ICT for Development Platform

Bundesrätin Calmy-Rey eröffnet "ICT for Development Platform"

Weltgipfel über die Informationsgesellschaft, Genf 2003

    Bern (ots) - Am kommenden Dienstag öffnet die "ICT for Development Platform" in Genf ihre Pforten. An der öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des Weltgipfels über die Informationsgesellschaft zeigen 250 Aussteller aus 75 Ländern, wie Informations- und Kommunikationstechnologien - von der Radiolampe bis zur künftigen Generation des Internet - auf innovative Weise für die Armutsminderung und Entwicklung eingesetzt werden können. Gleichzeitig werden in über 40 Konferenzen und Workshops zentrale Entwicklungsfragen diskutiert. Die Veranstaltung in der Halle 4 des Palexpo-Geländes ist vom 9.-13. Dezember täglich zwischen 9:00 und 18:00 geöffnet (Samstag bis 16:00) und für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

    Offiziell eröffnet wird die Plattform am kommenden Dienstag um 9:30 Uhr von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, Yoshio Utsumi, Generalsekretär der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und Adama Samassekou, dem Präsidenten des Vorbereitungskomitees des Weltgipfels. "Wir müssen verhindern, dass durch die Informationsrevolution die bestehenden Gräben - zwischen Arm und Reich, Norden und Süden, Stadt und Land, Männer und Frauen oder Jung und Alt - weiter vertieft oder gar neue Gräben aufgerissen werden. Die ICT for Development Platform will konkrete Wege und Lösungen aufzeigen, um Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) in den Dienst von Armutsminderung und Entwicklung zu stellen", erklärt Calmy-Rey. Die Plattform sei damit eine wichtige Bereicherung und Ergänzung zu den politischen Gesprächen und Verhandlungen des Weltgipfels.

    Plattform für zukunftsgerichtete Partnerschaften und Initiativen Die ICT for Development Platform wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und dem Netzwerk Global Knowledge Partnership (GKP) organisiert. Mit 250 Ausstellern aus 75 Ländern, einem umfassenden Konferenzprogramm (ICT4D Forum) und zahlreichen zusätzlichen Anlässen ist sie die bisher grösste Veranstaltung zum Thema. Sie grenzt an den politischen Teil des Weltgipfels, der ebenfalls auf dem Palexpo-Gelände in Genf stattfindet (10.-12. Dezember). Im Unterschied zum politischen Gipfel ist die Plattform öffentlich.

    "Wenn die heutigen globalen Herausforderungen bewältigt werden sollen, müssen die Kräfte aller Akteure gebündelt werden. Die ICT for Development Platform schafft den Rahmen für die Lancierung zukunftsgerichteter Initiativen und Partnerschaften zwischen Regierungen, Internationalen Organisationen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft", sagt DEZA-Direktor Walter Fust. Neben zahlreichen staatlichen, nicht-staatlichen und internationalen Organisationen, darunter Weltbank, FAO, OECD, European Commission for Development, UNDP, UNESCO und WTO, sind auch viele kleine und grosse Hightech-Unternehmen auf der Plattform vertreten, so etwa Microsoft, Hewlett-Packard, Nokia, Sharp, Toshiba und NTT DoCoMo. Mit von der Partie sind zudem zahlreiche Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt.

    Vielfältiges Angebot für Besucher und Medien

    Entsprechend vielfältig ist das Angebot. Die Ausstellungshalle verwandelt sich während fünf Tagen in ein lebendiges Dorf mit einem zentralen Marktplatz, Strassen und Plätzen, wo Besucher an Präsentationen und verschiedenen kulturellen Veranstaltungen teilnehmen können. Bei einem Rundgang erhalten sie einen Überblick über den neusten Stand der Technologie und deren Einsatz im Dienst der Entwicklung. So etwa am Bespiel eines Telemedizin-Lastwagens, der normalerweise in Russland zum Einsatz kommt. Oder am Stand des WSIS African Caucus, auf dem ein typisches afrikanisches Dorf mit einem Telecenter und lokaler Radiostation aufgebaut ist. Insgesamt sind rund 350 Projekte zu sehen, darunter wegweisende Entwicklungen wie die nächste Internet-Generation, die derzeit am CERN geschaffen wird. Überraschende visuelle Einblicke vermittelt eine Ausstellung mit 60 Fotos zum Thema Informationsgesellschaft.

    Praxis- und lösungsorientiert ist auch das ICT4D Forum mit über 40 Podiumsdiskussionen, Seminaren und Workshops. Hier debattieren Regierungschefs, Minister, Unternehmensführer, ICT-Praktiker und Vertreter von NGOs über Trends, Perspektiven und Lösungen. Ob innovative Finanzierungsmechanismen für ICT-Projekte, die Rolle der Medien in Konfliktsituationen oder die Bedeutung von Open-Source-Software für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung - das Spektrum der Konferenzen umfasst alle relevanten, aktuellen Themen rund um ICT für Entwicklung. Im Rahmen des ICT4D Forums führen zudem seco und Weltbank das zweitägige Jahressymposium 2003 von InfoDev, einem Programm der Weltbank, durch. Global Knowledge Partnership (GKP) nutzt den Anlass für Dienstleistungen für ihre Mitglieder und die Verleihung der GKP Awards für besondere Leistungen im Entwicklungsbereich. TVE produziert eine TV-Sendung, die über BBC World Earth Report an 270 Millionen Haushalte in der ganzen Welt ausgestrahlt wird.

    Als Anlaufstelle für die Presse steht auf der Plattform ein Media Desk zur Verfügung (Stand 327), das akkreditierte Medienschaffende bei ihrer Arbeit unterstützt. Zudem finden tägliche Pressekonferenzen statt. Laufend aktualisierte Information dazu sowie das Ausstellerverzeichnis und das Konferenzprogramm finden sich unter www.ict-4d.org.

    Pressebilder können kostenlos unter www.photopress.ch/image/aktuell (Dezember 03) heruntergeladen werden.

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www.deza.admin.ch; www.globalknowledge.org



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