Generalversammlung 2010 SGCI Chemie Pharma Schweiz - Selbstbewusst die Zukunft gestalten
Düdingen (ots) - Christoph Mäder, der Präsident von SGCI Chemie
Pharma Schweiz, ruft die Politik zu mehr strategischer Weitsicht, zur
Fokussierung auf das Wesentliche und zu konsequentem Handeln in
schwierigen Zeiten auf. Weiter warnt er davor, die wichtigen Themen
der grössten Exportbranche der Schweiz weiter auf die lange Bank zu
schieben.
An der 128. Generalversammlung von SGCI Chemie Pharma Schweiz, dem
Schweizer Gesamtverband der chemisch-pharmazeutischen Industrie,
forderte Christoph Mäder von der Politik und den Unternehmen, dem
drohenden Vertrauensverlust zwischen Politik und Wirtschaft
entschiedener entgegen zu treten und sich selbstbewusster für eine
marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung einzusetzen.
So zeige sich die Politik beim Forschungs- und Innovationsstandort
Schweiz zunehmend mutlos und setze gegenüber der Gesellschaft falsche
Zeichen. Statt die Chancen moderner Technologien für unsere
Volkswirtschaft zu nutzen, werde in der Öffentlichkeit Verunsicherung
geschürt. Die Verlängerung des Gentech-Moratoriums bis 2012 und die
Haltung der Politik gegenüber der Nanotechnologie seien Beispiele
dafür.
"Es darf uns nicht erstaunen, dass unsere Firmen in vielen
wissenschaftlich-technischen Bereichen weiterhin nicht genügend
hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Inland finden",
sagte Christoph Mäder und fügte an "dass dies ganz wesentlich mit der
gesellschaftlichen und politischen Positionierung dieser Themen zu
tun hat." Die Sicherung der kontinuierlichen Innovationskraft des
Wissens- und Wirtschaftsstandorts Schweiz durch die Förderung des
wissenschaftlich-technischen Nachwuchses und einer
wirtschaftsfreundlichen Migrationspolitik gehören zu den zentralen
Anliegen der chemisch-pharmazeutischen Industrie.
Damit die grösste Exportbranche der Schweiz auch weiterhin in
einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konkurrenzfähige Produkte
auf dem Weltmarkt anbieten und ihren Beitrag zur Sicherung des
Wohlstandes in der Schweiz leisten kann, muss auch die Politik
verstärkt Verantwortung für die Rahmenbedingungen des
Innovationsplatzes Schweiz übernehmen. Deshalb sind diesen zentralen
Anliegen Priorität einzuräumen.
Die 128. ordentliche Generalversammlung der SGCI Chemie Pharma
Schweiz fand bei der Sika Schweiz AG, welche in diesem Jahr ihr
100-jähriges Bestehen feiert in Düdingen statt. Die Grussbotschaft
überbrachte Dr. Mauro Dell'Ambrogio, Staatssekretär für Bildung und
Forschung. Die Generalversammlung wählte neu die Herren Andreas Dür
(BASF Schweiz AG), Dr. Hariolf Kottmann (Clariant International AG)
und Prof. Dr. Jay Siegel (Universität Zürich) in den Vorstand von
SGCI Chemie Pharma Schweiz.
Den vollständigen Text der Präsidialansprache sowie weitere
Informationen zur SGCI Chemie Pharma Schweiz finden Sie unter:
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ots Originaltext: SGCI Chemie Pharma Schweiz
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