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Zürich (ots) - Der Publikumsrat SRG.D beschäftigte sich in der August-Sitzung einerseits mit «Tama ...

Car Tourisme Suisse / Car-Groupe ASTAG

Car Tourisme Suisse: Carplatz Sihlquai wie weiter?

    Bern (ots) - Der Reisecar gilt als kollektives Transportmittel im Personenverkehr. Er zeichnet sich aus durch ein hohes Mass an Ökologie, Sicherheit und Komfort. Er spielt auch eine wesentliche Rolle im intermodalen Verkehr, insbesondere im Vor- und Nachlauf zur Eisenbahn.

    Mit Staatsbeschluss der Stadt Zürich von 1979 wurde der Sihlquaiplatz als Carstandort mit 38 Plätzen festgelegt. Dieser Standort hat sich sehr bewährt, nicht zuletzt deshalb, weil er ideale Umsteigemöglichkeiten zum Bahnverkehr bietet. Aber auch ganz grundsätzlich ist der Tourismus auf diesen optimal gelegenen Umschlagplatz für Carreisen dringend angewiesen. Täglich wird eine Vielzahl von Bussen be- und entladen.

    Der neue Verkehrsplan der Stadt Zürich, über den die Stimmberechtigen am 8. Februar 2004 befinden werden, sieht u.a. vor, dass der Carplatz Sihlquai verschwindet. Ausweichstandorte, welche den Anforderungen an den kollektiven Personentransport genügen, können zur Zeit noch keine angeboten werden.

    Car Tourisme Suisse, der Fachverband für die Belange der Carreisebranche, betrachtet es als seine Aufgabe, auf diesen Zusammenhang hinzuweisen. Der Verband richtet sich keineswegs gegen den neuen Verkehrsplan als solchen, macht aber darauf aufmerksam, dass die Planung der Stadt Zürich den Bedarf an einer leistungsfähigen Plattform für den Car an geeigneter Stelle berücksichtigen muss. Ergänzende Bemerkungen erhalten Sie in der Beilage.

    Ergänzende Bemerkungen:

    - Der Verkehr oder der Transport im modernen Tourismus besteht aus
        verschiedenen Verkehrsträgern und -arten, die miteinander
        verflochten sind, ineinander übergreifen und dem Teilnehmer oder
        Kunden einen möglichst reibungslosen und bequemen Transport von
        A nach B ermöglichen sollen. Der Autocar ist ein nicht
        wegzudenkender Bestandteil dieses Systems (ohne Autocar ist in
        der Regel keine Pauschalreise denkbar, weder auf Mallorca noch
        in Zürich).

    - Der Kunde oder Reisende wünscht einfache und gute Verbindungen
        und wird nicht einsehen, dass er zuerst an den Hauptbahnhof
        fahren muss, um von dort aus wieder in die Peripherie zu fahren,
        um dann endlich seine Reise im Car antreten zu können. Der
        Autocar würde mit dem Verlegen des Carplatzes in die
        Agglomeration gegenüber andern Verkehrsmitteln stark
        diskriminiert, und der intermodale Verkehr würde erheblich
        erschwert.

    - In jeder grösseren Stadt gibt es einen Abfahrtsplatz für
        Autocars im absoluten Zentrum (in der Regel um den Bahnhof).
        Zürich als Touristenstadt ist auf einen Carplatz im Zentrum
        angewiesen, und zwar gleichermassen für den "outgoing" wie auch
        für den "incoming" Gruppen-Tourismus. Dass der ausländische
        Individualgast, welcher eine Stadtrundfahrt oder Exkursion
        bucht, den Abfahrtsort im unmittelbaren Zentrum erwartet,
        versteht sich von selbst.

    - Einzelne, wenige Carplätze über das ganze Stadtzentrum
        verstreut, wie sie heute bereits teilweise bestehen, nützen
        nichts, weil ein Carchauffeur mit seiner Gruppe nie Gewähr hat,
        ob dieser einzelne Platz nun auch wirklich frei ist oder nicht.
        Er wird diese Plätze deshalb meiden oder zumindest in seiner
        Planung nicht berücksichtigen können.

    - In Zürich gibt es rund um den Bahnhof, vom Carplatz Sihlquai
        abgesehen, absolut keine Möglichkeit, eine Gruppe ein- oder
        aussteigen zu lassen. Eine Alternative zum Carplatz besteht
        nicht. Nach Alternativen wurde schon vor Jahren gesucht, jedoch
        ohne Erfolg.

    - Auf einen Carplatz in der Nähe des Bahnhofs angewiesen sind
        insbesondere auch die SBB, deren Gruppen in diverse Hotels
        gebracht werden müssen (oder sollen Gruppenreisende, die mit der
        Bahn von Paris angereist sind, zuerst im Hauptbahnhof mit Gepäck
        umsteigen, mit der Bahn in die Peripherie fahren, um dann von
        dort aus mit dem Bus endlich wieder ins Hotel im Stadtzentrum zu
        gelangen)?

    - Auch touristische Fahrten (z.B. Jungfraujoch) oder
        Stadtrundfahrten für ausländische Gäste benötigen einen
        zentralen Abfahrtsort. Firmen und Vereine, deren Mitglieder aus
        allen Himmelsrichtungen kommen, benötigen für ihren
        Tagesausflug, ihr Seminar oder ihren Transfer einen zentralen
        Abfahrtsort.

    - Für den Zürcher Tourismus, für Hotels, Geschäfte (an der
        Bahnhofstrasse) usw. ist es absolut notwendig, dass
        Tagestouristen an einem zentralen Ort ausgeladen werden können,
        von wo aus die Stadt einfach und bequem besucht werden kann.

    - Ohne einen offiziellen, zentralen Abfahrtsort werden Dutzende
        wenn nicht Hunderte von Autocars täglich rund um den Bahnhof
        ihre Gruppen "wild" laden und ausladen, was den Verkehrsfluss
        enorm behindern und die Sicherheit bedenklich beeinträchtigen
        würde.

ots Originaltext: Car Tourisme Suisse / Car-Groupe ASTAG
Im Internet recherchierbar: www.presseportal.ch

Kontakt:
Car Tourisme Suisse
Car-Groupe ASTAG
Jean-Richard Salamin
Bereichsleiter Personentransport
Weissenbühlweg 3
3007 Bern
Tel.      +41/31/370'85'50
Mobile: +41/79/330'69'94



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