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Ja zu Studie über Glyphosat: Vorhandene Daten auswerten, Diskussion versachlichen

Zürich (ots) - Eine seitens der Behörden erstellte Studie über Glyphosat soll in der Schweiz Basis für eine sachliche und frei von Polemik geführte Diskussion über den Wirkstoff bilden. Die Gruppe «Agrar» von scienceindustries unterstützt das betreffende Postulat der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK). Die Studie muss verfügbare aktuelle und wissenschaftliche Daten auswerten und analysieren. Nur so ist sicher gestellt, dass der politische Auftrag auch zum nötigen Erkenntnisgewinn führt, nämlich zu einer informierten und auf wissenschaftlichen Daten basierenden Diskussion über Anwendung und Einsatz von Glyphosat in der Schweiz.

Die Schweizer Pflanzenschutzindustrie verfolgt die internationale wie die Schweizer Diskussion über Glyphosat, dessen Einsatz und mögliche Auswirkungen. «Eine Versachlichung der polarisierend geführten Diskussion zu Glyphosat tut Not», sagt Michael Matthes, Mitglied der Geschäftsleitung von scienceindustries. «Glyphosat gehört zu den am besten geprüften Substanzen. Die heute beschlossene zusätzliche Untersuchung soll zu einer Versachlichung der Debatte beitragen.»

Deshalb ist die seitens der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) eingebrachte Forderung (Postulat), mögliche Glyphosatrückstände in Lebensmitteln, Tierfutter sowie in Urinproben der Bevölkerung zu untersuchen und auch Alternativen aufzuzeigen, grundsätzlich begrüssenswert. Der Aufwand für eine solche Studie ist jedoch beträchtlich. Aktuell vorliegende wissenschaftliche Untersuchungen sind daher mit einzubeziehen. Ebenfalls sollten die Resultate der Glyphosat-Untersuchungen stets eine Beurteilung ihrer gesundheitlichen Relevanz aufgrund der aktuellen Einschätzung durch die Gesundheitsbehörden umfassen.

Die Gruppe «Agrar» betont: Die Studie muss entscheidend dazu beitragen, nicht faktenbasierte oder gar falsche Behauptungen richtig zu stellen. So belegen mehrere aktuelle Studien, dass Glyphosat im Urin von Menschen in allen Fällen «weit unterhalb gesundheitlich bedenklicher Dosen» liegt. Eine Studie des Bundesinstitutes für Risikobewertung BfR (Februar 2016) zeigt, dass in Muttermilch keine Rückstände des Wirkstoffs nachgewiesen werden konnten.

Glyphosat wurde zuletzt im Frühjahr 2016 durch das WHO/FAO-Gremium JMPR neu überprüft. Die Neubewertung hat erneut bestätigt, dass durch Glyphosat kein krebserzeugendes Risiko zu erwarten ist. Dieses Ergebnis unterstützt das Resultat der Bewertung von Glyphosat durch die zuständigen EU-Behörden, das als EFSA-Conclusion im November 2015 veröffentlicht wurde und entspricht auch der aktuellen Bewertung dieses Wirkstoffes durch die amerikanische, kanadische und australische Bewertungsbehörde.

Die Gruppe Agrar vereinigt Spezialisten im Bereich Pflanzenschutz der Mitgliedunternehmen von scienceindustries, Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech. Die rund 250 Mitgliedfirmen von scienceindustries sind hauptsächlich in der Forschung, Entwicklung, Herstellung oder dem Verkauf von pharmazeutischen Spezialitäten, Vitaminen, Pflanzenschutzmitteln, industriellen Spezialchemikalien sowie Aromen und Riechstoffen tätig.

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