Stiftung für hochbegabte Kinder

LISSA-Preis 2006 - 3. LISSA-Preisverleihung in Bern

      Zürich (ots) - Die Stiftung für hochbegabte Kinder hat am 15.
Juni 2006 den 3. LISSA-Preis (LISSA - Lernfreude in Schweizer Schulen
anregen) an vier Begabungsförderungs-Projekte in öffentlichen Schulen
verliehen. An der bewegten Preisverleihung gaben Schülerinnen und
Schüler selber einen Eindruck in die prämierten Projekte. Max Suter
und Dr. Branco Weiss umrissen in ihren Re-den das bildungspolitische
und wirtschaftliche Umfeld, in dem sich die Begabungsförderung in der
Schweiz befindet.

    Mit dem LISSA-Preis will die Stiftung für hochbegabte Kinder Begabungsförderung an öffentlichen und privaten Schweizer Schulen fördern. Dazu zeichnet sie innovative Projekte aus, welche weg vom üblichen Defizitdenken gehen und gezielt die Stärken auch schon junger Schüler ansprechen. Am 15. Juni 2006 wurde im Institut Bildungsmedien in Bern in Anwesenheit von rund hundert Gästen zum dritten Mal dieser Preis verliehen.

    Die Stiftungspräsidentin Frau Dr. Susanne Hürlimann wies darauf hin, dass Begabungen kein Zustand, sondern ein Prozess sind, weswegen frühe und fröhliche, breite Förderung notwendig ist. Grossen Dank verdienen alle Lehrpersonen, die sich neben ihrer übrigen vielfältigen Belastungen noch in der so nötigen und meist vernachlässigten Begabungsförderung engagieren. Auch Max Suter, Vorsteher des Amtes für Kindergarten, Volksschule und Beratung im Kanton Bern, der die besten Grüsse und die Anerkennung der Erziehungsdirektion des Kantons Bern überbrachte, richtete seinen Dank besonders an alle beteiligten Lehrpersonen, die mit ihrem Engagement Pionierarbeit verrichtet haben. Besondere Anerkennung findet aus Sicht der bernischen Erziehungsdirektion das Buchprojekt 2005/06 des Oberstufenzentrums Allenlüften, welches ebenfalls einen Preis erhalten hat. Dr. Branco Weiss betonte in seiner Rede aus der Perspektive des innovativen Unternehmers die Wichtigkeit solcher Projekte in der Schule, denn "unser Land benötigt immer mehr Spitzenköpfe, die früh zu fördern sind".

    Was genau die Idee hinter den einzelnen Projekten war, stellten die jeweiligen Lehrerteams teilweise unter Mithilfe von Schülerinnen in Bern gleich selber vor. Einige Teilnehmende aus dem Buchprojekt "Schreibfreude fördern" aus Allenlüften BE lasen aus ihrem eigenen Buch vor, das sie innerhalb eines Semesters konzipiert, geschrieben und redigiert hatten, bis es an der Vernissage gelayoutet und gedruckt vorlag. Die Weiterbildungsschule Bäumlihof in Basel war mit grösserem Gepäck zur Preisverleihung angereist. Im "Projekt Wasser" welches im Rahmen von Lernen am Projekt (LaP) entwickelt worden war, entstand sowohl das mitgebrachte Kanu samt Paddel wie auch das Mühle-Modell. Die anwesende Klasse präsentierte anhand der vorbereiteten Plakate ihre Arbeitsschritte und Umsetzungsformen im jeweiligen Unterthema. In der Präsentation von Igis GRwurde das neue Ressourcenzimmer, seine Ausstattung, Nutzung und Wirkung vorgestellt. Bereits vor der diesjährigen LISSA-Preisvergabe waren umliegende Schulen auf diese tolle Idee aufmerksam geworden und liessen sich vom zuständigen Projektteam inspirieren und beraten. Aus Untereggen SG war das gesamte Lehrerteam an die Preisverleihung angereist, um ihren Schulrat Urs Gmünder und den Schulleiter Guido Riedener bei der Präsentation ihres Modells von Begabungsförderung für die gesamte Primarschule mit Elementen des Schulischen Enrichment Modells (SEM) zu unterstützen. Für den stimmungsvollen Rahmen der Feier sorgte die Talentförderung des Gymnasiums Hofwil in Münchenbuchsee durch ihre musikalische Umrahmung.

    Die LISSA-Preisträger 2006 sind:

    1.Rang (Fr. 10'000):

    Untereggen SG: Begabungsförderung mit Elementen des Schulischen Enrich-ment Modells (SEM) Integratives Begabungsförderungsprojekt im Kindergarten und der Primarschule Un-tereggen mit stufengemischten Gruppen in Wahlangeboten/ Ateliers zu selbstgewählten Themen.

    2.Rang (je Fr. 5'000):     Basel BS: "Projekt Wasser" im Lernen am Projekt (LaP) Ein fächerübergreifendes Projekt an der Weiterbildungsschule Bäumlihof mit den Zielen, dass die SchülerInnen neben dem Erlernen der Projektmethode die eigenen Stärken kennen lernen und sich so selber besser einschätzen können.

    Igis GR: AHA! - Ressourcenzimmer der Primarschule Igis Durch das Ressourcenzimmer entdecken und entfalten die Kinder der Primarschule Igis ihre Begabungen durch intensive, individuelle Projektarbeit.

    Anerkennungspreis (Fr. 1'000):

    Allenlüften BE: Buchprojekt "Schreibfreude fördern" Begabtenförderung an der Oberstufe Allenlüften zur Förderung des kreativen Schrei-bens sowie der sprachliche Intelligenz während einem Semester.

    Die Jury setzte sich aus folgenden Fachleuten zusammen: Dr. iur. Susanne Hürlimann, Gründerin und Präsidentin der Stiftung für hochbegabte Kinder, Dr. phil. Silvia Grossen-bacher, Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung, Regula Hug, Fachstelle Begabungsförderung, Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich, Dr. phil. Ulrike Stedtnitz, Fachpsychologin FSP, Lehrbeauftragte und Expertin für Potentialentwicklung, Victor Müller-Oppliger, Professor an der Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit beider Basel.

ots Originaltext: Stiftung für hochbegabte Kinder
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Kontakt:
Stiftung für hochbegabte Kinder
Regula Haag, Postfach 7612
8023 Zürich
Tel.: +41/44/273'05'56
E-Mail: Stiftung@hochbegabt.ch
www.LISSA-Preis.ch



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