wien, Austria Tabak/JTI, die OMV und der Verband der Österreichischen Zeitungsverleger unterstützen maßgeblich die Veranstaltung.

Das komplette Programm und Anmeldung: www.newspaper-congress.eu

Kontakt:

Johann Oberauer, johann.oberauer@oberauer.com, Tel. 0043 664 2216643



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