Schweizer Illustrierte

Repräsentativ-Umfrage der "Schweizer Illustrierte" : Die Schweiz will keinen neuen Kampfjet

SI-Ausgabe vom 22. September 2008

    Zürich (ots) - Armee Ja, aber eher professioneller und kleiner, keinen neuen Kampfjet - und Bundesrat Samuel Schmid soll bleiben: dies das Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage, die das Institut LINK im Auftrag der "Schweizer Illustrierte" durchführte. Telefonisch befragt wurden in der Zeit vom 8. bis 13. September insgesamt 1021 Haushaltungen in der Deutsch- und Westschweiz.

    Die Fragen:

    1. "Braucht die Schweiz Ihrer Meinung nach heutzutage noch eine
         Armee?"
    
    61 % Ja  /  35 % Nein  /  4 % Weiss nicht, keine Antwort

    2. "Soll das bisherige Milizsystem beibehalten werden - oder zu
         einer Berufsarmee gewechselt werden?"

    45 % Berufsarmee  /  43 % Milizarmee  /  12 % Weiss nicht, keine     Antwort

    3. "Die Luftwaffe testet derzeit neue Kampfflugzeuge. Finden Sie,
         wir brauchen neue Kampfjets?"

    61 % Nein  /  30 % Ja  /  9 % Weiss nicht, keine Antwort

    4. "VBS-Chef Samuel Schmid steht wegen der Affäre um Armeechef
         Roland Nef seit Wochen in der Kritik. Soll Schmid
         zurücktreten?"

    51 % Nein  /  33 % Ja  /  16 % Weiss nicht, keine Antwort

    Brisant sind die Umfrageergebnisse im Hinblick auf die Behandlung des Rüstungsprogramms diese Woche am 25. September im Nationalrat. Für Verteidigungsminister Samuel Schmid wird die Debatte zur Nagelprobe.

    Armeechef ad interim André Blattmann, 52, kommentierte die Umfrage-Ergebnisse gegenüber der "Schweizer Illustrierten" folgendermassen: "Die Umfrage ist eine Momentaufnahme. Sobald die Zeiten etwas unsicherer werden, steigt die Akzeptanz der Armee jeweils schlagartig an. Bei der Frage zur Berufsarmee... Natürlich ist es bequemer, wenn man die anderen machen lassen kann. Und das Ergebnis bei der Kampfjet-Frage zeigt mir, dass wir hier noch sehr viel zu erklären haben."

    Zu den Rücktrittsforderungen um Samuel Schmid meinte Blattmann: "Wir arbeiten gut miteinander zusammen. Ich bekomme von ihm klare Vorgaben für meine Arbeit, geniesse seine volle Unterstützung. Er macht Sachpolitik für die Armee und das ist für mich sehr wichtig. Solange dies so gut funktioniert, sehe ich keinen Bedarf für eine Änderung."

ots Originaltext: Schweizer Illustrierte
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Weitere Infos und die detaillierten Umfrage-Ergebnisse:
Edi Estermann
Nachrichtenchef "Schweizer Illustrierte"
Tel.: +41/44/259'63'49



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