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Qualitätsstrategie des Bundesamts für Landwirtschaft mit Fragezeichen

Zürich (ots) - Die heute veröffentlichte "Charta zur Qualitätsstrategie der Schweizerischen Land- und Ernährungswirtschaft" des Bundesamts für Landwirtschaft zeichnet ein Bild der breiten Zustimmung unter den einbezogenen Organisationen. Da weder die gesamte Wertschöpfungskette am Prozess beteiligt war, noch inhaltliche Einigkeit bei den beteiligten Organisationen zur Charta besteht, stellt diese nur einen Ausschnitt einer zukunftsgerichteten Qualitätsstrategie dar.

Die Industrie im Bereich der landwirtschaftlichen Produktionsmittel, Lebensmittel-Zutaten und -Zusatzstoffe begrüsst das Ziel der Qualitätsstrategie, wonach die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft in Zeiten sich öffnender Märkte langfristig zu sichern ist. Dass diese volkswirtschaftlich bedeutende Branche nicht zu den unter der Leitung des Bundesamts für Landwirtschaft im März und Juni 2010 durchgeführten "Qualitätswerkstätten" eingeladen wurde, zeigt sich nun im Resultat der Charta.

So sprechen sich die Leitlinien aus angeblichen Marktchancenüberlegungen für den Verzicht von gentechnisch veränderten Organismen bei vermehrungsfähigen Pflanzen, Pflanzenteile, Saatgut und Tieren aus. Diese Selbstbeschränkung ist sachlich nicht gerechtfertigt und birgt die Gefahr grosser, unbeabsichtigter und nachteiliger Folgewirkung für die in der landwirtschaftlichen Produktionsmittel, Lebensmittel-Zutaten und -Zusatzstoffe tätigen Industrie.

Aus diesem Grund zeichnet die heute veröffentlichte "Qualitätsstrategie der Schweizerischen Land- und Ernährungswirtschaft" des Bundesamts für Landwirtschaft in der vorliegenden Form ein einseitiges Bild und muss im Interesse einer innovativen und zukunftsgerichteten produzierenden Industrie inhaltlich dringend überprüft werden.

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Marcel Sennhauser
Leiter Kommunikation SGCI Chemie Pharma Schweiz
Tel.: +41/44/368'17'44
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