Swissgas AG

Swissgas steigert beschaffte Erdgasmenge

Zürich (ots) - Swissgas hat letztes Jahr rund 26'700 GWh Erdgas beschafft. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um rund 10%. Lieferungen aus langfristigen Verträgen von verschiedenen westeuropäischen grossen Unternehmen trugen ebenso dazu bei wie kurzfristige Zukäufe an Handelsplätzen. Das im letzten Jahr beschaffte Erdgas stammte zu rund drei Vierteln aus Förderländern in der EU sowie aus Norwegen. Das restliche Viertel wurde in weiter entfernten Regionen wie etwa Russland oder Nordafrika gefördert, wobei Swissgas über keine Verträge mit Lieferunternehmen in diesen Regionen verfügt. Ausgewogene Erdgasbeschaffung Garant für Versorgungssicherheit "Obwohl unser gesamtes Erdgas aus dem Ausland importiert wird, stellt eine kluge, ausgewogene und vorsichtige Beschaffungsstrategie die Versorgung mit Erdgas dauerhaft sicher ", erklärte Swissgas-Verwaltungsratspräsident Philippe Petitpierre an der Generalversammlung in Bern mit Blick auf den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Die Erdgasversorgung der Schweiz war und ist zu jeder Zeit sichergestellt. Die Erdgaswirtschaft nehme ihre diesbezüglichen Aufgaben und Verantwortung seit Jahrzehnten wahr. "Wir müssen dabei nicht auf Erdgas aus entfernten Regionen setzen, sondern wir können uns auf zuverlässige Produzenten und Lieferanten von Erdgas aus West- und Nordeuropa stützen", sagte Philippe Petitpierre. Keine direkten Investitionen von Swissgas in europäische Pipelineprojekte Gemäss Geschäftsführer Ruedi Rohrbach ist sich Swissgas der Bedeutung verschiedener grosser aktueller Pipelineprojekte in Europa durchaus bewusst. "Sie alle dienen in irgendeiner Form der gesamteuropäischen Versorgungssicherheit", sagte Rohrbach und verwies exemplarisch auf das Nordstreamprojekt. Für die schweizerische Erdgasversorgung mit einem Anteil am europäischen Verbrauch von weniger als 1%, sei es jedoch grundsätzlich vorteilhafter, solche Grossinvestitionen den sehr grossen Akteuren wie etwa E.On Ruhrgas, Gaz de France oder ENI zu überlassen. Durch die Beschaffung von Erdgas bei derartigen Gesellschaften in Form längerfristiger Verträge als ein wesentlicher Portfoliobestandteil, entsteht laut Rohrbach eine sehr zweckmässige Risikostreuung. Neue Investitionen in Infrastruktur unabdingbar für Bedarfswachstum in Europa GV-Gastreferent Marcel Kramer, CEO der niederländischen Gasunie und President der europäischen Vereinigung "Gas Infrastructure Europe", wies auf die Notwendigkeit zahlreicher neuer Infrastruktur-Projekte zur Bewältigung des stetig wachsenden Erdgasbedarfes in Europa hin. Auch mit Blick auf die Versorgungssicherheit und um bestehende Engpässe zu verbessern, sind derartige Investitionen in neue Transportrouten unabdingbar. Swissgas Swissgas beschafft auf Non-Profit-Basis Erdgas im Auftrag der vier schweizerischen regionalen Gasverteilgesellschaften Gasverbund Mittelland, Erdgas Ostschweiz, Gaznat und Erdgas Zentralschweiz. Bei diesen regionalen Gasverteilgesellschaften wird der Erdgas-Bedarf der zahlreichen schweizerischen lokalen Erdgas-Versorger zusammengefasst und zwar ebenfalls auf Non-Profit-Basis. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben betreibt Swissgas eigene Hochdruckleitungen in der Schweiz, ist an der Transitleitung durch die Schweiz beteiligt und verfügt über Transportrechte im Ausland. Ferner ist Swissgas über eine Beteiligung an der Bayerngas Norge in der Erdgasförderung in Norwegen engagiert. Diese genossenschaftlich organisierte Einkaufsstruktur der Schweizer Erdgas-Wirtschaft erlaubt ein zielgerichtetes und effektives Agieren auf den relevanten Beschaffungsmärkten. ots Originaltext: Swissgas Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Philippe Petitpierre Präsident Tel.: +41/21/925'87'87 E-Mail: petitpierre@swissgas.ch Ruedi Rohrbach Geschäftsführer Tel.: +41/44/288'34'00 E-Mail:rohrbach@swissgas.ch Internet: www.erdgas.ch / www.swissgas.ch

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