Wienerberger AG

Wienerberger zieht positive Bilanz über das Jahr 2005 - ANHANG

    Wien (ots) - Endgültige Ergebnisse 2005:

    - Konzernumsatz +11% auf 1.954,6 Mio. Euro, EBITDA +6% auf 428,4     Mio. Euro - Ergebnis nach Steuern +8% auf 196,4 Mio. Euro, Gewinn je Aktie     von 2,66 Euro (+5%) - Vorstand schlägt Dividendenerhöhung um 10% auf 1,18 Euro vor     Ausblick 2006: - Bessere Rahmenbedingungen und Fortsetzung des profitablen     Wachstumskurses - Ziel bestätigt: 10%ige Steigerung von EBITDA und Gewinn je Aktie     angestrebt

Ergebnisse trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter gesteigert
    Die Wienerberger AG, der weltweit größte Ziegelproduzent und die
Nummer 2 bei Tondachziegel in Europa, konnte 2005 die Ergebnisse
trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter steigern. Bei der heute um
10 Uhr stattfindenden Bilanzpressekonferenz (live im Web:
www.wienerberger.com) präsentiert der Vorstand den Jahresabschluss
2005. Die operativen Ergebnisse decken sich mit den bereits Mitte
Februar bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen. Der Konzernumsatz wurde
um 11% auf 1.954,6 Mio. Euro und das operative EBITDA um 6% auf 428,4
Mio. Euro erhöht. Das Betriebsergebnis (operatives EBIT) hat sich
trotz der hohen Investitionen des Vorjahres um 5% auf 270,3 Mio. Euro
verbessert. "2005 konnte Wienerberger trotz schwieriger
Rahmenbedingungen seine Strategie des profitablen Wachstums
erfolgreich fortsetzen", stellt Wolfgang Reithofer,
Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG, fest.
Deutliche Ergebnissteigerung wurde durch 3 schwächere Märkte und
höhere Energiekosten verhindert
    "Mehrere Faktoren haben im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere
Ergebnisentwicklung bestimmt: Erfreulich waren die Rückflüsse aus den
Wachstumsprojekten der letzten Jahre, ungünstig wirkten sich der
Nachfragerückgang in drei wichtigen Märkten sowie die deutlich
höheren Energiepreise aus", kommentiert Reithofer die heute
präsentierten Zahlen. Als klare Bestätigung der Expansionsstrategie
wertet Reithofer, dass der EBITDA-Rückgang in Deutschland, Polen und
Ungarn von insgesamt 26,6 Mio. Euro sowie die Preissteigerungen bei
Energie von zusätzlichen 30 Mio. Euro durch höhere Ergebnisse vor
allem in Belgien, Frankreich, Tschechien, Rumänien, der Slowakei und
den USA sowie bei Semmelrock mehr als kompensiert wurden.
Sehr gutes Finanzergebnis aufgrund signifikant höherer
Beteiligungserträge
    Das Finanzergebnis verbesserte sich um 30% auf -18,3 Mio. Euro,
wobei die deutlich höheren Ergebnisbeiträge der at-equity bewerteten
Unternehmen Pipelife und Tondach Gleinstätten den Anstieg der
Zinsaufwendungen und damit verbundene Spesen überwogen. Die
Steuerquote änderte sich nur geringfügig auf 21,8% (Vorjahr: 21,4%).
Diese Faktoren führten zu einem um 8% höheren Ergebnis nach Steuern
von 196,4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg um 5% auf 2,66 Euro,
obwohl nach der Kapitalerhöhung 2004 um 5% mehr Aktien zu
berücksichtigen waren. Nach Bereinigung der nicht-wiederkehrenden
Aufwendungen und Erträge von per Saldo 0,8 Mio. Euro ergibt sich ein
Gewinn je Aktie von 2,67 Euro.
Erhöhung der Dividende um 10% auf 1,18 Euro je Aktie
    "Mit Hilfe des geografischen Portfolios und der profitablen
Wachstumsstrategie hat Wienerberger ein neues Rekordergebnis
'erkämpft' - und das obwohl die Rahmenbedingungen deutlich schlechter
waren als im Jahr davor", zeigt sich Reithofer zufrieden. "Davon
sollen auch unsere Aktionäre profitieren. Der Vorstand wird daher der
Hauptversammlung eine weitere Erhöhung der Dividende um 10% auf 1,18
Euro je Aktie vorschlagen", kündigt Reithofer den Eigentümern an. Das
entspricht einer Rendite von 3,4% auf den durchschnittlichen
Aktienkurs von 2005 und einer Ausschüttungsquote von rund 45% des
Nettogewinnes. "Diese Dividendenpolitik wollen wir auch künftig
beibehalten und so unseren Aktionären eine attraktive
Mindestverzinsung auf ihr eingesetztes Kapital bieten", fügt
Reithofer hinzu.
Bilanz
Anstieg des Eigenkapitals insbesondere durch Nettogewinn
    Das Konzerneigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz erhöhte
sich um 8% auf 1.483,1 Mio. Euro. "Positiv dazu beigetragen haben das
verbesserte Konzernergebnis und stichtagsbezogene Währungsgewinne.
Vermindert wurde das Eigenkapital durch die Dividendenausschüttung
und Auszahlungen für den Aktienrückkauf", erläutert Hans Tschuden,
Finanzvorstand der Wienerberger AG.
Wachstum vor allem aus dem Free Cash-flow finanziert
    Die Wachstumsinvestitionen 2005 von 250,5 Mio. Euro konnten zum
Großteil aus dem freien Cash-flow von 212,5 Mio. Euro finanziert
werden. Die Nettoverschuldung lag zum Bilanzstichtag bei 934,4 Mio.
Euro und damit um 23% über dem Vorjahr. "Dieser Anstieg resultierte
