VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN klärt auf: Das sollten Wanderer über Kühe wissen (BILD)

FOTO: Mutterkuh mit Kalb © VIER PFOTEN | Dieter Barsch / Weiterer Text über OTS und www.presseportal.ch/pm/100004691 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "OTS.Bild/VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz/Dieter Barsch"

Zürich (ots) - Unfälle von Wanderern mit Kühen sind in den Sommermonaten keine Seltenheit. Erst kürzlich wurde in Bergün GR ein Passant von einer ausgebüxten Kuh verletzt obwohl Kühe eigentlich äusserst friedfertige Tiere sind. VIER PFOTEN gibt Tipps zur Vermeidung von Risiken und für einen maximalen Wanderspass.

Biologisch betrachtet sind Rinder Fluchttiere, die bei Gefahr weglaufen. Nur wenn es keinen Fluchtweg gibt oder sie ihre Jungtiere verteidigen, können die friedlichen Tiere mit einem Angriff reagieren. "Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt", erklärt Chantal Häberling, Mediensprecherin von VIER PFOTEN. "Daher gilt als erste Regel: Wenn Wanderer Muttertiere mit ihren Kälbern sehen, sollten sie einen grossen Bogen um die Kuh-Herde machen. Viele Zwischenfälle, bei denen Wanderer verletzt werden, hätten auf diese Weise vermieden werden können", meint Häberling.

Abgesehen davon hilft es, sich ein paar einfache Regeln zu Herzen zu nehmen, um eine Wanderung auch ohne unerfreuliche Zwischenfälle geniessen zu können:

Das gilt vor allem, wenn Hunde mit von der Partie sind.

   - Grundsätzlich sollte man markierte Wege nicht verlassen.- Ist 
     die Überquerung einer Weide unvermeidlich, rät VIER PFOTEN, sich
     ruhig zu verhalten, begleitende Hunde unbedingt anzuleinen und 
     im Notfall loszulassen. Hunde stellen natürliche Feinde für Kühe
     dar und können deren angeborenes Abwehrverhalten auslösen, 
     sodass eine ursprünglich friedfertige Kuh 
   - Herde bedrohlich reagieren kann.- Auch wenn das Kälbchen noch so
     herzig scheint, sollte der Kontakt unbedingt vermieden werden, 
     denn das Berühren oder Füttern des Kälbchens könnte den starken 
     Schutzinstinkt des Muttertiers wecken. Vielmehr ist generell zu 
     allen Tieren auf der Weide grösstmöglicher Abstand zu halten. 
   - Lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige 
     Bewegungen bzw. spontanes Umherlaufen sollten in jedem Fall 
     unterlassen werden. 
   - Die Körperhaltung der Tiere ist sehr aufschlussreich: Ein Senken
     des Kopfes in einer Konfrontation ist eine eindeutige 
     Drohgebärde. In einem solchen Fall sollte man so ruhig wie 
     möglich zurückweichen und die Weide verlassen. 

Berücksichtigt man diese wenigen einfachen Verhaltensregeln, so kann ein Restrisiko, das bei einem Zusammentreffen mit Tieren nie ganz auszuschliessen ist, minimiert werden. "Ein respektvoller Zugang zur Natur und ihren Lebewesen ist jedenfalls die beste Voraussetzung für ein sommerliches Wandervergnügen", so Häberling.

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VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation setzt sich mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten für den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunde- und -katzen, Labor-, Nutz-, Wild- und Heimtiere sowie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans aus nicht artgemässer Haltung. Mit Niederlassungen in Österreich, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden, Rumänien, Schweiz, Südafrika, Ungarn und den USA sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

www.vier-pfoten.ch

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Chantal Häberling
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