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Forum Mobil-Bietenhard: EU bestätigt Mobilfunk-Grenzwerte

    Bern (ots) - Seit dem letzten SCENIHR-Report von 2001 sind umfassende Arbeiten im Bereich epidemiologischer, in vivo- und in vitro-Forschung durchgeführt worden. Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse findet die SCENIHR keine Gesundheitswirkung elektromagnetischer Felder unterhalb der 1998 festgelegten ICNIRP-Grenzwerte.

    Der wissenschaftliche Ausschuss der europäischen Kommission für Gesundheitsrisiken (Scientific Committee of Emerging and Newly Identified Health Risks - SCENIHR) beurteilt in seiner aktuellen wissenschaftlichen Bewertung die Sicherheit von Mobilfunk: Es zeigt sich keine Gesundheitswirkung unterhalb der 1998 festgesetzten Immissionsgrenzwerte der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierenden Strahlen (ICNIRP). "SCENIHR untermauert mit dieser Bewertung das bestehende Grenzwerte-Konzept für Mobilfunk", kommentiert Forum Mobil-Geschäftsführerin Sonja Bietenhard die Schlussfolgerung des Ausschusses.

    Die Europäische Kommission hat SCENIHR gebeten, jene neuen wissenschaftlichen Studien zu beurteilen, die seit der letzten wissenschaftlichen Überprüfung im Jahre 2001 veröffentlicht wurden. Insbesondere bewertete SCENIHR, ob die Exposition mit elektromagnetischen Feldern (EMF), wie sie auch beim Mobilfunk verwendet werden, Krankheiten oder andere gesundheitliche Effekte verursacht bzw. langfristige Effekte auftreten. Der EU-Wissenschaftsausschuss streicht dabei besonders die umfassende Forschung zu möglichen Gesundheitseffekten bei der Exposition mit Funkwellen einschliesslich Epidemiologie und Zellforschung, hervor:

    - In Summe zeigen die epidemiologischen Ergebnisse, dass ein Mobiltelefongebrauch von bis zu 10 Jahren kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Hirntumors oder einer gutartigen Geschwulst am Hör- und Gleichgewichtsnerv (Akustikneurinom) bedeutet.

    - Die Daten für den längerfristigen Gebrauch (mehr als 10 Jahre) sind spärlich und daher ist nur eine vorläufige Einschätzung möglich: Für die Entwicklung von Hirntumoren zeigt sich kein erhöhtes Risiko. Ausnahme ist das Akustikusneurinom, wo es derzeit einige Hinweise für einen Zusammenhang gibt.

    - Bei der Exposition von elektromagnetischen Feldern gibt es keine überzeugenden Effekte auf Wohlbefinden oder andere selbst-deklarierte Symptome.

    - Studien zu neurologischen Effekten deuten auf keinerlei Gesundheitsrisiken unterhalb der ICNIRP-Grenzwerte hin.

    - Es liegen keine eindeutigen Anzeichen der Zellforschung vor, wonach Funkwellen Zellen im nicht-thermischen Bereich beeinflussen.

    - Betrachtet wurde auch die Mobiltelefonnutzung durch Kinder. Obwohl es keine näheren Beweise dafür gibt, könnten Kinder möglicherweise sensibler auf Funkwellen reagieren.

    - Tierstudien haben keine Hinweise geliefert, dass Funkwellen Krebs auslösen, die Effekte von bekannten krebsauslösenden Faktoren fördern oder die Entwicklung von Tumoren beschleunigen können.

    Der wissenschaftliche Ausschuss empfiehlt im Hinblick auf die rasche Entwicklung neuer Technologien weitere Forschung im gesamten Funkfrequenzspektrum.

    Service-Link:

    Die wissenschaftlichen Ausschüsse "Konsumgüter" (SCCP), "Gesundheits- und Umweltrisiken" (SCHER) und "Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" (SCENIHR) sind drei wissenschaftliche Ausschüsse ausserhalb des Lebensmittelbereichs, die die Kommission bei der Ausarbeitung von Strategien und Vorschlägen beraten. Die fachlich fundierten Stellungnahmen der externen unabhängigen Wissenschaftler werden in Fragen des Verbraucher- und Umweltschutzes sowie der öffentlichen Gesundheit eingeholt. http://ec.europa.eu/health/index_en.htm

    Die gesamte Studie findet sich unter http://ec.europa.eu/health/ph_risk/committees/04_scenihr/docs/scenihr_o_007.pdf

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