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Forderungen von SGCI Chemie Pharma Schweiz an die schweizerische Klimapolitik

    Zürich (ots) - Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat bis Ende 2006 gegenüber 1990 ihre CO2-Emissionen um absolut 10% gesenkt und dies bei einem Produktionswachstum von rund 15% pro Jahr. Sie ist bereit, ihre Anstrengungen weiter zu führen und den CO2-Ausstoss in den Schweizer Werken bis 2020 bezogen auf 1990 um absolut 18% zu senken. Allerdings müssen dabei einige Forderungen erfüllt werden, damit der unternehmerische Spielraum erhalten bleibt; der bisherige Massnahmenmix hat sich grundsätzlich bewährt und ist weiterzuführen.

    Die Industrie ist auf klare und verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen, welche ein Ziel vorgeben, aber die Mittel zur Zielerreichung der Industrie überlassen. Produktionssteigerungen müssen weiterhin möglich sein, ohne dass prohibitive Kosten entstehen, welche den Produktionsstandort Schweiz im internationalen Wettbewerb schwächen würden. Die chemisch-pharmazeutische Industrie stellt deshalb folgende Forderungen an die schweizerische Klimapolitik, unterteilt nach Kyoto- (bis 2010/12) und post-Kyoto-Phase (2010-2020):

    Während der Kyoto-Phase darf der Massnahmenmix nicht geändert werden: keine Änderung der Spielregeln während des Spiels. SGCI Chemie Pharma Schweiz lehnt insbesondere die Teilzweckbindung der CO2-Abgabe ab. Eine Teilzweckbindung, z.B. diejenige gemäss Vorschlag UREK-N, widerspricht den Anforderungen an Lenkungsabgaben.

    Für die Phase 2010-2020 ist der bisherige Massnahmenmix des CO2-Gesetzes grundsätzlich weiterzuführen. SGCI Chemie Pharma Schweiz unterstützt somit weiterhin eine CO2-Lenkungsabgabe mit den bisherigen Befreiungsmöglichkeiten. Zusätzliche dirigistische Massnahmen werden abgelehnt. Auch das Konzept der "klimaneutralen Schweiz", das im Endausbau eine 100%ige Kompensation der CO2-Emissionen durch die flexiblen Mechanismen vorsieht, wird abgelehnt, da der Ansatz aus ökonomischen wie ökologischen Gründen als untauglich erachtet wird. Nachbesserungen und Ergänzungen des CO2-Gesetzes sind jedoch notwendig, insbesondere durch eine verstärkte Ausrichtung auf das internationale Umfeld, u.a. Kompatibilität mit dem Europäischen Emissionshandelssystem ETS und höhere Limite für Kompensationen im Ausland.

    SGCI Chemie Pharma Schweiz

    SGCI Chemie Pharma Schweiz ist die gesamtschweizerische Branchenorganisation der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Ihre rund 250 Mitgliedfirmen sind hauptsächlich in der Forschung, Entwicklung, Herstellung oder dem Verkauf von pharmazeutischen Spezialitäten, Vitaminen, industriellen Spezialchemikalien, Pflanzenschutzmitteln sowie Aromen und Riechstoffen tätig. In der chemisch-pharmazeutischen Industrie der Schweiz sind rund 70'000 Erwerbstätige beschäftigt. Insgesamt 200'000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von dieser Industrie ab. Die Beschäftigten in den von SGCI Chemie Pharma Schweiz vertretenen Unternehmen erarbeiteten 2006 mit 270'000 CHF pro Kopf eine 2.5 Mal so hohe Wertschöpfung wie die gesamte schweizerische Wirtschaft. SGCI Chemie Pharma Schweiz engagiert sich vor allem für innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, Aufhebung der Handelsbeschränkungen sowie Akzeptanz von Forschungs- und Entwicklungserfolgen.

    Ergänzende Informationen:

    www.sgci.ch - unter Positionen:     Positionspapier "Forderungen an die schweizerische Klimapolitik"

ots Originaltext: SGCI Chemie Pharma Schweiz
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Richard Gamma
SGCI Chemie Pharma Schweiz
Tel.:    +41/44/368'17'24
E-Mail: richard.gamma@sgci.ch



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