VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

Vogelgrippe: VIER PFOTEN kritisiert rumänische Behörden

    Zürich (ots) - Ohne sichere Vogelgrippe-Diagnose werden in Teilen Rumäniens wahllos Tiere getötet. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, seit 10 Jahren in Rumänien aktiv, kritisiert das willkürliche Vorgehen der Behörden.

    Obschon heute Morgen völlig unklar war, ob im rumänischen Donaudelta die gefährliche Vogelgrippe überhaupt nachgewiesen ist, gehen die Massentötungen von Hühnern, Truthähnen, Enten und Gänsen weiter. Dies berichtet die rumänische VIER PFOTEN-Geschäftsführerin Ioana Tomescu, die sich gegenwärtig in Ceamurlia de Jos aufhält. "Die Tierfänger fahren mit Lastwagen vor die Häuser, holen alle Geflügeltiere heraus und lassen die protestierenden Bewohner verängstigt zurück", erzählt Tomescu. "Die Tiere werden auf dem Dorfplatz in Plastikcontainer gestopft. Dann versucht man, sie mit CO2 zu vergasen. Doch die meisten Tiere leben noch, wenn sie anschliessend in Plastiksäcke gestopft, mit Diesel übergossen und angezündet werden."

    Für den Direktor des Schweizer Instituts für Viruskrankheiten und Immunprophylase, Christian Griot, war es heute Morgen "extrem fraglich, dass es sich in Rumänien überhaupt um das gefährliche Virus handelt." Griot kritisiert das brutale Vorgehen der Behörden: "Dass ohne sichere Diagnose wahllose Tiere getötet werden, ist unschön und wäre bei uns nicht denkbar." Rumänische Augenzeugen berichten auch, dass ihnen Haushunde weggenommen wurden. VIER PFOTEN geht davon aus, dass eine grosse Anzahl Streunerhunde von den Behörden eingefangen und getötet wurde. Für den Schweizer Experten Griot unverständlich: "Es sind aus der Praxis keine Fälle bekannt, wo das Virus durch Hunde übertragen wurde."

    Dies ist für die Tierschutzorganisation besonders bitter, da sie seit zehn Jahren Kastrationsprogramme in Rumänien betreibt und zehntausende von Streunerhunden vor der Tötungsmaschinerie gerettet hat. "Offenbar nutzen die Behörden die Seuche nun als Vorwand. Das können wir nicht tolerieren", kritisiert Helmut Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN international (Wien). In der Stadt Galati, unweit der Quarantäne-Region, war in den letzten drei Jahren eine mit Schweizer Spenden finanzierte, mobile Tierklinik im Einsatz. In Galati wurden mehr als 13'000 Streunerhunde behandelt.

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