VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN rät: Jungvogel gefunden - was tun?

Zürich (ots) - Die Brutgeschäfte unserer heimischen Vögel sind in vollem Gange. Bald werden die ersten Jungvögel scheinbar hilflos auf dem Boden herumhüpfen. So hilfsbedürftig, wie viele besorgte Spaziergänger annehmen, sind diese Tier aber nicht - immer noch stehen sie unter der Obhut ihrer Eltern. VIER PFOTEN hat Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang mit jungen Vögeln zusammengestellt. Es ist eine Strategie der Natur, dass Jungvögel ihr Nest verlassen, bevor sie richtig fliegen können, denn im Geäst oder unter Sträuchern sind sie vor Beutegreifern besser geschützt. Diese so genannten Ästlinge werden von ihren Eltern versorgt und bewacht, bis sie selbstständig sind; eine Phase, die bis zu zehn Tage dauern kann. Wird ein solcher Jungvogel an einer ungünstigen Stelle z.B. am Strassenrand gefunden, sollte er im Umkreis von etwa 25 Metern in ein Gebüsch oder einen Strauch gesetzt werden. Die menschliche Berührung stört die Elterntiere nicht, durch Stimmfühlungsrufe finden sie ihren Nachwuchs wieder. Ähnliches gilt beim Auffinden eines nackten oder wenig befiederten Nestlings. Sofern er unverletzt ist, sollte er behutsam in sein Nest zurückgesetzt werden, die Altvögel werden ihn weiter versorgen, sobald sich der Mensch entfernt hat. "Nur in Notfällen, z.B. bei Verletzung oder wenn beide Elterntiere ums Leben gekommen sind, muss ein Jungvogel in menschliche Obhut genommen werden. Keinesfalls sollten Laien versuchen, ein solches Tier aufzuziehen: Viel zu gross ist die Gefahr, dass der Vogel beim Einflössen des Nahrungsbreies erstickt oder anderweitig Schaden nimmt. Zudem erfordern die Einhaltung des richtigen Fütterungsrhythmus sowie die Zusammenstellung der Aufzuchtnahrung spezielle Kenntnisse. Ein hilfloser Jungvogel gehört daher unbedingt in die Hände von Tierärzten, Vogelschutzstationen oder Tierheimen", rät VIER PFOTEN Experte Bernard Bader. Bis zur Übergabe an eine Fachperson müssen insbesondere Nestlinge warm gehalten werden. Eine Rotlichtlampe oder eine Wärmflasche mit einem Handtuch leisten sehr gute Dienste. Achtung: Wenn die Nestlinge bei geöffnetem Schnabel hecheln, ist es ihnen zu warm. Weitere Informationen: VIER PFOTEN-Heimtierservice, Bernard Bader, Tel. 043 311 805 77 oder bernard.bader@vier-pfoten.ch. Die Tierschutz-Stiftung VIER PFOTEN, seit 2001 in der Schweiz aktiv, ist in weiteren sechs europäischen Ländern vertreten. VIER PFOTEN setzt sich national und international erfolgreich für den Schutz von Tieren ein. Respekt vor Tieren, vor Menschen und der Umwelt sind für uns dabei untrennbar miteinander verbunden. (siehe www.vier-pfoten.ch.) ots Originaltext: VIER PFOTEN Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Katharina Beriger Tel.: +41/43/311'80'94 E-Mail: katharina.beriger@vier-pfoten.ch

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