Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz

SOS-Kinderdorf in Mogadischu evakuiert

    Mogadischu, Somalia/Bern (ots) - Wegen der kritischen Sicherheitslage in Somalias Hauptstadt Mogadischu mussten sämtliche Familien erneut aus dem SOS-Kinderdorf evakuiert werden. Sie wurden in provisorische Unterkünfte am Stadtrand gebracht, die zwar behelfsmässig, aber im Moment sicher sind.

    Osman Shukri Sheikh, der Leiter des SOS-Kinderdorfes, meint, die SOS-Kinderdorf-Familien seien zwar im Moment nur notdürftig untergebracht, aber zumindest fühlten sie sich sicher. Für Ahmed Ibrahim, den Leiter von SOS-Kinderdorf Somalia, ist die Zukunft der Kinder die grösste Sorge. "Mogadischu ist seit vielen Jahren ein Schlachtfeld. Unsere Kinder können kaum ein normales Leben führen, da sie aus Sicherheitsgründen andauernd in andere Stadtteile übersiedeln müssen. Wir suchen intensiv nach einer besseren, stabileren Lösung." Die Schule von SOS-Kinderdorf in Mogadischu ist noch bis zu den Examen geöffnet, bevor sie dann für die Sommerferien geschlossen wird. Die grosse Mutter-Kind-Klinik von SOS-Kinderdorf, die einzige funktionierende Geburtsklinik der Stadt, kann die medizinische Versorgung momentan noch aufrecht erhalten.

    Erst im Januar wiedereröffnet

    Erst vor sechs Monaten konnten die Kinder mit ihren SOS-Müttern nach einjähriger Evakuierung in ihre Häuser zurückkehren. Im Dezember 2007 waren durch Raketeneinschläge eine Familienhelferin getötet und eine SOS-Kinderdorf-Mutter schwer verletzt worden. Daraufhin wurde beschlossen, das SOS-Kinderdorf und die Schule zu räumen und die Familien auf verschiedene sichere Viertel in Mogadischu zu verteilen. Als im Januar dieses Jahres die äthiopische Armee aus Mogadischu abzog, beruhigte sich die Lage vorübergehend, und das SOS-Kinderdorf und die Schule konnten wieder in Betrieb genommen werden. In den vergangenen Monaten kam es jedoch erneut zu schweren Kämpfen mit den Al-Shabaab-Milizen um die Kontrolle über die Stadt.

    SOS-Kinderdorf ist feste Grösse in Mogadischu

    Das SOS-Kinderdorf Mogadischu besteht seit 1985. Nach Ausbruch des Bürgerkrieges 1990 startete SOS-Kinderdorf ein gross angelegtes Nothilfeprogramm. Die SOS-Schule wurde in eine Notklinik umfunktioniert, in der Kriegsverletzte, Erwachsene und Kinder versorgt wurden. Auch die Mutter-Kind-Klinik wurde Teil des Nothilfeprogramms und ist bis heute die einzige funktionierende Geburtenstation und gynäkologische Betreuungseinrichtung in der Stadt. Mit rund 300'000 Behandlungen pro Jahr ist die SOS-Klinik unter allen weltweiten SOS-Kinderdorf-Projekten die am meisten beanspruchte Einrichtung. SOS-Kinderdorf ist in Somalias Hauptstadt Mogadischu seit vielen Jahren eine fixe Grösse im Hilfssektor, zeitweise war es die einzige tätige Hilfsorganisation vor Ort.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.sos-kinderdorf.ch

    SOS-Kinderdorf

    SOS-Kinderdorf ist ein privates, politisch und konfessionell ungebundenes Kinderhilfswerk. Die Organisation gibt rund 70'000 Kindern und Jugendlichen in 132 Ländern ein bleibendes Zuhause. 2009 feiert die Organisation ihr 60-jähriges Bestehen.

    Die Stiftung "Schweizer Freunde der SOS-Kinderdörfer" finanziert SOS-Einrichtungen in Entwicklungsländern und Osteuropa.

ots Originaltext: Schweizer Freunde der SOS-Kinderdörfer
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