Verkehrsgewerkschaft GDBA

LKW-Maut: "Schluss mit billigem Jakob"

    Frankfurt am Main (ots) - Mit grosser Erleichterung hat die
Verkehrsgewerkschaft GDBA die Einigung zwischen
Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe und EU-Verkehrskommissarin
Loyola de Palacio zur deutschen LKW-Maut aufgenommen. "Nun ist bald
Schluss mit dem billigen Jakob auf dem deutschen Autobahnnetz",
begrüsste der GDBA-Bundesvorsitzende Klaus-Dieter Hommel die gestern
herbeigeführte Klärung. "Jetzt muss allerdings die Betreiberfirma
Toll Collect zeigen, dass sie es kann." Die technische
Funktionsfähigkeit des Systems müsse so schnell wie möglich
garantiert werden.
    
    Mit der Einführung der Maut werde im Transit-Land Nr. 1 künftig
für mehr Kostenwahrheit bei der Infrastrukturnutzung gesorgt. Zudem
sei aus wettbewerblichen Gründen wichtig, dass mit der Kilometermaut
der LKW-Verkehr endlich denselben strengen Prinzipien unterworfen
werde, wie sie schon seit Jahren im Schienenverkehr zur Anwendung
kämen, betonte Hommel.
    
    Der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA forderte zudem
die Bundesregierung auf, verkehrspolitisch jetzt nicht auf halbem
Wege stehen zu bleiben. Nach über 50 Jahren Vernachlässigung des
Schienenverkehrs müsse nun alles für eine Verkehrswende getan werden.
Dazu gehöre für den GDBA-Chef die weitere Anhebung der LKW-Maut sowie
deren Ausweitung auf alle Strassen. Auch die im Entwurf zum
Bundeshaushalt 2004 geplanten Einschnitte bei der Förderung des
Schienenwegeausbaus in Höhe von 400 Millionen Euro müssten
zurückgenommen werden. Hommel wörtlich: "Schieneninvestitionen sind
schliesslich Zukunftsinvestitionen."
    
ots Originaltext: Verkehrsgewerkschaft GDBA
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