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Um den Standort Schweiz zu sichern, braucht es ein entschlossenes Handeln der Politik

Zürich (ots) - Chemie Pharma Biotech ist als grösste Exportindustrie der Schweiz von der Frankenstärke besonders gefordert. Neue Investitionen in Forschung und Produktion weiterhin in der Schweiz zu rechtfertigen, wird immer schwieriger. Aufgrund der ausserordentlichen Situation fordert scienceindustries von der Politik ein wirksames Massnahmenpaket zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und zur kostenseitigen Entlastung der Exportindustrie. Um Innovationen am Standort Schweiz zu sichern, ist der weltweite Schutz der Immaterialgüterrechte zu verteidigen.

An der 133. Generalversammlung von scienceindustries, dem Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech, bei Novartis International AG in Basel zeigt sich der Präsident von scienceindustries, Gottlieb Keller, besorgt über die rückläufige Exportentwicklung im laufenden Jahr. Die ausserordentliche Währungssituation fordert von den Unternehmen innovative Ansätze, um die Wertschöpfung in unserem Land zu halten. «Investitionen lohnen sich nur, wenn die Schweizer Regierung den wirksamen und weltweiten Schutz der Immaterialgüterrechte konsequent verteidigt» ermahnt Gottlieb Keller. Weiter fordert der Präsident von scienceindustries von der Politik ein wirksames Massnahmenpaket zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und zur kostenseitigen Entlastung der Exportwirtschaft. «Durch das Vorziehen strategisch wichtiger Reformen wie der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative (BV Art. 121a), der Unternehmenssteuerreform III, des Masterplans Biomedizinische Forschung und Innovation sollen die Unternehmen eine höhere Planungssicherheit erhalten».

Gleichzeitig ist, so Gottlieb Keller, «auf kostenträchtige Regulierungsvorhaben entweder ganz zu verzichten oder deren Umsetzung soll erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Bevorstehende Erhöhungen der Regulationskosten wie durch die Aktienrechtsreform, die Energiestrategie 2050 und Grüne Wirtschaft sollen vermieden werden. Die Effizienz des Staates soll erhöht und die von den Unternehmen zu tragenden Regulationskosten verringert werden.» Beispiele dafür sind der MwSt.-Einheitssatz, die Vereinfachung der Zollverfahren oder die Abschaffung der VOC-Abgabe.

Der Präsident der mit über 41% aller Schweizer Gesamtexporte grössten Exportindustrie erwartet von der Politik, dass «die bilateralen Verträge mit der EU keinesfalls aufs Spiel gesetzt werden.» Unsere Wirtschaft ist auf den möglichst diskriminierungsfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt angewiesen. Chemie Pharma Biotech exportiert jährlich Güter im Wert von über 47 Milliarden Franken in die EU. Das sind über 55% deren Gesamtexporte. Bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative schlägt scienceindustries im Einklang mit anderen Spitzenverbänden der Wirtschaft ein Umsetzungsmodell vor, das eine autonome und von der Schweiz festgelegte Schutzklausel vorsieht.

Die Generalversammlung wählte Prof. Dr. Geneviève Berger, Member Executive Board, Firmenich SA; Barbara Heise, Geschäftsführerin Bayer (Schweiz) AG; Dr. Matthias Leuenberger, Delegierter Novartis Schweiz, Novartis International AG und Dr. Gianni Zampieri, Deputy CEO Vifor Pharma, Galenica AG, neu in den Vorstand von scienceindustries.

Integrale Präsidialrede und Foto von Herrn Dr. Gottlieb Keller: www.scienceindustries.ch/medien/medienmitteilungen

Kontakt:

Marcel Sennhauser, Leiter Kommunikation, 
marcel.sennhauser@scienceindustries.ch, Tel. +41 44 368 17 44,
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