AG STG Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner

Abnahme der Tierversuche im Jahre 2003 reine Augenwischerei!

    Urnäsch (ots) - Gemäss aktuellen Angaben des Bundesamtes für Veterinärwesen BVET habe im Jahre 2003 die Zahl der Tierversuche leicht abgenommen. Es wurden 475'445 bewilligungspflichtige sowie 152'088 nicht bewilligungspflichtige Tierversuche gezählt. Es ist also von total 627'533 Tieren auszugehen, die nach der neuen Versuchstierstatistik bei Tierversuchen in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

    Allein bei den bewilligungspflichtigen Experimenten hat es sich um 443'332 Mäuse und Ratten, 5'057 Kaninchen, 2'279 Hunde und Katzen, 455 Primaten, 5'799 andere Säugetiere insbesondere Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Vögel, Meerschweinchen und Hamster, 18'523 Nicht-Säuger gehandelt. Die Verwendung von Fischen, Reptilien und Amphibien ist dabei extrem auf 10'644 verwendete Tiere angestiegen.

    Dabei waren 17'672 Tiere schwersten Belastungen ausgesetzt, was einer Zunahme von 2,1% bzw. 355 Tieren im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

    Diese nach Schweregrad 3 definierten Belastungen bedeuten: "Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken, die eine schwere bis sehr schwere oder eine mittelgradige, mittel- bis langfristige Belastung (schwere Schmerzen, andauerndes Leiden oder schwere Schäden, schwere und andauernde Angst oder erhebliche und andauernde Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens) bewirken." (BVET: "Einteilung von Tierversuchen nach Schweregraden vor Versuchsbeginn (Belastungskategorien) 1.04)

    Hierzu zählen insbesondere Herstellung, Entwicklung und Überprüfung von Impfseren und Medikamenten wie z.B. die Verabreichung toxischer Substanzen ohne Betäubung, das künstliche Provozieren von Krebsgeschwüren, etc.

    Nicht in diese Zahlen einrechnet sind alle jene Experimente, die nicht die per Definition "Tierversuch" gesetzten Kriterien erfüllen, jedoch ebenfalls ausgiebig in Spitälern, Universitäten, Hochschulen, in der Industrie und im Auftrag von Bund und Kantonen vollzogen werden.

    Gänzlich aus der Statistik fallen alle Tierversuche, die Schweizer Firmen bei sogenannten Auftragsforschungsinstituten im Ausland in Auftrag geben.

    Alle namhaften Pharmakonzerne der Schweiz lassen die besonders belastenden Tierexperimente, die oft nach hiesigem Tierschutzgesetz verboten wären, von auf Tierversuche spezialisierten Konzernen ausführen. Hier seien insbesondere die Covance Laboratories GmbH in Deutschland und die HLS Huntingdon Life Sciences Ltd. in England zu nennen. Diese Unternehmen sind in den vergangenen Jahren immer wieder aufgrund gravierender Tiermisshandlungen und Übertretungen der Tierschutzgesetze in die internationalen Schlagzeilen geraten, werden von Firmen in der Schweiz mitfinanziert und beschönigen die aktuell vom Bundesamt für Veterinärwesen veröffentlichte Versuchstierstatistik in eklatanter und unverantwortlicher Art und Weise!

    Die AGSTG fordert als Dachverband der Tierversuchsgegner in der Schweiz einmal mehr die sofortige Abschaffung aller Tierversuche und die verstärkte Forschung in wissenschaftlich seriösen und damit tierversuchsfreien Bereichen. Die zahlreichen Medikamentenskandale und stagnierenden Fortschritte sind Beweis genug für  die dringende Notwendigkeit eines Umdenkens in den medizinischen und auf Tierversuchen basierenden Wissenschaften.

    In der Schweiz stirbt alle 65 Sekunden ein Lebewesen an den Folgen invasiver Eingriffe wie das Herausschneiden von lebenswichtigen Organen, Vergiftungen, Verätzungen, Knochenbrüchen, Verhaltensuntersuchungen und genetischer Verstümmelungen!

ots Originaltext: Aktionsgemeinschaft SCHWEIZER TIERVERSUCHSGEGNER
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