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Eltern fördern Kinder unabhängig vom Einkommen

    Saarbrücken (ots) - Eltern, die ihr Kind außerschulisch fördern lassen, sind Durchschnittsverdiener - aber überdurchschnittlich gut gebildet. Dies ergab eine unabhängige Befragung* von über 7 200 Eltern, die ihr lese-/rechtschreibschwaches Kind in einem der rund 200 LOS in Deutschland, Luxemburg und Österreich außerschulisch fördern lassen.

    Nach den Angaben der Eltern verfügen die Familien der in einem LOS geförderten lese-/rechtschreibschwachen Kinder über ein Brutto-Jahreseinkommen von ca. 40.600 Euro, d. h. knapp 3.400 Euro pro Monat. Damit liegt das durchschnittliche Familieneinkommen nahezu in gleicher Höhe wie das mittlere Bruttoeinkommen aller Privathaushalte, das in 2003 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes** 3.454 Euro pro Monat betrug.

    Das Einkommen ist also für die Entscheidung der Eltern, ihr Kind außerschulisch fördern zu lassen, nicht ausschlaggebend. Für dieses Ergebnis spricht auch, dass rund 11 Prozent der befragten Eltern nur über ein durchschnittliches Familieneinkommen von unter 20.000 Euro/Jahr verfügen. Das Bildungsmilieu in den Familien scheint von größerer Wichtigkeit zu sein.

    So verfügen fast alle Eltern von LOS-Schülern über einen qualifizierten Schulabschluss. Lediglich rund ein Prozent gab an, die Schule ohne Abschluss verlassen zu haben (Bundesdurchschnitt*** sechs Prozent ohne Schulabschluss). Auf der anderen Seite haben über 36 Prozent der Väter (Bundesdurchschnitt 25 Prozent) und 30 Prozent der Mütter (Bundesdurchschnitt 23 Prozent), die ihr lese-/rechtschreibschwaches Kind außerschulisch fördern lassen, Abitur oder sogar einen Hochschulabschluss.  

    Die Förderung lese-/rechtschreibschwacher Kinder in einem LOS wird von Eltern in der Regel privat finanziert. Die Gebühren sind dabei je nach Region und Kostenstruktur unterschiedlich. Doch die Investition lohnt, denn aktuelle wissenschaftliche Studien belegen: Im Durchschnitt erzielen lese-/rechtschreibschwache Schüler im Verlauf der Förderung einen deutlichen Leistungszuwachs. Nach rund zwei Jahren haben sie den Anschluss geschafft und zeigen nahezu die gleichen Schreibleistungen wie ihre Klassenkameraden ohne dieses Problem. Weitere Informationen zu den Studien und LOS im Internet unter www.LOSdirekt.de.

    Quellen:     *LOS-Wirksamkeitsstudie 2006     **Pressemitteilung vom 15.09.2004     ***Mikrozensusbefragung 2000


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