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FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz

Arbeit, soziale Sicherheit und gesellschaftliche Integration: Tagung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

    Olten (ots) - Über die Bedeutung der Erwerbsarbeit für die gesellschaftliche Integration wird  derzeit heftig debattiert. Die Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW führt zusammen mit dem Schweizerischen Sozialarchiv und der Schweizerischen Vereinigung für Sozialpolitik am 19. November 2007 in Olten die Tagung "Arbeit, soziale Sicherheit und gesellschaftliche Integration" durch.

    In der Schweiz haben in den letzten Jahren die atypischen, vom traditionellen Arbeitsrecht abweichenden Beschäftigungsformen deutlich zugenommen. In deren Schlepptau scheinen auch die prekären Arbeitsverhältnisse, die unerwünschte Unsicherheit mit sich bringen, häufiger zu werden, wie eine am 1. November 2006 publizierte Studie im Auftrag des Bundesrates beobachtet hat. Neuere Modelle versuchen einerseits, die Arbeit über neue Anreize besser zu verteilen und andererseits für diejenigen, die trotzdem ohne Erwerbsarbeit bleiben, die finanzielle Sicherheit zu gewährleisten. Jean-Michel Bonvin, Professor für Sozialpolitik und Referent an der Tagung, sieht die Gesellschaft dadurch vor neue Herausforderungen gestellt, wenn er meint, dass "...die bereits bestehende hohe Flexibilisierung des Arbeitsmarktes in der Schweiz weiter ausgebaut wird, die Reformen im Bereich des sozialen Schutzes, erzeugt durch die wirtschaftliche Unsicherheit, aber noch zu wenig berücksichtigt werden."

    Ohne Erwerbsarbeit: zwangsläufiger Ausschluss aus der Gesellschaft?

    Offen bleibt die Frage nach der gesellschaftlichen Integration, denn diese baut in unseren Köpfen stark auf dem Modell der Erwerbsarbeit auf. Werden Menschen ohne Erwerbsarbeit - trotz minimaler finanzieller Sicherheit  - weiterhin unter dem Ausschluss aus der Gesellschaft leiden? Wie steht es mit der gesellschaftlichen Stabilität? Kann die finanzielle Grundsicherheit für alle Menschen die Bedeutung der Erwerbsarbeit für die gesellschaftliche Integration ändern? Müssen wir unsere Überzeugungen bezüglich der Bedeutung der Erwerbsarbeit und dem Anreiz, einer Erwerbsarbeit nachzugehen, grundlegend revidieren?

    Das Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW führt zusammen mit dem Schweizerischen Sozialarchiv und der Schweizerischen Vereinigung für Sozialpolitik SVSP am 19. November 2007 in Olten die Tagung "Arbeit, soziale Sicherheit und gesellschaftliche Integration" durch.

    Flexicurity und Grundeinkommen

    An der Tagung wird einerseits die Bedeutung der Erwerbsarbeit für die gesellschaftliche Integration diskutiert, insbesondere die Bedeutung der Lohnarbeit vor dem Hintergrund einer Gesellschaft ohne Vollbeschäftigung. Andererseits ermöglicht die Tagung einen Ausblick auf die Bedeutung der Arbeit in der Zukunft: so werden zwei Modelle - Flexicurity und Grundeinkommen - vorgestellt.

    Es referieren u.a. Peter Auer, Internationale Arbeitsorganisation IAO, Genf; Jean-Michel Bonvin, HES-SO Lausanne, Olivier Brunner-Patthey, Bundesamt für Sozialversicherungen BSV; Daniel Häni und Enno Schmidt, Gründer der "Initiative Grundeinkommen"i, Martin Kronauer, Fachhochschule für Wirtschaft, Berlin; Christian Marazzi,SUPSI. Die Tagungsleitung hat Urs Kaegi, Leiter Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW inne.

    Informationen zur Tagung "Arbeit, soziale Sicherheit und gesellschaftliche Integration" finden Sie auf www.fhnw.ch/sozialearbeit/iss/tagungen

ots Originaltext: FHNW - Fachhochschule Nordwestschweiz
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Urs Kaegi
Leiter Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung
Tel.:    +41/61/337'27'23
E-Mail: urs.kaegi@fhnw.ch

Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Soziale Arbeit
Christina Beglinger
Leiterin Marketing & Kommunikation
Riggenbachstrasse 16
4600 Olten
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E-Mail:    christina.beglinger@fhnw.ch
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