FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz

Praxisforum der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

    Olten (ots) - "Bildung und Praxis im Wandel - Kompetenzorientierung im Zentrum der Ausbildung" - dieses bildungspolitisch hochaktuelle Thema stand im Zentrum des "Praxisforums 2007" der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW. Rund 130 ausgewählte Gäste aus Politik und Bildung sowie Führungs- und Ausbildungsverantwortliche zahlreicher sozialer Institutionen kamen dazu am Mittwoch, 28. November 2007, in Olten zusammen. Die externen Referenten waren Exponenten aus Politik, Bildung und Praxis.

    Mit dem Praxisforum verfolgt die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW das Ziel, Praxis, Bildung und Politik zu verbinden und eine Plattform für den Dialog und den Erfahrungsaustausch in der Sozialen Arbeit zu bieten, Impulse und Anregungen zu vermitteln sowie neue Ansätze und Entwicklungen zu beleuchten.

    Bildung im Wandel

    Die Bologna-Reform hat Bewegung in Bildung und Ausbildung im europäischen Raum gebracht. Auch die Schweiz hat sich verpflichtet, die Ziele der Erklärung von Bologna bis 2010 umzusetzen. Regierungsrat Klaus Fischer, Vorsteher des Departements für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn, hielt gleich zu Beginn des Praxisforums fest: " Das Bildungswesen in der Schweiz ist im Umbruch. Seit es Schulen gibt, werden diese weiterentwickelt. Neu sind Breite und Tiefe, aber auch das Tempo der Reformen."

    Welche Erwartungen und Herausforderungen stellen sich dabei aus politischer Sicht? Regierungsrat Klaus Fischer erläuterte, dass die Zusammenarbeit der Kantone im Bildungswesen auch in den Regionen verstärkt werde. So haben die Regierungen der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn ihre Absicht zur Schaffung eines 'Bildungsraums Nordwestschweiz' erklärt. "Ermutigt wurden wir dazu durch die Erfahrungen, die wir vier Nordwestschweizer Kantone mit der Schaffung der Fachhochschule Nordwestschweiz gesammelt haben", betonte Regierungsrat Klaus Fischer.     Fachhochschullandschaft Schweiz

    Zum Stand und zu den Perspektiven der Fachhochschullandschaft Schweiz nahm an der Tagung der stellvertretende Leiter des Leistungsbereichs Fachhochschulen im Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT, Thomas Baumeler, Stellung. Bund und Kantone sollen künftig gemeinsam die Verantwortung für einen koordinierten und effizienten Hochschulraum Schweiz übernehmen. "Die Herausforderung wird sein, nationale Strategien regional, kantonal oder gar lokal bei Respektierung der Autonomie von Träger und Hochschule umzusetzen."

    Weiter betonte Baumeler: "Das Erfolgsrezept der Fachhochschulen ist ein hohes Qualitätsbewusstsein in Lehre und anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung und eine konsequente Ausrichtung auf die Praxis. Dies erfordert einen steten und systematischen Austausch mit den Organisationen der Arbeitswelt."

    Die Komplexität in gesellschaftlichen und sozialen Fragestellungen wird weiter zunehmen. "Wir benötigen alle Ausbildungsstufen, um die richtigen Antworten zu geben", schloss Baumeler seine Ausführungen.

    Kompetenzenerwerb aus dem Blickwinkel der Praxis

    Wie nimmt die Praxis die Veränderungen auf, um Studierende der Sozialen Arbeit in der Entwicklung ihrer Kompetenzen zur Bearbeitung der zunehmend komplexen sozialen Problemlagen zu unterstützen?

    Dazu äusserte sich Dr. Karl Diethelm: "Die Ausbildung in der Sozialen Arbeit muss den Erwerb von Wissen und Fähigkeiten beinhalten, um anspruchsvolle, komplexe berufliche Situationen zu erfassen und angemessen darauf reagieren zu können." Weiter sei die Bereitschaft und Fähigkeit zentral, um diese Lösungsstrategien in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können. "Die gemeinsame Ausbildung durch Fachhochschule und Praxisinstitution kann diesem Anspruch am besten gerecht werden", schloss der Leiter des Kinderheims Bachtelen in Grenchen.

    Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxis etabliert

    An der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW nimmt die Zusammenarbeit mit der Praxis einen hohen Stellenwert ein. In einer starken regionalen wie nationalen Vernetzung mit zahlreichen Praxisorganisationen werden die Module der Praxisausbildung, welche ein etablierter Bestandteil des Studiums ist, kontinuierlich weiter entwickelt. Prof. Dr. Luzia Truniger, Direktorin der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, zeigte ausgewählte Entwicklungen der Hochschule vor dem Hintergrund der Bologna-Reform auf und dankte den Praxisinstitutionen für ihre Offenheit gegenüber den veränderten Anforderungen und ihre Professionalität in der Praxisausbildung der Studierenden in Sozialer Arbeit.

    Die Bildungsreform hat Auswirkungen auf die Gestaltung des Studiums in Sozialer Arbeit. Die kompetenzorientierte Studiengangsentwicklung und ihr Kernstück, das Kompetenzenprofil sowie konkrete Umsetzungsbeispiele standen deshalb im Zentrum der Referate und Workshops des Nachmittags.

    Fazit des "Praxisforums 2007": Die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW hat die Bologna-Reform zum Anlass genommen, das Studium in Sozialer Arbeit innovativ weiter zu entwickeln und sieht sich von den Praxisorganisationen, die im Studium in Sozialer Arbeit eine wichtige Rolle spielen, unterstützt. Die Herausforderung besteht in der Transformation von Theorie und Praxis. Die Kompetenzorientierung nimmt diese Herausforderung auf und wird an den Lernorten Hochschule und Praxis gleichermassen eingelöst. Die konsequente Praxisorientierung des Studiums an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW findet ihren Niederschlag in der ausgezeichneten Arbeitsmarkt- und Beschäftigungssituation der Fachhochschul-Absolventinnen und Absolventen im Bereich Soziale Arbeit.

    Die Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz ist die grösste Hochschule für Soziale Arbeit der Deutschschweiz. Sie führt Bachelor-Studiengänge in Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Allgemeiner Sozialer Arbeit in Olten und Basel. Derzeit sind 995 Personen an der Hochschule für Soziale Arbeit der FHNW eingeschrieben.

ots Originaltext: FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz
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