Bei Claude Nobs fühlen sich die Stars zu Hause

Zürich (ots) - Der künstlerische Leiter des Montreux Jazz Festivals geniesst einen Weltruf als Gastgeber und beeindruckt sogar Profimusiker mit seinem privaten Plattenarchiv.

Die Stars des Montreux Jazz Festivals, das am 1. Juli beginnt, fühlen sich beim künstlerischen Leiter Claude Nobs wie zu Hause. Sie stöbern durch seine riesige Plattensammlung, spielen mit seinen Hunden - und lassen sich verwöhnen. Den Weltruf als Gastgeber hat sich Claude Nobs über Jahre hinweg hart erarbeitet: "Wer meint, ich würde mit den Stars nur in meinem Chalet sitzen und die Aussicht auf den Genfer See geniessen, täuscht sich. Das geht leider nicht so einfach", sagt der Waadtländer im Interview mit dem Magazin Reader's Digest Schweiz (Juli-Ausgabe). "Glücklicherweise habe ich zehn Jahre in der Hotellerie gearbeitet, als Koch, Sommelier und Empfangschef. Da weiss man, was man tun muss, damit sich der Gast wie zu Hause fühlt."

Dass sich Profimusiker aus allen Teilen der Welt beim Montreux Jazz Festival heimisch fühlen, ist ein offenes Geheimnis - und das Verdienst von Claude Nobs. "Die meisten schauen, dass sie möglichst noch einen Tag vor und nach den Shows Zeit haben, um selber an Konzerte zu gehen und den Besuch in meinem Chalet ausklingen zu lassen, wo sie sich in mein Archiv vertiefen oder mit meinen zwei Berner Sennenhunden spielen können." Den Weltruf als Gastgeber verdankt der 75-Jährige nicht zuletzt seiner Freigiebigkeit: "Wenn ein Musiker unter meinen 45'000 Platten eine LP entdeckt, die er genial findet und noch nicht besitzt, schenke ich sie ihm. Ich liebe es, mit anderen zu teilen, und hatte deshalb noch nie viel Geld auf der Bank."

Kein Wunder, dass es dem Festivalgründer immer wieder aufs Neue gelingt, einzigartige Konzerterlebnisse zu schaffen. "Ich habe von Anfang an versucht, Begegnungen zu stiften und spezielle Ereignisse zu ermöglichen - Exklusives, das es nur in Montreux gibt", so Nobs im Interview mit Reader's Digest. "Die Musiker wollen dabei sein. Carlos Santana kam von sich aus auf mich zu und wird an drei Konzerten beteiligt sein." Seit dem ersten Kennenlernen 1970 trifft er sich immer mit Carlos Santana, wenn dieser in die Schweiz kommt. "Ich war auch schon mehrfach in seinem Haus in Kalifornien."

Auch zu vielen anderen Stars pflegt "Funky Claude" ein freundschaftliches Verhältnis. Und er kennt daher ihre kulinarischen Vorlieben. "Der grösste Gourmet unter den Musikern ist Quincy Jones. Ganz besonders liebt er die 'Nierli' von Frédy Girardet, einem der besten Köche der Welt." Seinen Spitznamen "Funky Claude" verdankt Nobs übrigens Deep Purple, die ihm nach dem Casino-Brand 1971 in "Smoke On The Water" verewigt haben.

Vom 1. bis 16. Juli wird das 45. Montreux Jazz Festival, das längst alle Stilrichtungen der populären Musik umfasst, wieder über 200'000 Besucher anlocken. Unter den prominenten Namen im Programmheft finden sich u. a. Carlos Santana, Sting, Paul Simon, Seal, Liza Minnelli, B. B. King, Andreas Vollenweider, George Benson und Deep Purple ( www.montreuxjazz.com ).

Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Juli-Ausgabe von Reader's Digest Schweiz ist ab Donnerstag, 30. Juni, an zentralen Kiosken erhältlich.

Medienmitteilung und Interview aus der Juli-Ausgabe zum Download: http://www.readersdigest.ch . Auf "Unternehmen" und dann auf "Service für Journalisten" klicken (Rubrik Magazin Reader's Digest)

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