vips Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz

vips: Medikamentenmarkt 2008 - weiter abgeschwächtes Wachstum

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    Zug (ots) - Der Medikamentenmarkt Schweiz 2008 nahm im Vergleich zum Vorjahr von CHF 4,48 Mia. um 5,3% auf CHF 4,72 Mia. zu (Basis: Herstellerabgabepreis). Im Vorjahr belief sich das Wachstum noch auf 6,5%. Dabei belief sich das Wachstum für neue Medikamente und neue Darreichungsformen, die in den letzten zwei Jahren eingeführt wurden, auf 6,4%, die bis 2006 eingeführten Medikamente gingen um 1,1% zurück. Die Generika partizipierten am Wachstum der kassenzulässigen Medikamente erneut überdurchschnittlich mit 10,1% und steigerten damit ihren Anteil im Markt patentabgelaufener Medikamente auf 32%.

    Der Medikamentenmarkt Schweiz 2008 nahm gemäss einer Analyse von IMS Health im Vergleich zum Vorjahr von CHF 4,48 Mia. um 5,3% auf CHF 4,72 Mia. zu (Basis: Herstellerabgabepreis). Grund für das im Vergleich zum Vorjahr (6,5%) abgeschwächte Wachstum ist die ausserordentliche Preissenkungsrunde per 1. März 2008, die Einsparungen von rund CHF 93,0 Millionen bewirkte. Am stärksten nahmen die Umsätze der Impfstoffe, Antirheumatika und Lipidregulatoren zu. Deren Zunahme um zusammen rund CHF 60 Mio. macht etwa 25% des Wachstums des gesamten Medikamentenmarktes aus. Leicht überdurchschnittlich nahm der Spitalmarkt um rund 8% zu, vor allem bedingt durch die starke Zunahme der für Transplantationen unabdingbaren Immunsuppressiva.

    Erneut stärkeres Wachstum der Generika

    Mit 10,1% (Vorjahr: 6,8%) partizipierten die Generika überdurchschnittlich am Wachstum der kassenzulässigen Medikamente. Gleichzeitig verloren die Originale im generikafähigen Markt ein Umsatzvolumen von 13,2%. Diese Entwicklung zeigt, dass die zur Förderung der Generika ergriffenen Massnahmen nachhaltig wirken. Der durchschnittliche Substitutions-Anteil der Generika im generikafähigen Markt erreichte rund 70%, was deutlich mehr ist als im europäischen Vergleich. Mengenmässig zeigte der Gesamtmarkt ein Plus von nur 2,6%, im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 3,9%; die Anzahl verkaufter Packungen belief sich auf 200 Millionen. Die Generika legten mit einem mengenmässigen Wachstum von 7,5% überdurchschnittlich zu, die Originale verloren im generikafähigen Markt 1,3%. Markant gedämpftes Wachstum

    Zu Beginn des Jahres 2009 wurde eine weitere ausserordentliche Preissenkungsrunde umgesetzt, die sich - zusammen mit den 2008 realisierten Einsparmassnahmen - verstärkt dämpfend auf die Entwicklung des Medikamentenmarktes auswirken wird. Hinzu werden neue Generika und erste Biosimilars - Nachahmungen biotechnologisch hergestellter Medikamente - mit grossem Umsatzpotenzial auf den Markt kommen und das Wachstum des Gesamtmarktes spürbar hemmen.

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