Schweizer Illustrierte

Ständerätin Anita Fetz gibt ihr erstes Interview: "Den nächsten Wahlkampf bestreite ich wohl ohne Spenden"

    Zürich (ots) - Die Spendenaffäre vom vergangenen Sommer war für Anita Fetz der schwierigste Moment ihrer politischen Karriere, wie die SP-Ständerätin in einem Interview der "Schweizer Illustrierten" sagt. Nur Dank Unterstützung ihrer Freunde und ihres Mannes Fritz Jenny habe sie die Krise so gut überstanden. Sie haben den Fall von Anfang an aufklären wollen, auch wenn es einfach gewesen wäre "sich zu arrangieren, wie man das üblicherweise in der Schweiz macht. Aber das widerspricht derart meinen Wertvorstellungen, dass so etwas für mich nie in Frage kam." Die Spenden aus dem Umfeld der umstrittenen Stiftung "Pro Facile" sind immer noch auf einem Sperrkonto - Fetz und ihr involvierter Partteikollege Roberto Zanetti lassen die rund 50'000 Franken dort, bis die eingeschaltene Stiftungsaufsicht ihren Bericht zum Fall abgegeben hat.    

    Für neuen Wirbel sorgte auch die Tatsache, dass ein grosses Spender von Anita Fetz in Untersuchungshaft sitzt. Börsenguru Dieter Behring hat den Leuten mit seinen Anlagen Traumrenditen versprochen - geblieben sind nur Schulden. "Ich habe Herrn Behring fünf Mal in meinem Leben gesehen", sagt Fetz. Sie kenne hunderte von Leuten so, wie sie ihn kenne. Und: "Ich habe und hatte keine Geschäftsbeziehungen zu ihm." Als Bilanz der ganzen Spendenaffäre überlegt sich die Baslerin nun, "den nächsten Wahlkampf ohne Spenden zu bestreiten."

ots - Originaltext: Schweizer Illustrierte Internet: www.presseportal.ch

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