FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz

FHNW - Erfahrungen einordnen und reflektieren: Neue Impulse für die praktische Ausbildung von Lehrpersonen

    Solothurn (ots) - Hauptthema der diesjährigen Hochschulkonferenz der Pädagogischen Hochschule FHNW war das vieldiskutierte Verhältnis von Theorie und Praxis in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Diese Diskussion bildete den Anlass zur Gründung einer ständigen Arbeitsgruppe «Berufspraktische Studien» unter dem Dach der Schweizeischen Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL).

    Die Diskussion zum Verhältnis Theorie - Praxis in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung ist so alt wie die Disziplin selbst. Und bei jeder Reform des Bildungssystems, zuletzt seit der Bologna-Reform, wird sie virulent. Im Rahmen der vierten Hochschulkonferenz der Pädagogischen Hochschule FHNW wurde das Thema vielfältig diskutiert.

    Hermann J. Forneck, Direktor der Pädagogischen Hochschule FHNW, betonte die Bedeutung authentischer Erfahrung in der Praxis als ein Potential, das für die Lehrerbildung von grosser Bedeutung ist: «Eine vollständige Tertiarisierung der Lehrerbildung kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie die Reichhaltigkeit der Praxiserfahrung aufnimmt. Die Pädagogische Hochschule FHNW wird über das, was schon jetzt an Verschränkung von Theorie und Praxis existiert, die Verbindung mit dem Schulfeld in den nächsten Jahren weiter ausbauen.»

    Acht Pädagogische Hochschulen vergleichen

    In einem zweiten Teil wurden verschiedene Formen der Praxisausbildung angehender Lehrpersonen diskutiert. Dazu präsentierten sieben weitere Pädagogische Hochschulen ihre Konzepte der «Berufspraktischen Studien» an einem Infomarkt. In einem Gespräch am runden Tisch erörterten Verantwortliche der Praxisausbildung der einzelnen Hochschulen die Stärken und Schwächen der verschiedenen Konzepte. Ein gemeinsamer Nenner aller Konzepte ist die Förderung der Reflexionskompetenz, um die Erfahrungen aus der Berufspraxis und das Theoriewissen zu vernetzen. So wurden beispielsweise an der Pädagogischen Hochschule FHNW neben den bewährten Praktika zwei weitere Veranstaltungsgefässe eingeführt: In Reflexionsseminaren analisieren die Studierenden ihre Praxiserfahrungen in angeleiteten Gruppen und in Mentoraten findet die Reflexion der individuellen Lernbiographie statt.

    Neue Arbeitsgruppe «Berufspraktische Studien»

    Der Anlass war zugleich Start einer ständigen Arbeitsgruppe «Berufspraktische Studien» im Rahmen der Schweizerischen Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL), um die Diskussion zum Verhältnis von Theorie und Praxis in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung weiterzuführen. Die Leitungspersonen der berufspraktischen Ausbildung aller Pädagogischen Hochschulen der Deutschschweiz haben sich zur Mitarbeit angemeldet, um die Professionalisierung und Qualitätssicherung der beruflichen Ausbildung gemeinsam zu fördern. Somit engagiert sich die Pädagogische Hochschule FHNW nicht nur für eine praxisfokussierte Ausbildung der künftigen Lehrerinnen und Lehrer, sondern spielt auch eine innovative Rolle in der hochschulübergreifenden Kooperation innerhalb der schweizerischen Bildungslandschaft.

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