pharmaSuisse - Schweizerischer Apotheker Verband / Société suisse des Pharmaciens

Prämien der Krankenversicherer 2010: Beseitigung Fehlanreize und korrekte Rollenzuteilung gefordert

    Liebefeld (ots) - Die Prämienaufschläge der Krankenversicherungen auf 2010 sind wiederum schmerzhaft und für eine wachsende Zahl von Versicherten schwer zu tragen. pharmaSuisse fordert nun rasch wirksame Massnahmen zur Eindämmung der Kosten. Konkret sind das die Beseitigung der Fehlanreize und eine korrekte Rollenzuteilung der Gesundheitsberufe in der Grundversorgung.

    Beseitigung der Fehlanreize: Die Schweiz kennt als eines der wenigen Länder weltweit immer noch den gewinnbringenden Verkauf von Medikamenten in der Arztpraxis. Sie wurde bereits wiederholt von der WHO und der OECD auf die Problematik der Situation hingewiesen. pharmaSuisse ist nicht grundsätzlich gegen einen Medikamentenverkauf durch den Arzt in abgelegenen Gebieten, in denen sonst die Versorgung nicht gewährleistet wäre. Das Problem besteht vielmehr darin, dass die Zusammenarbeit Apotheke - Arzt in den Regionen, in denen wirtschaftliche Anreize wirken, nicht oder nur sehr erschwert möglich ist. Nur ein funktionierendes gut eingespieltes Team von Arzt und Apothekern aber kann wirklich effiziente Gesundheitsversorgung garantieren. Mit interdisziplinären Qualitätszirkeln wurde gezeigt, dass Einsparungen von 50'000.- pro Arzt und Jahr möglich sind durch eine moderne, wissenschaftlich abgestützte Kooperation der Berufe.

    Korrekte Rollenzuteilung: Deshalb fordert pharmaSuisse ein Überdenken der Grundversorgung und einen aktiven Einbezug der zeitlich sehr gut zugänglichen, fachlich kompetenten und kostengünstigen Apotheke. Wenn die Niederschwelligkeit der Gesundheitsinstitution Apotheke und die spezifischen Kompetenzen der Gesundheitsberufe richtig eingesetzt werden, sind Einsparungen durch Effizienzgewinne von mehreren hundert Millionen Franken möglich. Die Apotheker haben dies mit der Leistungsorientierten Abgabe gezeigt, die seit 2001 gut eine Milliarde Schweizerfranken an Mehrkosten verhindert hat.

ots Originaltext: pharmaSuisse - Schweizerischer Apotheker /              
pharmaSuisse - Société suisse des pharma
Internet:              www.presseportal.ch

Kontakt:
Marcel Wyler, Kommunikation
Tel.:    +41/31/978'58'58
Mobile: +41/79/300'82'30
E-Mail: marcel.wyler@pharmaSuisse.org



Weitere Meldungen: pharmaSuisse - Schweizerischer Apotheker Verband / Société suisse des Pharmaciens

Das könnte Sie auch interessieren: