SZB gründet erste Forschungsstelle im Sehbehindertenwesen

SZB gründet erste Forschungsstelle im Sehbehindertenwesen
Stefan Spring ist erster Forschungsbeauftragter beim SZB. / Weiterer Text ueber ots und auf http://www.presseportal.ch. Die Verwendung dieses Bildes ist fuer redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung unter Quellenangabe: "obs/SZB".

St.Gallen (ots) - Ein Novum im Blinden- und Sehbehindertenwesen: Ab dem 1.Januar 2012 richtet der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen SZB eine eigene Forschungsstelle ein. Sie wird nicht selbst Forschung betreiben, aber Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis, Hochschule und Beratungsstellen, Schulen und Wohneinrichtungen und der Öffentlichkeit einnehmen. Erster Forschungsbeauftragter wird Stefan Spring, der die letzten neun Jahre die sieben SZB Beratungsstellen für taubblinde Menschen geleitet hat.

Welche psychologischen und soziologischen Folgen bringt die Sehbehinderung und die Taubblindheit mit sich? Wie wirken sich Blindheit, Sehbehinderung oder Taubblindheit auf Beruf, Bildung und Arbeit aus? Und was passiert zahlenmässig auf dem Arbeitsmarkt in Zusammenhang mit den IV-Revisionen?

Für zahlreiche Aspekte des Blinden- und Sehbehindertenwesens gibt es in der Schweiz bislang keine systematische Forschung. Diese Leerstelle wird der SZB ab 1.Januar mit der neu eingerichteten Forschungsstelle schliessen. Als Dachorganisation im Schweizer Blinden-, Sehbehinderten- und Taubblindenwesen gehört das kritische Nachverfolgen dieser Fragestellungen zu den Kernaufgaben, zumal der SZB auch das in diesem Bereich tätige Fachpersonal ausbildet, die politische Interessensvertretung wahrnimmt und die einzige Fachbibliothek der Schweiz führt, die alle Bereiche des Sehbehinderten-, Blinden- und Taubblindenwesens abdeckt.

Die Forschungsstelle, die von Stefan Spring geführt wird, nimmt Themen für die Forschung und Entwicklung zugunsten blinder, sehbehinderter und taubblinder Menschen schweizweit auf, formuliert sie und vermittelt sie weiter - beispielsweise an Fachhochschulen im Sozial- und Erziehungsbereich oder an Forschungseinrichtungen für Altersfragen. Der ehemaligen Leiter der SZB Beratungsstellen für hörsehbehinderte und taubblinde Menschen weiss aus Erfahrung, dass es in einigen Bereichen zu wenig Wissen gibt, das auf objektiven Analysen und Untersuchungen gründet. Um Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, wird der SZB regelmässig Publikationen herausgeben.

Kontakt:

Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen SZB
Stefan Spring, Forschungsbeauftragter
Ausstellungsstrasse 36
CH - 8005 Zürich
Mobile: +41/79/617'22'34
E-Mail: spring@szb.ch

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