SWITCH

SWITCH: Fünf Jahre AAI - die Lösung der Schweizer Hochschulen für den Passwort-Dschungel

    Zürich (ots) - Kein Student kennt es, aber jeder nutzt es. Das AAI-System von SWITCH vernetzt die wesentlichen Dienste der Hochschulen und erlaubt Zugang mit nur einem zentralen Login. Heute ist AAI fünf Jahre alt.

    Als Privatperson muss man davon noch träumen, als Student ist es Realität: ein Login für alles. AAI nennt sich die Authentifizerungs- und Autorisierungs-Infrastruktur, die von der Stiftung SWITCH und den Hochschulen entwickelt wurde. SWITCHaai dient dabei als Schlüssel, der Studierende, Lehrende und Hochschulen verbindet. Mit nur einem AAI-Login können rund 300'000 Hochschulangehörige schweizweit sicher auf zahlreiche e-Learning-Systeme und Web-Anwendungen zugreifen. Das spart Zeit für die Studierenden und verringert den bürokratischen Aufwand der Hochschulen.

    Der heimliche Helfer im Hochschulalltag

    Zu den Einsatzbereichen von AAI gehört heute beispielsweise das von der Uni Zürich entwickelte Learning Management System «OLAT» (Online Learning And Training): Über AAI wird der Zugriff auf OLAT geregelt, das fast alle UZH-Fakultäten nutzen, genauso wie viele weitere Schweizer und zunehmend auch europäische Hochschulen. Darüber hinaus bietet AAI die Möglichkeit, die auf dem Webserver der Uni Zürich publizierten Dokumente bestimmten, definierbaren Nutzergruppen zugänglich zu machen. http://www.olat.uzh.ch

    Ähnlich funktioniert auch das frei verfügbar Kurs-Management-System «Moodle». Es wird unter anderem von den Studierenden des Master of Science in Engineering der Fachhochschulen verwendet. Wer Unterlagen zu einem Kurs benötigt, bekommt sie bequem per AAI-Login. c

    Wie gross die Einsatzmöglichkeiten für AAI sind, zeigt auch das Beispiel des Schweizer Bundesgerichts: Hier erhalten Studierende und Dozierende via AAI Gratiszugang zur sonst kostenpflichtigen Suche in der «amtlichen Sammlung der Entscheidungen» des Gerichts. http://www.bger.ch/jurisdiction-recht-kostenpflichtige-suche.htm

    Passwort-Dschungel ist Vergangenheit

    Heute nutzen alle Schweizer Universitäten und nahezu alle Fachhochschulen AAI als gemeinsame Plattform. Vor zehn Jahren sah das noch anders aus: Damals musste jede Schweizer Hochschule ihre Angehörigen und deren elektronische Zugangsrechte selbst verwalten - eine aufwändige Lösung. Wollte zum Beispiel die Universität Bern ein e-Learning-Projekt auch den Studierenden der Universität Lausanne freigeben, so musste dafür eine separate Datenbank für die Zulassung der jeweiligen Ressourcen erstellt und gepflegt werden. Wenn die Studierenden wiederum den Dienst einer anderen Hochschule nutzen wollten, mussten sie sich mit dem jeweils richtigen aus einer ganzen Hand voll Benutzernamen und Passwörtern anmelden.1999 erkannte man daher: Das Bildungsnetzwerk SWITCHlan, das den Datentransport der Hochschulen regelt, reicht allein nicht aus. Es musste eine gemeinsame Infrastruktur für die Authentisierung her.

    Fünf Jahre Tüfteln für AAI

    Von 2000 bis 2005, wurde AAI unter der Leitung von SWITCH und in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen entwickelt. Die technische Machbarkeit war lange Zeit ein Problem. 2003 wurde das fehlende Puzzlestück gefunden: Shibboleth, ein Standardverfahren, das in den USA vom Hochgeschwindigkeitsnetzwerk «Internet2» entwickelt wurde. Die frei verfügbare Shibboleth-Software basiert auf dem offenen Standard SAML (Security Assertion Markup Language), der die lokalen Authentifizierungslösungen verschiedener Anbieter bzw. Hochschulen kompatibel macht.

    Mittlerweile hat sich die Kombination aus Shibboleth und AAI nicht nur hierzulande, sondern in ganz Europa durchgesetzt. Es werden weltweit Infrastrukturen nach dem Vorbild der Schweiz aufgebaut sowie gemeinsam mit SWITCH und den Hochschulen weiterentwickelt.

    Weitere Informationen über AAI finden sich auf der Webseite: www.switch.ch/de/aai

    Über SWITCH

    SWITCH hat als Non-Profit Organisation und Pionier das Internet in der Schweiz etabliert. Als Internet-Dienstleister der Schweizer Hochschulen und der breiten Öffentlichkeit entwickelt SWITCH innovative Lösungen und vereinfacht damit das digitale Leben in der Schweiz.

ots Originaltext: SWITCH
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
SWITCH
Marco D'Alessandro
Werdstrasse 2
Postfach
CH-8021 Zürich
Tel.: +41/44/253'98'77
Fax: +41/44/268'15'68
E-Mail: press@switch.ch
Internet: www.switch.ch



Weitere Meldungen: SWITCH

Das könnte Sie auch interessieren: