Missionszentrale der Franziskaner

Zeugen und Verkündiger des Friedens - Auszug aus der Erklärung des Generalministers der Franziskaner über den Krieg im Irak

    Berlin (ots) - Wir leben in tragischen Zeiten der Gewalt und Zerstörung. Zu den 24 bereits geführten Kriegen kommt nun ein weiterer, für die gesamte Menschheit noch beunruhigender hinzu. So viele Menschen guten Willens, jeder Lebensweise und jeder Religion, wollen abrücken von den Todesdrohungen, die Gott und die Menschen beleidigen. Sie sagen 'genug' zum Krieg, zur Gewalt, zum überwältigenden Unrecht und zu jeder Form des Terrorismus, 'genug' zu dem zügellosen Machtstreben, der sozialen Ungerechtigkeit und dem gesellschaftlichen Ungleichgewicht, das jedem Streit und jeder Spaltung im Kern zu Grunde liegt.

    Wir Franziskaner können am Rande dieser Bewegung für das Leben nicht schweigen. Der Heilige Franziskus forderte uns auf, Frieden zu schaffen, wo immer wir leben mögen:...

    - Durch Fasten und Busse tun. Hunger tötet ebenso wie Krieg und sogar noch mehr als Krieg; wir müssen uns auf das brüderliche Teilen einlassen. Der Heilige Franziskus mahnt uns, dass alles von dem Einzigen Gott, dem Vater aller Dinge, kommt und alle Dinge mit anderen als einfache Pflicht zur Wiedergutmachung geteilt werden sollen. Fasten, das auf Gott und auf das Teilen ausgerichtet wird, ist ein wichtiges Instrument des Friedens, denn es trägt dazu bei, uns von dem Durst nach Besitz, von all unserem Überfluss zu reinigen, der stets eine Form der Gewalt gegenüber den Armen ist...

    - ...Der Heilige Franziskus mahnt uns, dass Schweigen schuldig machen und Untätigkeit zur "Schande" werden kann. Wir können uns nicht einer fruchtlosen Resignation überlassen: das bewundernswerte Beispiel des Heiligen Vaters, Johannes Paul II, muss uns Ansporn sein, alle denkbaren Mittel zur Gestaltung von Frieden und Versöhnung einzusetzen...

    Gott unser Vater, Du siehst diese unsere Erde blutbefleckt durch so viele Kriege und so leidgeprüft, und wiederum sind, mehr noch als in der Vergangenheit, die Opfer des Hasses unschuldige Zivilisten, Frauen und Kinder. Wir bringen Dir diesen Schmerz als Opfer dar, das wir mit dem Opfer Deines Sohnes am Kreuz vereinigen zur Erlösung der Welt.

    Bruder Giacomo Bini ofm

ots Originaltext: Missionszentrale der Franziskaner
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