Verband Textilpflege Schweiz VTS

Die Zentralwäscherei des Kantons Thurgau übernimmt die Wäscherei Rutishauser AG

Staat liquidiert mit Steuergeldern privaten Konkurrenten

    Bern (ots) - Mit Steuergeldern liquidiert die staatliche Zentralwäscherei des Kantons Thurgau in Münsterlingen einen privaten Anbieter und Konkurrenten in Horn und sichert sich damit eine bessere Auslastung. Der Verband Textilpflege Schweiz (VTS) verurteilt diese Einkaufstour der Spital Thurgau AG aufs Schärfste.

    Der VTS erachtet es als einen Affront gegenüber den thurgauischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, dass die Spital Thurgau AG, deren Aktien zu hundert Prozent dem Kanton Thurgau gehören, unter staatlicher Protektion expandiert und dadurch Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft vernichtet. Das Wäschevolumen der gekauften Wäscherei Rutishauser AG wird nämlich nicht in gleichem Umfange neue Arbeitsplätze am Standort der Zentralwäscherei in Münsterlingen schaffen, sondern primär zu einer "besseren Auslastung" der bestehenden Anlagen führen. Der VTS ist über die Haltung der thurgauischen Regierung und der Verantwortlichen der Zentralwäscherei des Kantons Thurgau befremdet. Der Übernahmeakt schadet dem Kanton nämlich gleich doppelt: Einerseits werden Steuergelder verpufft und andererseits Arbeitsplätze gefährdet. In den Augen des VTS sind die Politiker im Kanton Thurgau gefordert.

    Für den VTS, der die schweizerischen Textilreinigungen und Wäschereien vereint, ist das Waschen von Textilien grundsätzlich keine Staatsaufgabe. Es gibt in der Schweiz genügend und flächendeckend private Anbieter, welche die Wäschevolumina von öffentlichen Spitälern, Heimen und Anstalten übernehmen könnten. Besonders stossend ist es, wenn (para-)staatliche Wäschereien zu vertraglich garantierten Preisen die Wäsche von Spitälern, Heimen und Anstalten waschen können und gleichzeitig zu Dumpingpreisen auf dem Markt der Hotelwäsche und der Berufskleider agieren und den privaten Wäschereien das Leben schwer machen. Diese ungleich langen Spiesse im Wettbewerb gilt es zu bekämpfen. Der VTS will dies über eine konsequente Privatisierung der staatlichen Wäschereien erreichen. Dabei genügt es allerdings nicht, Staatsbetriebe lediglich in Aktiengesellschaften umzuwandeln - die Aktien gehören dann auch effektiv in den Besitz von Privaten.

ots Originaltext: Verband Textilpflege Schweiz VTS
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Jürg Depierraz
Geschäftsführer VTS
Telefon 41/31/310'20'30

Verband Textilpflege Schweiz VTS
Postfach 5853
3001 Bern
Tel. +41/31/310'20'30
Fax  +41/31/310'20'35



Das könnte Sie auch interessieren: