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Rapperswiler Institut für angewandte Umwelttechnik gewinnt «5. Umweltpreis der Schweiz»

    Basel (ots) - Am 24. Mai 2005 verlieh die Stiftung Pro Aqua-Pro Vita anlässlich der Industriemesse ILMAC in Basel den «5. Umweltpreis der Schweiz». Das Institut für angewandte Umwelttechnik UMTEC in Rapperswil erhielt für das Projekt «NOxOFF: Verringerung von Stickoxiden im Abgas von Dieselfahrzeugen» den mit 50'000 Franken dotierten Preis. Die Stiftung Pro Aqua-Pro Vita würdigt mit dem «Umweltpreis der Schweiz» herausragende Leistungen im Umweltschutz. Das Projekt «NOxOFF» sowie die drei Nominées der Endrunde präsentieren sich noch bis zum 27. Mai 2005 an der Industriemesse ILMAC in Basel.

    «And the winner is... » hiess es am 24. Mai 2005 anlässlich der feierlichen Preisverleihung im Rahmen der Industriemesse ILMAC in der Messe Basel. Fredy Geering, Präsident der Stiftung Pro Aqua-Pro Vita, überreichte Prof. Dr. Rainer Bunge vom Institut für angewandte Umwelttechnik UMTEC in Rapperswil den «5. Umweltpreises der Schweiz». Das Projekt «NOxOFF: Verringerung von Stickoxiden im Abgas von Dieselfahrzeugen» hatte sich gegen insgesamt 73 eingereichte Vorschläge durchgesetzt. Die Jury beurteilte die eingereichten Projekte auf ihren Innovationsgrad, ihre Umwelt entlastende oder Ressourcen schonende Wirkung sowie das Umsetzungspotenzial in der Praxis.

    «Mit dieser Lösung können sich im Einsatz befindende Dieselfahrzeuge einfach nachgerüstet werden. Mit solchen 'sauberen' Dieselfahrzeugen verbessert sich unmittelbar unsere Luftqualität,» so Prof. Dr. Rudolf von Rohr, Präsident der Jury der Stiftung Pro Aqua-Pro Vita. «Die Auszeichnung dieses Projekts soll zeigen, dass der Umweltschutz nicht nur bahnbrechende Neuerungen braucht, sondern auch unternehmerische Ideen, die mit bekannten Systemteilen eine interessante Gesamtlösung ergeben.» Auf die Frage, wofür die Preissumme verwendet werden wird, antwortet der Projektverantwortliche Prof. Dr. Rainer Bunge: «Wir werden die Preissumme für zwei neue Forschungsprojekte unseres Instituts einsetzen, die noch nicht so weit gediegen sind wie das NOxOFF-Projekt.»

    Neben dem Gewinner werden sich auch die drei für die Endauswahl nominierten Projekte noch bis zum 27. Mai 2005 an der ILMAC präsentieren:

- Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm-Asche   (Eberhard Recycling AG, Kloten) - Hoch effizientes DeNOx-System für mobile Dieselantriebe   (Paul Scherrer Institut/ETH Zürich) - «MiniPab» - Feinstaubfilter für Kleinfeuerungen   (EMPA Dübendorf)

    «NOxOFF»: Verringerung von Stickoxiden im Abgas von Dieselfahrzeugen (UMTEC, Rapperswil)

    Rainer Bunge vom Institut für angewandte Umwelttechnik UMTEC in Rapperswil hat gemeinsam mit Industriepartnern ein geregeltes Entstickungssystem zur Nachrüstung von Dieselfahrzeugen entwickelt. Das System basiert auf der bekannten Selective Catalytic Reduction (SCR)-Technologie und benutzt tiefprozentiges Ammoniakwasser als Reduktionsmittel. Damit lassen sich über 90% der schädlichen Stickoxide aus dem Abgasstrom eliminieren. Mittlerweile übernimmt ein kürzlich gegründetes Spin-off-Unternehmen die Vermarktung des praxiserprobten Systems. www.umtec.ch

    Pro Aqua-Pro Vita

    Die Stiftung Pro Aqua-Pro Vita unterstützt innovative Technologien, Verfahren und Produkte, die zum Umweltschutz und zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen beitragen. Sie verleiht den «Umweltpreis der Schweiz». Im Stiftungsrat engagieren sich Persönlichkeiten mit ausgewiesenen Kompetenzen im Bereich Umweltschutz. www.umweltpreis.ch

    ILMAC

    Die ILMAC, Industriemesse für Forschung und Entwicklung, Umwelt- und Verfahrenstechnik in Pharma, Chemie und Biotechnologie, findet vom 24. bis 27. Mai 2005 in Basel statt. Die ILMAC 2005 wird von über 450 Ausstellern als Plattform genutzt. Erwartet werden Besucherinnen und Besucher aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und aus der Produktion in der Nahrungsmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie. Die hohe Qualität und Kompetenz der ILMAC zeigt sich auch im attraktiven Begleitprogramm: Foren, Sonderschauen und halbtägige Fachveranstaltungen flankieren die Messe. www.ilmac.ch

ots Originaltext: ILMAC / MCH Messe Basel AG
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