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Erholung bei den Logiernächten im ersten Halbjahr 2010

Bern, 4. August 2010 (ots) - Die Logiernächte in Schweizer Hotels und Kurbetrieben haben von Januar bis Juni 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,1 Prozent zugenommen. Damit hat sich die Nachfrage insgesamt besser erholt als erwartet. Die grossen Städte und die Hotels der oberen Sterne-Kategorien sind die Gewinner des ersten Halbjahrs 2010.

Mit einer Zunahme um 2,1 Prozent auf 17,5 Millionen Logiernächte schliesst das erste Halbjahr 2010 deutlich besser ab als von BAKBASEL prognostiziert. 42,9 Prozent aller Übernachtungen gingen auf das Konto von Schweizer Gästen. Die Nachfrage aus dem Inland erhöhte sich von Januar bis Juli 2010 um erfreuliche 2,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Dazu dürften die in den Wintermonaten günstigen Wetterverhältnisse sowie die verbesserte Konsumentenstimmung beigetragen haben. Mit einem Plus von 1,6 Prozent konnte der Anteil ausländischer Gäste ebenfalls gesteigert werden.

Geteilte Bilanz bei ausländischen Märkten

Bei den internationalen Gästen fiel die Entwicklung der Logiernächte im ersten Halbjahr 2010 je nach Markt unterschiedlich aus. Positiv wertet hotelleriesuisse die deutliche Steigerung der Nachfrage aus dem wichtigen Quellmarkt USA (+7,6%). Ebenfalls konnten Wachstumsmärkte wie China (+37,6%) und Indien (+19,1%) markant an Logiernächten zulegen. Deutschland (-1,9%) und Grossbritannien (-1,5%) verzeichnen dagegen wie befürchtet rückläufige Logiernächtezahlen. Diese Entwicklung lässt sich einerseits mit den ungünstigen Wechselkursen begründen, andererseits ist der private Konsum aufgrund hoher Arbeitslosigkeit und privater Verschuldung vielerorts weiterhin eingeschränkt.

Städte und obere Sterne-Kategorien legten zu

Die Nachfrage in der Hotellerie verhält sich in den grossen Schweizer Städten stark zyklisch mit der allgemeinen Wirtschaftslage. So erzielten im ersten Halbjahr 2010 die Städte Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich 3,3 Millionen Logiernächte, was einer Zunahme von 4,7 Prozent entspricht. Diese Entwicklung geht einher mit einer Erholung des Geschäftstourismus. Der Alpenraum schloss lediglich um 0,2 Prozent besser ab als in der gleichen Vorjahresperiode. Bei den Sternekategorien zeigt sich, dass sich die klassierten Betriebe schneller erholen (+2,4%) als die nicht klassierten Betriebe (+1,2%). Ebenfalls rascher erholen konnten sich die Betriebe der oberen Kategorien. So haben die 5-Sterne-Betriebe im ersten Halbjahr 2010 um 5,9 Prozent zugelegt, die 4-Sterne-Hotels um 2,5 Prozent. Demgegenüber verloren die 2- und 3-Sterne-Betriebe je nach Region um bis zu 4,4 Prozent.

Währungskrise als Aufschwungsdämpfer

Für die angelaufene Sommersaison erwartet BAKBASEL einen moderaten Rückgang der Logiernächte um 0,7 Prozent gegenüber der Vorjahressaison. Grundsätzlich wird sich die Nachfrage je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich entwickeln. Der Binnenmarkt bleibt laut BAKBASEL stabil, während die USA auf Grund des Wirtschaftswachstums an Logiernächten zulegen werden. An Bedeutung dürften auch Wachstumsmärkte wie China, Indien und die Golfstaaten gewinnen. Dagegen rechnet BAKBASEL mit einem Rückgang der Nachfrage der Gäste aus den Euro-Ländern um rund 5 Prozent. Von einer nachhaltigen Rückkehr auf den Wachstumspfad kann im Schweizer Tourismus aufgrund der gegenwärtigen Spannungen in der Euro-Zone erst im Sommer 2011 ausgegangen werden.

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