vips Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz

vips: Frankreich und Spanien setzen auf die Pharmaindustrie - die Schweiz schwächt sie

    Zug (ots) - Politiker, Preisüberwacher und Konsumentenschutz beabsichtigen mit ihren Forderungen die wirtschaftliche Position der Pharmaindustrie in der Schweiz zu schwächen. Obschon die Pharmaindustrie in der Schweiz direkt und indirekt gegen rund 118'000 Mitarbeitende beschäftigt, jährlich rund fünf Milliarden in die Forschung investiert und Milliarden von Steuern entrichtet. Im Ausland dagegen werden zurzeit alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um das Potenzial der Pharmaindustrie zur Bewältigung der Wirtschaftskrise auszuschöpfen.

    Spanien: Vereinbarung Regierung mit Pharmaindustrie

    In Spanien haben am 16. April 2009 Gesundheitsminister Bernat Soria und der Vorsitzende der Farmaindustria, Jesus Acebillo, zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise u.a. vereinbart, dass die Pharmaindustrie ihre Investitionen für Forschung und Entwicklung jährlich um 15% steigert, den Bestand von direkt und indirekt rund 200'000 Mitarbeitern beibehält bzw. steigert und den Export in den kommenden Jahr deutlich ausdehnt. Im Gegenzug verpflichtet sich der spanische Staat, das Niveau der Gesundheitsausgaben beizubehalten bzw. zu erhöhen. Rund 30% der Gesundheitskosten entfallen auf pharmazeutische Ausgaben.

    Frankreich: Appel zu vermehrter Investition

    Am 5. Juni 2009 ersuchte der französische Präsident Nicolas Sakorzy die Spitzen der internationalen pharmazeutischen Forschung und Entwicklung - unter ihnen die Vorsitzenden der fünf grössten französischen Pharmafirmen - um Unterstützung seiner Bestrebungen, der französischen Gesundheitsindustrie zu mehr Wettbewerbskraft zu verhelfen. Wachstum sei von nun an basiert auf Bildung, Forschung und Innovation. In  Zukunft würden diejenigen Staaten die Herausforderungen der Zukunft bewältigen können, die sich auf Forschung, Innovation und Training fokussieren. Mit 11% des weltweiten Forschungs- und Entwicklungsbudget der Pharmaindustrie seien die fünf grossen französichen Pharmafirmen eine treibende Kraft für das wirtschaftlichen Wachstum. Er lud die Pharmaindustrie zu vermehrten Investitionen in Frankreich ein und sicherte ihnen dafür beste Bedingungen zu. Dabei versprach Sarkozy den Vertretern der Pharmaindustrie: "Wir werden besser auf Ihre Bedürfnisse, Ihre Probleme  und Ihre Schwierigkeiten achten."

    Schweiz: Wachsende Unsicherheiten in einer kritische Phase

    Mit ihren jüngsten Forderungen an die Pharma schaffen Politiker, Preisüberwacher und Konsumentenschutz dagegen in einer kritischen Wirtschaftsphase wachsende Unsicherheit über die Standortqualität der Schweiz für die internationale Pharmaindustrie. Diese Politik, die im krassen Gegensatz zu den umliegenden Ländern steht, kann für die Schweizerische Volkswirtschaft und damit den Wohlstand in unserem Land bald einmal zu irreversiblen Schäden führen.

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