VGB PowerTech e.V.

Der europäische Stromerzeugungsmix - hohe Anforderungen an Flexibilität und Stromspeicher

Bern/Schweiz (ots) - Europäische Stromerzeugung steht vor technologischen Herausforderungen Ausbau der Erneuerbaren bedingt Integration und Netzausbau Neue Kraftwerke und Anlagen erfordern Hightech-Lösungen - VGB dabei wichtiger Know-how- und Innovationsträger der Branche

Unter dem Motto "Der europäische Stromerzeugungsmix - hohe Anforderungen an Flexibilität und Stromspeicher" treffen sich rund 1.100 Experten aus 28 Ländern zum VGB-PowerTech-Kongress in Bern/Schweiz. Die Fachleute von Kraftwerksbetreibern, Herstellern, Dienstleistern sowie aus Politik, Verwaltung und Forschung diskutieren auf diesem größten europäischen Fachkongress der Strom- und Wärmeerzeugung die mit dem technologischen Umbruch des heutigen Stromversorgungssystems zu lösenden Herausforderungen.

Die ambitionierteren Vorgaben der europäischen Umwelt- und Energiepolitik erfordern zunehmend mehr Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen und zur Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien. Als Konsequenz werden daher der Bau von Wind-, Biomasse- und Solaranlagen, von Kernkraftwerken sowie der Bau moderner fossil befeuerter Kraftwerke forciert. "Ohne diese Projekte tritt der Klimaschutz auf der Stelle", warnt Prof. Dr. Gerd Jäger, Vorsitzender des VGB PowerTech.

"Darüber hinaus wird unser Versorgungssystem immer komplexer", stellt Jäger fest. "Neue Technologien, neue Standorte und immer mehr fluktuierende, wetterabhängige Erzeugung fordern ein Netzausbau und auch ein neues Zusammenspiel von Erzeugern und Verbrauchern, wenn wir auch in Zukunft unsere gewohnte aber auch erforderliche Qualität, sprich Versorgungssicherheit mit 24 Stunden Strom an 365 Tagen im Jahr, gewährleistet sehen wollen. Nicht nur Kraftwerke müssen dazu erhöhte Flexibilität aufweisen, sondern auch die Verbraucher müssen durch eine flexible Verbrauchssteuerung mit Smart Home und Smart Grid reagieren." Entsprechend der Zielrichtung des VGB PowerTech, seine Mitglieder bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Kraftwerksanlagen zu unterstützen, werden auf dem Kongress zentrale Fragen der aktuellen Kraftwerks- und Stromversorgungstechnik diskutiert. Im Hinblick auf die neuen Wärmekraftwerke auf Basis von Erdgas, Stein- und Braunkohle sind es z.B. insbesondere Fragen zum Einsatz der neuen Hightech-Werkstoffe, die höhere Kraftwerkswirkungsgrade und damit gesteigerte Effizienz, geringeren Brennstoffverbrauch und niedrigere Emissionen ermöglichen.

Ein weiteres zentrales Thema ist die zunehmende Bedeutung der erneuerbaren Energien, deren Ausbau und Integration enorme volkswirtschaftliche und technische Herausforderungen nach sich ziehen. "Vor allem bei der Integration der fluktuierenden Einspeisung von Wind und Sonne werden höchstflexible Kraftwerke ebenso eine zentrale Rolle spielen wie massive Investitionen in die Netze und Speichertechnologien." so Jäger weiter. Die Experten präsentieren dazu Techniken sowie Potenziale von möglichen Optionen wie Pumpspeicherkraftwerken, Druckluftspeichern oder auch chemischen Speichern.

Um der zunehmenden Bedeutung von Erneuerbaren, Kraftwerksflexibilität und Speichertechniken zukünftig noch mehr Rechnung zu tragen, wird VGB seine Organisation als auch seine Kompetenzen in diese Richtung stark ausbauen. "VGB stellt sich mit seiner Fachexpertise sowie seiner wichtigen Funktion als Kompetenzzentrum- und -schnittstelle diesen Herausforderungen bei Planung, Bau und Betrieb sowie der Integration aller Stromerzeugungsanlagen - von den Erneuerbaren über die thermischen fossil betriebenen Kraftwerke bis hin zur Kernenergie und begleitet die Lösungen mit seinem Know-how sowie Forschung und Entwicklung", unterstrich Jäger.

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