in erster Linie aus dem Finanzierungsbedarf für die höheren Vorräte,
nachdem die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr in einigen Märkten
rückläufig war. Das Gearing (Nettoverschuldung zu Eigenkapital) ist
in Folge von 55,8 auf 63,0% gestiegen, lässt uns jedoch ausreichend
Flexibilität zur Fortsetzung unserer Wachstumsstrategie. Zur
Finanzierung der Expansion haben wir im April unsere erste Anleihe
begeben. Die langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten sind
dadurch um 69% auf 1.074,5 Mio. Euro gewachsen, während die
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 67% auf 89,0 Mio. Euro
gesenkt werden konnten", so Tschuden weiter.
Steigerung des Unternehmenswerts als nachhaltiges Ziel
    Im Mittelpunkt der Strategie von Wienerberger steht die Steigerung
des Unternehmenswertes. Der Cash-flow Return on Investment (CFROI =
EBITDA / historisches Capital Employed) lag im vergangenen Jahr mit
12,2% erneut über dem nachhaltigen Mindestrentabilitätsziel von 12%.
Alle operativen Segmente haben diesen Verzinsungsanspruch in 2005
erfüllt, auch wenn der CFROI insgesamt leicht rückläufig war",
erklärt Hans Tschuden.
Strategie und Ausblick
Bessere Rahmenbedingungen in 2006 erwartet
    "2006 wird von den Rahmenbedingungen nach unserer Einschätzung
besser werden als 2005. Wir erwarten zwar rund 45 Mio. Euro höhere
Energiekosten, sofern keine merklichen Verschlechterungen in den
einzelnen Märkten auftreten, sollten wir aber in der Lage sein, diese
Kostensteigerungen zum überwiegenden Teil durch Anpassung der
Verkaufspreise auszugleichen", zeigt sich Wolfgang Reithofer
optimistisch. "Der lange Winter in weiten Teilen Europas während des
ersten Quartals 2006 war für die Bautätigkeit sicher nicht hilfreich.
Aufgrund der geringen Bedeutung dieses Zeitraums für das Gesamtjahr
sollte sich dies aber nicht entscheidend auswirken. Wir gehen davon
aus, dass wir etwaige Absatzrückgänge im ersten Quartal in den
Folgemonaten wieder ausgleichen können", fügt Reithofer hinzu.
Weiteres Wachstum in Osteuropa, gutes Umfeld in Westeuropa und den
USA erwartet
    Die Situation in Polen und Ungarn hat sich zu Jahresende 2005
marktseitig stabilisiert. Nach den Kapazitätsanpassungen und der
Inbetriebnahme neuer Werksanlagen strebt Wienerberger höhere
Ergebnisse in diesen Ländern an. In allen anderen osteuropäischen
Märkten wird eine Fortsetzung des Wachstums im Wohnbau
prognostiziert, insbesondere von Rumänien erwartet sich das
Unternehmen viel. "Auch in Westeuropa gehen wir grundsätzlich von
einer positiven oder zumindest stabilen Entwicklung aus. In
Deutschland gibt es Zeichen für einen Stimmungsumschwung, der sich
auch auf die Bautätigkeit vorteilhaft auswirken könnte. In Belgien
und Frankreich rechne ich erneut mit einem starken Wohnungsneubau,
und auch die Niederlande sollten leichtes Wachstum zeigen", erläutert
Reithofer. Für Großbritannien wird eine stabile Zahl an Baubeginnen
erwartet. In den USA ist eine Abschwächung der "Housing Starts"
möglich, wofür es derzeit jedoch keine Anzeichen gibt. Sollte die
Abschwächung aufgrund des höheren Zinsniveaus dennoch eintreten,
erwartet das Wienerberger Management in erster Linie Auswirkungen auf
das Niedrigpreis-Segment, in dem Ziegel kaum eine Rolle spielen. Die
Nachfrage nach Vormauerziegeln sollte daher - so wie das Preisniveau
- weiterhin stark bleiben.
Strategisches Ziel von 10%igem Ergebniswachstum weiter aufrecht
    "Wir haben das Jahr 2005 genutzt, um Kapazitäten und
Kostenstrukturen weiter zu optimieren. In Kombination mit der
erfolgreichen Umsetzung unserer profitablen Wachstumsstrategie bin
ich daher zuversichtlich, dass wir in 2006 wieder unser Ziel eines
10%igen Ergebniswachstums erreichen werden. Unsere Expansionspläne
sehen auch für 2006 Wachstumsinvestitionen von zumindest 250 Mio.
Euro vor. Der Großteil dieses Volumens wird aus heutiger Sicht
Werksneubauten oder Kapazitätserweiterungen betreffen. Wir werden
zusätzlich auch größere Akquisitionen prüfen, diese aber nur dann
umsetzen, wenn sie strategisch sinnvoll und vor allem wertschaffend
sind", so Reithofer abschließend.
Online-Geschäftsbericht 2005:
http://geschaeftsbericht.wienerberger.com
Internet Live-Übertragung der Pressekonferenz um 10.00 Uhr:
www.wienerberger.com
    Anhänge zu dieser Meldung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service sowie beim Aufruf der Meldung im Volltext
auf http://www.ots.at
Rückfragehinweis:
    Thomas Melzer
    Public und Investor Relations
    Tel.: +43(1)60192-463
    mailto:communication@wienerberger.com
OTS0005      2006-03-28/08:00


ots Originaltext: Wienerberger AG
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.ch



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