pharmaSuisse - Schweizerischer Apotheker Verband / Société suisse des Pharmaciens

Apotheker entscheiden sich für Vorwärtsstrategie: Verlängerung des Tarifvertrages zwischen Apothekern und Krankenversicherern

    Bern-Liebefeld (ots) - Die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Apothekerverbandes SAV hat sich an ihrer heutigen Sitzung dafür entschieden, den Vertrag über die Leistungsorientierte Abgeltung (LOA) mit santésuisse um ein Jahr zu verlängern. Die Parteien beabsichtigen, bis Mitte 2004 einen angepassten Tarifvertrag für 2005 auszuhandeln.

    Im Juni dieses Jahres kündigte der Krankenversichererverband santésuisse den mit den Apothekern im Juli 2001 unterzeichneten Vertrag über die Leistungsorientierte Abgeltung LOA. Seither war das Vertrauen der Apotheker in ihre Vertragspartner angeschlagen. Im Hinblick auf die Nachteile eines vertragslosen Zustandes für Patienten und die klaren Zeichen der Krankenversicherer, in Zukunft konsequenter zusammen zu arbeiten, sprach sich eine Mehrheit der Delegierten nach engagierten Diskussionen für eine Verlängerung des Vertrages um ein Jahr bis Ende 2004 aus. Bis dahin wollen der SAV und santésuisse einen neuen Vertrag aushandeln, der nach Genehmigung durch den Bundesrat am 1. Januar 2005 in Kraft treten soll.

    Gemeinsame Ziele

    Mit der Vertragsverlängerung und der Ausarbeitung eines neuen Vertrages verfolgen der SAV und santésuisse gemeinsame Ziele. Im Vordergrund stehen dabei die bessere Verständlichkeit des Abgeltungssystems für Konsumentinnen und Konsumenten, die Weiterentwicklung der LOA, die Förderung der Abgabe von Generika und eine korrekte Kommunikation der effektiven Gründe für die Kostensteigerung bei den Medikamenten unter Bestätigung, dass der Vertriebsanteil stabil blieb (Kostenneutralität). Ein weiteres Ziel ist die Anerkennung der Einsparungen von über 100 Millionen Franken, welche allein im Jahr 2002 durch die LOA und den durch die Apotheker gewährten Rabatt von 2,7% erzielt werden konnten.

    Vertragsloser Zustand hätte klare Nachteile für Patienten

    Ohne Tarifvertrag müssten die Patienten ihre Medikamente zuerst aus der eigenen Tasche bezahlen und bekämen den Betrag erst im Nachhinein zurück erstattet (sogenanntes Tiers-garant-System). Dies kann für die Patienten gerade bei teuren Arzneimitteln eine grosse finanzielle Belastung mit sich bringen. Durch die Verlängerung des Vertrages übernehmen die Apotheker wie bisher für den Patienten die Abrechnung mit den Versicherern (Tiers-payant-System).

    Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema LOA finden Sie auch auf der SAV-Website www.pharmagate.ch , Rubrik"Informationen" > "Medien".

ots Originaltext: Schweizerischer Apothekerverband
Im Internet recherchierbar: www.presseportal.ch

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