FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz

Summer School der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in Basel zu Biografiearbeit und Biografieforschung

    Basel (ots) - Über 300 Bachelor- und Master-Studierende der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW nehmen vom 2.-5. Juni an der Summer School über Biografiearbeit und Biografieforschung teil. Diese findet im Kollegienhaus der Universität Basel in Zusammenarbeit mit der Universität Marburg und der Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit Mainz statt.

    Diese Woche findet im Kollegienhaus der Universität Basel die Summer School 2009 der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW statt. Vom 2.-5. Juni befassen sich über 300 Bachelor- und Master-Studierende mit Biografiearbeit und Biografieforschung in der Sozialen Arbeit. Diese haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Als Folge aktueller politischer und sozialstaatlicher Entwicklungen und einer damit verbundenen «Individualisierung sozialer Probleme» entstehen für viele Menschen Orientierungsprobleme. Eine gelingende biografische Lebensführung ist nicht mehr selbstverständlich, sie wird zu einer wichtigen Ressource.

    Lebensgeschichte ist zentral

    In der Sozialen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Lebensgeschichten von Adressat/innen zentral. Die Berücksichtigung lebensgeschichtlicher Zusammenhänge ermöglicht, diese in ihrem historischen und sozialen Kontext zu sehen, Ressourcen zu erkennen und daraus Interventionen abzuleiten. Durch biografisches Erzählen ist es in der Sozialen Arbeit erst möglich, zu einem Verständnis fremder Lebenswirklichkeiten zu kommen und damit die Basis für das professionelle Handeln zu legen. Fragen der Einschränkungen und der Beschädigung der Autonomie und der Bewältigung der Lebenspraxis stehen dabei im Mittelpunkt. Die Biografieforschung innerhalb der Sozialen Arbeit versucht die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen, Problemlagen durch die Untersuchung von Biografien zu analysieren und die subjektiven Wahrnehmungs- und Deutungsmuster der Betroffenen zu rekonstruieren. Die Biografieforschung leistet somit einen Beitrag zur ethnografischen Beschreibung von Lebenswelten und Lebenswirklichkeiten.Die Summer School, die zusammen mit der Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit Mainz und der Universität Marburg durchgeführt wird, soll eine Auseinandersetzung mit theoretischen und methodischen Grundlagen der Biografiearbeit und Biografieforschung in der Sozialen Arbeit ermöglichen. Es wird diskutiert, welche gesellschaftlichen Funktionen biografische Strukturen in modernen Gesellschaften erfüllen, welche Rolle Medien im Alltag und in den biografischen Erfahrungen der Adressat/innen der Sozialen Arbeit spielen, wie biografische Fallrekonstruktionen konkrete Interventionen in der Praxis der Sozialen Arbeit unterstützen können und welche Anknüpfungspunkte es für die empirische Forschung und professionelle Praxis der Sozialen Arbeit gibt.

    * Die Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW ist die grösste Hochschule für Soziale Arbeit der Deutschschweiz, mit Standorten in Olten und Basel. Sie bietet ein Bachelor-Studium und seit Herbst 2008 auch ein Master-Studium in Sozialer Arbeit an. Derzeit sind über 1000 Studierende an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW eingeschrieben und rund 900 Personen besuchen jährlich eine Weiterbildung.

    Weitere Auskünfte erhalten Sie vonProf. Sigrid Schilling, Dozentin, Studienzentrum Soziale Arbeit, Tel. +41/62/311'96'74, sigrid.schilling@fhnw.ch

    Download dieser Medienmitteilung: http://www.presseportal.ch/go2/sozialearbeit/medien-und-oeffentlichkeit

ots Originaltext: Fachhochschule Nordwestschweiz
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Soziale Arbeit
Christina Beglinger, Leiterin Marketing & Kommunikation
Riggenbachstrasse 16
4600 Olten
Tel.:        +41/62/311'96'91
E-Mail:    christina.beglinger@fhnw.ch
Internet: www.fhnw.ch/sozialearbeit



Weitere Meldungen: FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz

Das könnte Sie auch interessieren: